Wirtschaftlich links politisch rechts?

10 Antworten

Auf jeden Fall scheint mir diese Ausrichtung nicht sehr gescheit. Wirtschaftsliberalismus ist idiotisch, so sehr ich liberale Werte sonst begrüße, und eine sehr rechte politische Ausrichtung verwehrt sich dem Fortschritt und der Freiheit, beides Faktoren, die für den gesunden Wachstum der Nation unabdingbar sind.

Allerdings denke ich, der Nationalsozialismus vertritt, oder vertrat, rechte Ideale auf allen Ebenen, die Wirtschaft eingeschlossen.

Wobei angemerkt werden muss, das ich damit an dieser Stelle von Protektionismus spreche, beziehungsweise, dem Schutz einheimischer Unternehmen.

Natürlich war der Nationalsozialismus letztlich eine Perversion des Sozialismus, doch ich bin mir nicht sicher, ob man die heutigen Standarts auf dieses System anwenden kann.

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Ja, NPD und Front National gehen auch in diese Richtung.

Weder gibt es ein perpetuum mobile noch eine solche politische Strömung.

Der "Nationalsozialismus" ist die deutsche Variante des Faschismus, also einer genuin rechtsextremistischen Radikalisierung des Konservatismus. Überhaupt ist die Konstruktion einer Verbindung von "Nationalismus" und "Sozialismus" etwas, dass man heute als "false flag"-Aktivität konservativ-monarchistischer Industriellenkreise bezeichnen würde...:-)

Da liegst du falsch. Der Nationalsozialismus ist nicht mit den Konservativen Gesinnungen verwandt, sondern eher mit dem Kommunismus. Der Nationalsozialismus war eine auf ein nationales Gebiet beschränkte kommunistische Ideologie, gepaart mit einer Rassenlehre und Verschwörungstheorien. Hitler hat die Konservativ-Bürgerlichen genauso gehasst wie die Kommunisten. 

Der Faschismus in Italien war viel näher an den Konservativen dran. 

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@HorvathToni

Ich habe auch nicht geschrieben, dass der deutsche Faschismus irgendwie entfernt mit dem Konservatismus "verwandt" wäre. Meine These ist vielmehr, dass der Nationalismus lediglich auf die Spitze getriebener, radikalisierter Konservatismus war.

Die DNVP war Hitlers Dauerkoalitionär. Hindenburg und seine Kamarilla haben ihn ja überhaupt erst in Amt und Würden gehievt. Vor allem aber gibt es kein einziges Thema, wirklich nicht eins, dass die nazis nicht vom Konservatismus übernommen hätten.

Und letztlich ist diese begriffliche Verbindung von Nationalismus und "Sozialismus" nachweisbar in den "think-tank-Zirkeln" konservativ-monarchistischer Kreise der deutschen Großindustrie entworfen und mit ungeheurem finanziellen Aufwand auf den Weg gebracht worden.

Dass der Nationalsozialismus eine kommunistische Ideologie gewesen wäre, ist deine tollkühne Behauptung, die mitunter von Rechten aufgebracht wird, die sich damit ihren Zusammenhang zu rechtsextremen Positionen per Federstrich entledigen wollen.

Im wissenschaftlichen Diskurs spielt dieser Blödsinn bezeichnenderweise keine Rolle.

Rassentheorien sind wiederum eines der zentralen Steckenpferde des Konservatismus gewesen, ebenso wie antisemitische Verschwörungstheorien. Nichts erfinden die Nazis da selber. Sie brauchen alles nur vom Konservatismus abschreiben und eben noch etwas radikalisieren...

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@atzef

Soziale Politik... Nicht sehr konservativ! Die Nazis haben fast alle Punkte des kommunistischen Manifests umgesetzt. 

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@HorvathToni

Interessant! Nenn mir mal bitte drei...

Und der Konservatismus betreibt also gar keine Sozialpolitik und zeichnet sich dadurch aus. Auch interessant...:-)

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@atzef
Und letztlich ist diese begriffliche Verbindung von Nationalismus und "Sozialismus" nachweisbar in den "think-tank-Zirkeln" konservativ-monarchistischer Kreise der deutschen Großindustrie entworfen und mit ungeheurem finanziellen Aufwand auf den Weg gebracht worden.

Der Nationalsozialismus ist schnurgerade aus sozialistischen Strömungen zurückzuverfolgen. Ich weiß nicht, warum sich manche so schwer damit tun, das zuzugeben.

