Wir haben einen hohen Krankenstand in der Firma,darf unser Arbeitgeber Mitarbeiter die oft oder gerade krank sind zum Gespräch einladen?

9 Antworten

Er darf.

Der AG kann "Krankenrückkehrgespräche" durchführen. Wenn es einen BR gibt, hat dieser allerdings ein Mitspracherecht und der AN darf auch ein Betriebsratsmitglied dazu bitten.

Diese "Krankenrückkehrgespräche" kann der AG führen, muss sie aber nicht.

Der AG ist aber nach § 84 Abs. 2 SGB IX verpflichtet, dem AN. wenn dieser innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist, ein BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) anzubieten. Wenn es einen Betriebsrat gibt, ist dieser beim BEM hinzuzuziehen, ebenso kann bei einem schwerbehinderten AN die Schwerbehindertenvertretung anwesend sein oder auch der Betriebsarzt.

Das BEM muss der AN aber nicht annehmen.

Hier noch was zum nachlesen:

http://www.agpkanzlei.de/publikationen/aktuelles/anzeigen/21-krankenrueckkehrgespraeche.html

Grundsätzlich ja, wenn er es "geschickt" begründet.

Hatten wir bei uns auch einige Jahre, aus lauter "Fürsorge" :-)

Generell braucht man nichts zur Krankheit, Ursache etc. sagen. Hat man den Eindruck, das Gespräch dient nur dazu Druck zu machen, Betriebsrat hinzuziehen.

Hei

ja, das darf er. Vielleicht will er sich ja auch nur erkundigen, ob die Firma etwas ändern kann, dass der Krankenstand nicht so hoch ist.

DU kannst aber auch jemand vom Betriebs-/Personalrat dazu bitten falls du Bedenken hast.

LG

Darf ein Arbeitgeber einem krankem Mitarbeiter mit Kündigung drohen?

Darf ein Arbeitgeber einem krankem Mitarbeiter mit Kündigung drohen? Hallo, Wer weiß Rat?

am 28.12.2010 war ich beim Notarzt wegen starker Schmerzen im Schulter/Nacken -eingeklemmter Nerv/Blockade und einschlafender Finger die besonders nachts nicht aufhören zu kribbeln. Der Notarzt hatte mich bis 02.01.2011 krank geschrieben und dazwischen war ich noch bei meinem Hausarzt der mich zur Notaufnahme ins Krankenhaus überwies, wo ich dann am 29.12.2010 war. Da meine Schmerzen immer noch da waren, bin ich wieder zum Hausarzt, der mich 1 Woche krank schrieb und an den Orthopäden überwies. Aus der Krankschreibung sind nun 3 Wochen geworden und jeweils am 1.Tag habe ich die Krankmeldung meinem Arbeitgeber gefaxt sowie als Einschreiben mit Rückschein per Post geschickt, da der AG etwas weiter weg ist(nicht im gleichen Wohnort). Dazu habe ich mich telefonisch gemeldet bei meinem Chef und über meine Krankheit informiert. Jetzt hat mein Chef mich per Handy angerufen und mir indirekt mit Kündigung gedroht. Er meinte, ob mein Arzt ein kompetender Arzt sei und ich solle das aus Sicht des Arbeitgebers sehen, man müße wenn ich länger krank wäre sich um Ersatz kümmern und einen neuen Mitarbeiter einstellen. Ist sowas rechtens? Darf der Arbeitgeber in dieser Weise drohen/unter Druck setzen? Was kann ich tun? Ich möchte auf keinen Fall meinen Arbeitsplatz gefärden.Danke für jeglichen Rat!

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