"Religion führt dazu, den Wert des Lebens herabzudrücken und das Bild der realen Welt wahnhaft zu entstellen, was die Einschüchterung der Intelligenz zur Voraussetzung hat. Um diesen Preis, durch gewaltsame Fixierung eines psychischen Infantilismus und Einbeziehung in einem Massenwahn, gelingt es der Religion, vielen Menschen die individuelle Neurose zu ersparen.“ - Siegmund Freud

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Vor dieser individuellen Neurose wärst du dann nicht mehr geschützt. ;-)

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Kreationisten nehmen den biblischen Schöpfungsmythos wörtlich, d.h. sie glauben, das Universum sei knapp 6.000 Jahre alt.

Dies bedeutet, dass das Universum, die Erde und das Leben erst 2.500 Jahre nachdem die Babylonier und Sumerer anfingen Bier zu brauen und knapp 1.000 Jahre nachdem die Sumerer den Klebstoff erfanden erschaffen wurde.

Welche Argumentation sollte wohl bei solch einem psychotischen Irrsinn noch greifen? Ich bin gespannt auf die Antworten hier, denn ich habe mir schon so manche Zähne an solchen Leuten ausgebissen.

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Alles, was einen Gott anscheinend definiert, lässt eindeutig darauf schließen, dass es keinen Gott geben kann.

  • Erschaffung des Universums: Das Universum ist unermesslich groß. Wenn das alles von einem Gott erschaffen wurde, nur um einer kleinen unbedeutenden Primatenart auf einem sich im All verlierenden Staubpartikel eine Heimstätte zu geben, grenzt das an ungeheuherer Verschwendung. In etwa so, als würden die Menschen einen gigantischen Flugzeugträger bauen, nur um einer Bakterie vor dem ertrinken zu retten. Selbst dieser Vergleich ist noch viel zu klein.

  • Erschaffung des Lebens: Dann hätte ein Gott eine Affinität für Käfer, Parasiten und vor allem Viren. Zudem kann die offensichtliche Brutalität der Tierwelt keine Erfindung eines gütigen Gottes sein. Ein Beispiel: Es gibt viele Tierarten, bei denen die Eltern in der Lage sind, lediglich ein Junges durchzubringen. Kommt es dennoch vor, dass zwei oder drei Nachkommen entstehen, tötet das stärkste Geschwisterteil alle anderen auf brutale Weise. Bei den Blaufußtölpeln wird dabei bsw. das Gehirn der Geschwister herausgepickt. Wenn so etwas erdacht wurde, dann von einem Sadisten.

  • Etablierung moralischer Werte: Moralische Werte basieren auf Abwegung von Wohl und Wehe und enspringen nicht einem wie auch immer gearteten Gott. Der abrahamitische Gott, also der Gott der Juden, Christen und Muslime, ist, wenn man die so genannte heiligen Schriften mal liest, alles andere als ein moralisches Vorbild. Ungehörige Kinder gehören lt. diesem Gott zu Tode gesteinigt, Schwule Eltern getötet, obwohl man sie gleichzeitig ehren soll, Frauen sind Abschaum, Sklaverei ist des Menschen Recht und und und. Ich könnte hier tausende Dinge aufführen. Fakt ist, dass die meisten Menschen wesentlich vernünftigere Moralvorstellungen haben, als dieser Gott vermitteln soll.

  • Der Quell für Liebe, Weisheit und Friedfertigkeit: Das ist angesichts der Geschichten in den "Heiligen" Schriften der blanke Hohn. Liebe ist wesentlich älter als jede Religion und existiert sogar im übrigen Tierreich (wenn vielleicht auch nicht in dem Maße). Weisheit wurde bereits im Garten Eden verboten, wenn man die Geschichte von Adam und der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis glauben würde. Weisheit war auch stets der Hauptfeind einer jeden Religion, denn durch Weisheit gelangt man zum Zweifel, und Zweifel ist der erste Schritt zur Friedfertigkeit, denn es ist stets der Glaube, der Kriege entfacht, nicht der Zweifel.

  • Trost: Das ist das einzige, bei dem ich zugestehe, dass es wirkt. Eine Gottesvorstellung kann sehr wohl tröstlich sein. Dafür kann man sich allerdings auch einen Gnom, einen Kobolt, eine Fee oder irgendetwas anderes im Geiste herbeizaubern, was gleichermaßen funktionieren würde, wenn man nur daran glaubt. Wer allerdings eine imaginäre Schulter zum ausweinen braucht, hat entweder keinen richtigen Lebensparter für solche Sachen, keinen guten Freund bzw. Freundin und vermutlich auch keine Familienangehörigen (mehr). Im Grunde sind solche Leute eher schwach und benötigen ein leitendes Alphamännchen, Beschützer oder was auch immer.

