Wie tut man Buße/bekehrt man sich?

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13 Antworten

Hallo Der 'Checker126,

statt "Buße" könnte man in diesem Zusammenhang den verständlicheren Begriff "Reue" gebrauchen. Dabei geht es nicht um eine bestimmte Technik, denn echte Reue ist eine Herzensangelegenheit. Wer tiefe Reue empfindet, verharmlost seine Sünde nicht, sondern er fühlt einen tiefen Schmerz in seinem Herzen.

Ein biblisches Beispiel einer Person, die echte Reue empfand, ist der König David. Nachdem er Ehebruch mit der schönen Bathseba begangen hatte und ihm die Tragweite seiner Schuld bewusst wurde, schlug sein Gewissen und er verspürte eine große innere Last. Er selbst schrieb in einem Psalm darüber: " Als ich stillschwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht war deine Hand schwer auf mir. Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze" (Psalm 32:3,4). David beließ es jedoch nicht dabei, sondern er tat auch etwas. Er schreibt weiter: "Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt" (Psalm 32:5).

Dieses Beispiel zeigt, was sich im Fall echter Reue im Inneren einer Person abspielt. Es zeigt aber auch, dass damit in Verbindung ein Bekenntnis vor Gott abgelegt werden muss. Wer sich bewusst ist, dass er gegen Gott gesündigt hat, sollte den inneren Drang verspüren, Gott um Vergebung zu bitten. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, ist noch ein weiterer Schritt nötig. Dazu schreibt die Bibel: "Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden" (Apostelgeschichte 3:19). Echter Reue folgt also die Umkehr, d.h. man wird alles tun, um künftig den gleichen Fehler nicht noch einmal zu begehen. Umkehr heißt auch, dass man sich innerlich von der Sünde, die man begangen hat, abkehrt und den festen Entschluss fasst, die Sünde fortan zu meiden. Es findet somit ein innerer Umwandlungsprozess statt, der dazu führt, dass man aus Überzeugung der biblischen Aufforderung nachkommt: "Hasst das Böse, und liebt das Gute" (Amos 4:15). Es geht also darum eine Abneigung gegen die begangene Sünde zu entwickeln. Das ist sicher nicht leicht aber auch nicht unmöglich.

Man sollte auch immer daran denken, dass man Gott nichts vormachen kann. Er durchschaut, wenn jemand Reue nur vorheuchelt oder meint, durch besondere Werke könne er alles wieder gutmachen. In der Bibel heißt es daher: "Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist" (1. Samuel 16:7).

LG Philipp

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Wenn du deine Fehler einsiehst, wovon ich ausgehe, weil du dich damit beschäftigst, und tiefe Reue empfindest kannst du dich Jesus anvertrauen. Nimm dir Zeit und erzähl ihm von deinen Sünden und bitte Ihn um Vergebung. Er wird dir verzeihen aber du musst selber zu ihm kommen, du kannst ihn bitten in dein Leben zu kommen und dich zu führen :-) Lg

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Sich diese Frage zu stellen ist schon einmal ein guter Ansatz - wer macht das heute noch (leider)? Buße bedeutet Umkehr, Umdenken, Korrektur, Neuanfang und Neuorientierung. Wer einsieht, daß er das nötig hat und den Sinn des Lebens und das Ziel in Gott und dem Glauben an Jesus erkennen will, dem schenkt Gott dann auch die Buße. Von alleine kommen wir da nicht drauf.

Wir können Gott nichts geben, denn alles gehört ihm bereits. Wir tun Gott auch keinen Gefallen wenn wir uns bekehren. Erstens können wir es nicht (Römer 2,4: ''Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?'').

Und zweitens soll und wird sich kein Mensch vor Gott rühmen können in Bezug auf seine Errettung und auf die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt in Jesus Christus (Römer 10,3-4: ''Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt'').

Zusammen gefasst kann man also sagen, daß Gott uns bekehren muss, damit es auch echt und wirksam ist. Dazu sollte man eben auch einsehen und biblisch verstehen, daß wir verloren sind und das da auch nichts Gutes in uns ist, nichts was Gott gefallen könnte. Die Buße und Bekehrung setzt diese Annahme voraus. Wer das nur macht und glaubt, weil es ja vielleicht nicht schaden könnte, wird kaum frei werden und ein Nachfolger Jesu. Die Rechtfertigung (Erlösung eines Menschen) findet in den Gedanken Gottes statt und nicht in den Nervensystemen des Menschen.

Das sind die biblischen Tatsachen. In 1. Korinther 1, 26-29 schreibt Paulus eindrücklich: ''Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gotterwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor  der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme''.



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Es gibt noch Menschen, die Buße tun...okay. Nun es erscheint logisch, dass 

1. es einem ernst ist, Buße zu tun. Dazu muss man für das Fehlverhalten Reue empfinden und zwar aufrichtige Reue.