Rassentheorien sind wiederum eines der zentralen Steckenpferde des Konservatismus gewesen, ebenso wie antisemitische Verschwörungstheorien.

Rassentheorie und Antisemitismus kann man auch ganz gut mit dem Zeitgeist erklären. Der Urlinke Marx würde für seine durchaus rassistischen Äußerungen heutzutage als Nazi beschimpft werden, genauso übrigens wie Immanuel Kant. Vor allem für die Antikapitalisten sind die Juden als Sinnbild der verhassten Wirtschaftsordnung immer schon ein Feindbild gewesen.

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@Deponentiavogel

Der erste Einwand ist, da beleglos, ohne argumentativen Wert.

Der 2. ist ganz lustig: Nachdem der ungarische Rechtsextremist aus dem Nationalsozialismus Kommunismus machen wollte, möchtest du also aus Marx einen frühen Nazi machen...:-) Absurd ist das eine wie das andere.

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Nein.

Der Nationalsozialismus ist eine kriminelle rechte Verbrecherideologie - wirtschaftlich und politisch - und daher in Deutschland verboten.

ja, das ist Nationaler Sozialismus. Dieser baut auch immer darauf auf Ausländern und Leuten die man als solche oder minderwertig klassifiziert wegnimmt und der selbst  definierten privligierten Gruppe dieses gibt.

Genau das was die NSDAP zentral gemacht hat.

Aktuell trifft das in Deutschland politisch auf die NPD zu. Andere rechte Parteien wie Reps, DVU oder die AfD stehen auch wirtschaftlich rechs, die AfD auch wirtschaftlich am weitesten rechts. Nationalsozialistisch ist nur die NPD aktuell in Deutschland

Und was bitte ist daran "links" oder "sozialistisch"?

Die Nazis haben den Konzernen moderne Sklaven für Pfennigbeträge in Form von KZ-Insassen, Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen nicht nur zur hemmungslosen Ausbeutung, sondern auch zur zielgerichteten Vernichtung dieses "unwerten Untermenschenlebens" überlassen....

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@atzef

Dass die NSDAP national sozialistisch war setze ich mal als bekannt voraus.

Das beinhaltet durchaus, auf Kosten anderer die sogenannten eigenen zu priviligieren. Das ist der Namensteril National, wobei die Definition was zu diesem priviligierten Personenkreis gehört völlig beliebig und willkürlich ist.

Sozialistisch ist die Besserstellung dieser selbst definierten privilligierten Gruppe auf Kosten aller anderen.

Gibt es eine bessere Beschreibung was  Nationalsozialismus im Kern kennzeichnet? Wohl schwerlich.

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@Augsburgblick

Meinetwegen kann man so den "Nationalsozialismus" charakterisieren und definieren. Aber doch nicht "Sozialismus". :-)

Sozialismus setzt auf Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln, auf die Zerschlagung der politischen und wirtschaftlichen Macht und Herrschaft der Bourgeoise/Kapitalisten. Da werden ganz neue Eigentumsverhältnisse geschaffen und die wirtschaftliche Machtelite ausgetauscht.

Nicht davon gab es unter den Nazis...

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Dein Augsburger Blick ist völlig getrübt, denn dir ist ja noch nicht mal bekannt, dass die Hitler-Faschisten die Konzerne außerordentlich begünstigten. Auch ist dir nicht bekannt, dass Hitlers NSDAP 1932 vom Düsseldorfer Industriellenclub eine sehr großzügige Wahlspende erhielt.

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@voayager

Was bitte soll eine derartg billige und durch nichts in der Diskussion zu rechtfertigendee Unterstellung man würde die Geschichte der NSDAP und Deutschlands nicht kennen?

Als Gesprächspartner haben Sie sich dadurch disqualifiziert.

Ich kann diese Entgleisung auch nur als Relativierung des Nationalsozialismus werten.

Schleierhaft bleibt was die Begünstigung der Grosskonzerne, ein kernmerkmal des Sozialismus an Einwand sein soll. In der Geschichte waren sozialistische Staaten immer nicht zuletzt dadurch gekennzeichnet, dass sie grosse Konzerne priviligierten und staatstragend machten.

Ich kenne keinen sozialistischen Staat in dem das nicht so gewesen wäre, einschliesslich Hitlerdeutschland.

 

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