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Weihnachten hat rein gar nichts mit Gottglauben zu tun. Schon gar nicht liegt dessen Ursprung im Christentum, sondern wurde lange vor den Christen (unter anderen Namen) bereits von den Heiden gefeiert. Es handelt sich um ein Winterfest, welchem ein astronomisches Ereignis (Wintersonnenwende) zugrunde liegt. Dieses Ereignis wurde und wird von vielen Kulturen seit der Jungsteinzeit gefeiert, unabhängig von Religion. Auch wenn das heutige Datum der Wintersonnenwende (21.12. bzw. 22.12. -Schaltjahrabhängig) durch Kalenderänderungen nicht mehr auf den Tag genau passt, hat sich dennoch die Tradition des Winterfestes nach alten Daten durchgesetzt. Die Christen haben die angebliche Geburt ihres Heilands willkürlich auf die heidnischen Feiertage gelegt, um die Feierlichkeiten als christlich rechtfertigen zu können.

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Sie wissen es nicht, sie glauben es nur! Und im Buddhismus gibt es keine Götter. Buddhismus ist eine Lebensphilosophie, die Lehre des ersten Buddha namens Siddhartha Gautama. Götterglaube im asiatischen Raum entsprang dem Brahmanismus, aus dem sich der Hinduismus entwickelte. Geister- und Gottglaube, den es bei manchen Buddhisten noch gibt, sind rudimentäre Hinterlassenschaften des Brahmanismus und haben mit Buddhismus nichts zu tun.

Die Bibel stammt aus dem Judentum (Tanach), wurde von den Christen aufgegriffen und erweitert, bis schließlich das Neue Testament verfasst wurde. Das ganze Werk ist im Grunde ein Sammelsurium alter heidnischer Sagen, Geschichten und Mythen (z.B. dem Gigamesh Epos), basierend auf Astrologie und Sonnenkult. Jahrhunderte später griff man im Orient die Geschichten neu auf und erdachte sich neue Geschichten dazu. So entstand der Qur'an (Koran).

Der Grund, warum kein einheitliches Gottesbild existiert und die Glaubensinhalte so abweichen, ist, weil es von vorn herein eine Erfindung des Menschens war. Geschichten und Berichte wurden durch das Stille-Post-Prinzip verfälscht, umgedeutet, angepasst und dann weiter verbreitet.

Paradoxerweise unterlief das Ganze einem Evolutionsprozess, etwas, was ausgerechnet von den meisten Anhängern dieser Religionen als wissenschaftlicher Unsinn gesehen wird. Götterglaube hat sich im Laufe der Zeit zu verschiedenen Glaubensarten entwickelt, genauso wie sich aus einer Sprache (bsw. indogermanisch) verschiedene Sprachen entwickelten (deutsch, englisch, französisch, schwedisch...) oder aus einer Tierart verschiedene andere. Einziger Unterschied: Bei Sprache und Gottglaube nennt man es kulturelle Evolution, aber das Prinzip ist dasselbe.

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Anti-Theisten

Diese sind aber keinesfalls mit Rassisten zu vergleichen, sondern mit Anti-Rassisten.

"Rassistisch" sind die Religionen gegenüber anderen Religionen und Religionsfreien. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Rassismus hatte nämlich nichts mit Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit zu tun, sondern bezog sich auf religiöse, soziale oder kulturelle Zugehörigkeit. Judenhass bzw. Antisemitismus (wie er heute bezeichnet wird) hat seinen Ursprung im Christentum. Auch der Rassenhass der amerikanischen Südstaaten (da war es bereits die Hautfarbe) entsprang christlichen Strömungen (bestes Beispiel ist der Ku-Klux-Klan).

Religion ist eine machtorientierte, gesellschaftlich-politische Ideologie, die sich nicht sehr vom Faschismus bzw. Nationalsozialismus unterscheidet. Anti-Theisten, wie ich, sehen jedoch Religion nicht als Feindbild. Wir sind keine Religionsfeinde, sondern verurteilen gewisse Auswirkungen, die Religionen hervorbringen (Verbreitung von Falschwissen, Hirnwäsche, Heilige Kriege, Rassismus, Sexismus, Speziesismus, Anthropozentrismus, Befürwortung von Sklaverei, Denunzierung und Ausgrenzung Andersdenkender, Genozide, Schwulenhass, Verteufelung der Wissenschaft, Geschichtsrevisionismus, finanzielle und geistige Unterdrückung und Ausbeutung, oder schlicht Verdummung).

Anti-Theisten stehen dort, wo Anti-Faschisten, Anti-Rassisten, Atomkraftgegner und Anti-Raucher stehen, um ein Fünkchen Vernunft und Aufklärung zu verbreiten und um auf die Lächerlichkeit und Gefahren von Religionen hinzuweisen. Im Gegendsatz zu dem, was Religionen Jahrhunderte lang veranstalteten, werden Theisten nicht von Anti-Theisten auf Scheiterhaufen verbrannt, werden religiöse Bücher nicht vernichtet, werden Theologen nicht als Wissenschaftsfeinde verfolgt und hingerichtet und es werden keine Kinder gebrandmarkt. Gläubige Menschen werden von Anti-Theisten nicht deshalb verbal angegriffen, weil sie anders aussehen oder einer anderen Kultur angehören oder an einen imaginären Freund glauben, sondern weil sie die menschenverachtenden Ideologien der Religionen vertreten und verteidigen.