2. Man muss vor Gott das Versprechen abgeben, das Fehlverhalten nie wieder zu begehen.

3. Man muss sich rechtschaffen Verhalten, um seine Ernsthaftigkeit darzulegen.

Und so Gott will, wird man Vergebung finden. Die Tore zu Gott sind immer offen und er ist immer bereit zu vergeben. So steht es geschrieben. Ja man redet mit Gott, man zeigt ihm seine Reue, man wendet sich vom Falschen endgültig ab und wendet sich dem Richtigen zu. 

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Kommentar von bambirossa
17.01.2016, 03:49

Ach ja, der User schlonko hat mich zum Nachdenken gebracht: solltest Du einer dritten Person geschadet haben, so hast Du diese zu kompensieren und um Vergebung zu bitten. Jesus mag ja für die persönlichen Sünden seiner Anhänger gestorben sein, doch ich fände es anmaßend, wenn jene Vergebung finden würden, die Dritten schaden und ohne diese zu kompensieren durch ein einfaches "I love you Jesus" sich einen der vorderen Plätze im Himmel erschleichen. Ich denke auch kaum, dass das die Message von Jesus war. 

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Busse passiert nicht durch irgendwelche bestimmte formen! Busse passiert im Herzen! Es ist eine Innere Umker zu Gott! Wenn man merkt, das etwas falsch ist/war ist Busse wenn man seine inneren Blick zurück auf Gitt richtet. lg reisil

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Genau, du braucht nur zu Gott zu beten, ihn zu bitten, dass er dir deine Sünden vergibt und ihm zu sagen, dass du an ihn glaubst und sein Kind (und damit sein Erbe) sein möchtest.

Alle Sünden werden uns vergeben, wenn wir Vergebung haben möchten. In 1. Johannes 1,9 steht: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit".

Wichtig ist aber, dass wir Buße tun, was bedeutet, dass wir unsere Gesinnung ändern sollen. Wenn wir um Vergebung von bestimmten Sünden bitten und dabei schon im Hinterkopf haben, dass wir diese Sünden wieder begehen möchten, hat das mit Buße überhaupt nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Doch Jesus möchte, dass wir ein heiligeres und reineres Leben führen und will uns damit im Endeffekt in wirkliche Freiheit führen.

Beispiele für die Aufrufe zur Buße:

Lk 5,32: "Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße."

Lk 15,10: "Ich sage euch, so ist auch Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut."

Apg 3,19: "So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen."

Apg 17,30: "Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun."

Die Bibel macht an vielen Stellen deutlich,dass ein Mensch allein aus Glauben errettet wird (Joh 3,14; 5,24; Apg 16,31; Röm 3,21–26, Röm 6,23 u.a.) und nicht aus eigenen Werken (Eph 2,8–9; Röm 3,20; 4,5; Gal 2,16 u.a.).

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Eine späte, aber immer gültige Beschreibung. Zumal unter dem Suche nach dem Wort "Buße" es viele Gutefrageeinträge gibt. Daher einmal für alle eine biblische  Sicht. Denn Buße tun heißt hier nicht landläufig Strafe und auch nicht Wiedergutmachung oder etwas "abbüßen"..

Lies dazu die Bibel, Lukasevangelium Kapitel 15

Dort wird anhand eines Gleichnisses von zwei verlorenen Söhnen der Vorgang einer Buße und Bekehrung bzw. unbußfertiges Verhalten bildlich  durch Jesus Christus dargstellt.

1. Die Geschichte des einst verlorenen Sohnes

- Jeder Mensch hat seinen Ursprung bei Gott, dem Vater, dem Schöpfer und ist ihm zu dankbaren Gehorsam verpflichtet.

Der Mensch eigenwillig, widerspenstig, unbußfertig, selbstgerecht

- bricht die Beziehung zu Gott ab und lebt gottlos angeblich in „Freiheit“ von der Enge einer gottesdienstlichen Beziehung

- Er hat auf seinem eigenwilligen Lebensweg zunächst kein Gewissen über den Abbruch der Beziehung zu Gott und vergeudet sein von Gott mitgegebenes Vermögen in gedankenlosem Dahinleben, alsgäbe es keinen Gott

Der Mensch wird zur Buße geleitet

- Gott greift in das Leben ein und will das Gewissen wach rütteln durch Änderung der Umstände, Mahungen durch sein Wort, die „Freiheit“ wird zur Last (Last des  Sündenverhaltens)

- der Mensch sucht noch nach Alternativen, um sein Schicksal zu ändern und will sich Freunde suchen, die ihm helfen, das misslingt: kein Freund, kein Einkommen, kein Hoffnung (Selbsterlösungsversuch aus Sündenauswirkung)

Der Mensch wird bußfertig

- der Mensch erkennt sich durch die belastenden Umstände (besser durch Gottes Ansprache durch das Evangelium) in seinem  Leben als in Gottesferne und verloren (Sündenbewusstsein)

- er bereut sein ungehorsames Verhalten gegen Gott,  trauert und  er trägt Leid darüber (Reue über Sünde)

- die Erinnerung an die  frühere gute Beziehung zu Gott kommt ins Gedächtnis und ein Verlangen nach Wiederherstellung, er beschließt zu Gott umzukehren und macht sich auf (Bekehrung von Sünde)

- er kommt zu Gott im Gebet mit dem Bekenntnis seiner Schuld (Bekenntnis der Sünde)

Wiederherstellung

- Gott schenkt dem zerlumpt zurückgekehrten bußfertigen Sünder seine Gnade und vergibt bedingungslos (Sündenvergebung)

Versöhnung und Sohnschaft

- Ein Opfer wird dargebracht (Grundlage der Heilssicherheit)

- Gott setzt ihn in den Stand eines Sohnes und segnet ihn weit umfangreicher als zuvor, Annahme und Aufnahme in die Familie Gottes (Grundlage der Heilsgewissheit)

- Der neu geborene Mensch genießt die wieder gewonnener Gemeinschaft mit Gott und den übrigen Gläubigen (Grundlage des Heilsgenusses)

- das Kind Gottes geht aufgrund der ewigen Liebe Gottes, des Vaters, nie wieder aus dem Haus des Vaters hinaus (Grundlage des ewig unverlierbaren Heils ist die Versiegelung mit dem Heiligen Geist)

Werke des Glaubens, Bußübung

- mit dem Empfang des Heiligen Geistes ist die Liebe Gottes in sein Herz
ausgegossene und bewirkt im Leben des Gläubigen aus Dankbarkeit und Gegenliebe ein Tun des Willens Gottes naach der Bibel (der Buße würdige Frucht bringen)

2. Die Geschichte des tatsächlich verlorenen Sohnes

- Der zweite Sohn ist zu selbstgerecht um die Gnade und Liebe Gottes zu erkennen und anzunehmen (Weg der Selbsterlösung)

- Er hat eigene Freunde, aber keine Freude in Gemeinschaft mit Gott (lebt in der Welt seinen Vergnügungen)

- meint von sich immer alles für Gott getan zu haben (Selbstgerecht)

- unterstellt Gott lieblose Benachteiligung (erklärt Gott zum Lügner)

- will sich nicht als eigenwillig, selbstgerecht, eifersüchtig und somit als Sünder erkennen und Buße tun (bleibt unbußfertig)

- selbst wenn er einen religiösen Tripp unternimmt findet er keinen Zugang zu Gott


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Ältere Leute werden dir sagen, dass die Beichte für eine Vergebung nötig wäre, allerdings stimmt das nicht ganz. Ein Gebet reicht für Gott aus, um zu erkennen, dass dir die begangene Sünde aufrichtig leid tut und du bereit bist, für deine Missetaten Sühne zu leisten.

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Kommentar von waldfrosch64
17.01.2016, 20:55
  • Das hat nicht mit dem Alter zu tun ,sondern wie der Biblische Bussweg in der Schrift aufgezeigt ist.Und dort ist das bekennen der  Sünde ganz klar enthalten .
  • Aber du weisst es offensichtlich besser als es die Bibel uns offenbart .
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Genau das. Sag ihm deine Schuld, die dich drückt. Du wirst sofort merken, dass er sie dir wegnimmt und du glücklich bist. Danach würde ich gleich danken, dass er mir die Schuld vergeben hat. Das macht dich glücklich und zufrieden.

Der Gefängniswärter in Philippi hat die Frage gestellt: "Was muss ich tun, auf dass ich errettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus." Apostelgeschichte 16,30 u.f.

LG

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Wenn du zu Gott beetest, und du es wirklich bereust, sind deine Sünden vegeben.

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kurz mal mit dem Pfarrrer sprechen, ich habe schlechtes getan und so.

der macht glaub ein kurzes Gebet zu Jesus oder so der einem vergibt

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Kommentar von DerChecker126
17.01.2016, 03:35

Ich bin kein Katholik

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Kommentar von reisil95
17.01.2016, 11:22

Der Pfarrer kann NICHTS zur Vergebung beitragen! Das geschieht einzig und allein im Herzen! Gott ist nicht abhänging von Formen, Methoden, Kirche, Pfarrer usw.

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Du musst gar nichts! Wenn, dann willst du... Aber laut Selbstverständnis der Kirche hat sich doch schon jemand für alle deine (und meine) Sünden ans Brett nageln lassen. Ich hab ihn zwar nicht darum gebeten, aber wieso soll ich dann nochmal beim bärtigen, alten Mann da oben betteln?

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Kommentar von ftimon
17.01.2016, 03:42

Der Atheismus ist die am einfachsten zu trollende Religion.

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Kommentar von waldfrosch64
17.01.2016, 20:57

Diese Erlösung ist kein Automatismus .Wenn du sie nicht erbittest dann bekommst du sie nicht .

  • Denn Gott nimmt dich in deiner Freiheit sehr ernst .
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