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Immer wieder die selben Fragen. Na schön, also noch mal.

A-Theismus bedeutet Nicht-Theismus, sprich Nicht-Gottglaube. Auch wenn du Religion in Anführungsstriche gesetzt hast, verwirrst du andere mit deiner Formulierung. Theismus - A-Theismus und Anti-Theismus lassen sich am besten mit Raucher - Nicht-Raucher und Anti-Raucher vergleichen. Um Nichtraucher zu werden, musst du einfach aufhören zu rauchen. Um Atheist zu werden, musst du einfach aufhören, an Gott oder Götter zu glauben.

Nun zu Weihnachten. Dieses Fest hat seinen Ursprung nicht im Christentum, sondern wurde lange vor den Christen (unter anderen Namen) bereits von den Heiden gefeiert. Es handelt sich um ein Winterfest, welchem ein astronomisches Ereignis (Wintersonnenwende) zugrunde liegt. Dieses Ereignis wurde und wird von vielen Kulturen seit der Jungsteinzeit gefeiert, unabhängig von Religion. Auch wenn das heutige Datum der Wintersonnenwende (21.12. bzw. 22.12. -Schaltjahrabhängig) durch Kalenderänderungen nicht mehr auf den Tag genau passt, hat sich dennoch die Tradition des Winterfestes nach alten Daten durchgesetzt. Die Christen haben die angebliche Geburt ihres Heilands willkürlich auf die heidnischen Feiertage gelegt, um die Feierlichkeiten als christlich rechtfertigen zu können.

Wie auch immer man dieses Fest bezeichnen mag (Midwinter, Winterfest oder Weihnachten), ein jeder hat das Recht, es zu begehen. Wer es anderen abspricht, weil sie einer anderen Religion (Judentum, Islam etc.) oder Kultur angehören, hat die Bedeutung dieses Festes nicht begriffen.

In diesem Sinne: "Eine frohe 5. Jahreszeit"

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Gott ist eine Bezeichnung für ein erdachtes etwas, welches die Wissenslücken, aufgrund der eigenen Ignoranz, füllt - ein geistiger Erguss also. Ein Götze ist die plastische Darstellung dieses Ergusses, welche man zerschlagen kann, wenn man auf seine eigene geistige Erfindung wütend ist.

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Zunächst einmal sind die Verhältnisse Kopfgröße zu Rumpfgröße und Kopfgröße zu Futterverwertung entscheidend. Dann: Nicht jeder Kopf enthält ein Gehirn, welches der Kopfgröße entspricht. Beim Menschen war früher der Kiefer viel größer, was weniger Platz für Hirnmasse bedeutete. (Ist auch heute noch so: Je größer die Fresse, umso kleiner...)

Das Volumen des Hirns wird erst größer. Der Neanderthaler war weitaus intelligenter als Homo sapiens. Er hatte ein größeres Gehirn, war aber nicht so anpassungsfähig, weshalb er ausstarb. Das Gehirn wurde anschließend wieder kleiner, aber dessen Kompaktheit stieg.

Es ist vergleichbar mit der Entwicklung des Computers, welcher anfangs noch Zimmerausmaße besaß und heutzutage selbst als tragbare Version Berechnungen im Terraflops-Bereich anstellen kann.

Die Größe hat keine wirkliche Bedeutung, denn das Gehirn eines Schimpansen ist kleiner als das unsere. Trotzdem sind Schimpansen in den meisten Bereichen intelligenter als wir Menschen, besitzen ein besseres Gedächtnis, bessere motorische Fähigkeiten und eine schnellere Auffassungsgabe. Eigentlich kein Wunder, denn Schimpansen sitzen im Stammbaum der Primaten viel höher wenn auch auf einem anderen Ast, denn deren Evolution ist weitaus fortschrittlicher.

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Atheist ist (wird) man automatisch, wenn kein Gottglaube (mehr) vorhanden ist (Gottgläubige(r) = Theist; Nicht-Gottgläubige(r) = A-Theist). Diejenigen, die sich bewusst gegen Religion und Gottglaube stellen und beides kritisieren, sind eher Anti-Theisten. Bei beidem, A-Theismus und Anti-Theismus, gibt es keine Mitgliedschaften oder Aufnahmerituale, da keine Weltanschauung verbreitet wird. Viele Atheisten bzw. Antitheisten sind Naturalisten. Naturalisten gehen davon aus, dass alles im Universum eine natürliche Ursache hat und keine Übernatürliche. Für eine solche Sichtweise (Naturalismus ist eine Weltanschauung) gibt es dann auch Vereine, wie die Brights.

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