Will der Vermieter bei selbstdurchführende Badmodernisierung eine Rechnung sehen?

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12 Antworten

Es wurde viel zur steuerlichen Seite geschrieben:

Dazu mein Senf. Wenn der Vermieter 6 Kaltmieten weniger Einnahmen hat, braucht er dafür keine Steuern zu zahlen. Dazu muss er keine Belege über Reparaturen etc. vorlegen. Zahlt er nichts weiter zur Sanierung dazu, hat er auch keine weiteren Kosten, die er von der Steuer absetzen könnte. Die steuerliche Seite dürfte also eher keine Rolle spielen.

Warum will der Vermieter einen Kostenvoranschlag?

Er erläßt Dir 3200 €. Du könntest jetzt, billige Fliesen für 10 €/m² kaufen und hättest bei 25 m² insgesamt Kosten von 250 €. Dazu noch billigen Kleber und etwas Fugenmasse. Insgesamt also 300 €. Dann kommt noch Dein Freund und gemeinsam macht ihr die Arbeit und Du zahlst ihm z. B. 500 € bar. Am Ende noch ein paar billige Armaturen aus dem Baumarkt und das Bad ist für 1000 € "saniert". Übrig bleibt ein Reibach von 2200 €.

In einem Jahr ziehst Du dann plötzlich aus kurz bevor sich Schimmel in den Fugen breit macht und auch die ersten wunderbar verlegten Fliesen wieder abfallen, wobei die ersten Billigfliesen am Boden auch gleich noch absplittern. Und schließlich erkennt der Vermieter dann auch noch, dass die alten Leitungen gar nicht ausgetauscht wurden...

Abgesehen davon, dass ich eine solch umfangreiche Sanierung niemals einem Mieter überlassen würde, wäre ich auch bei der von Dir vorgestellten Möglichkeit schon sehr darauf aus, zu erfahren, was genau geplant ist und ich würde darauf achten, dass auch tatsächlich alle Rohrleitungen, die unter den Fliesen verlaufen, erneuert werden. Schließlich würde ich auf eine optimale Vorbehandlung des Untergrunds für die Fliesen wert legen und auch darauf achten, dass die Fliesen fachmännisch in guter Qualität verlegt und verfugt werden.

Um das vorab einigermaßen feststellen zu können, ist der Kostenvoranschlag unabdingbar.

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Das wird ihn auf alle Fälle interessieren, weil er ja finanziell

"An den Kosten der Badmodernisierung beteiligen wir uns wie besprochen
mit sechs Nettokaltmieten, welche wir erst nach Abschluss aller Arbeiten
nach ca. 4 Wochen und Abnahme dieser durch die Hausverwaltung, Ihrem
Mietkonto gutgeschrieben werden."

Dann solltest du schon mit offenen Karten spielen und dem Vermieter den Kostenvoranschlag zeigen und alles weitere mit ihm besprechen.

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Selbstverständlich darf er Kostenvoranschlag und Rechnung verlangen. Er beteiligt sich schließlich in Form eines Mieterlasses daran. Außerdem kann er die Arbeiten steuerlich absetzen. Und er kann daran ersehen, dass die Arbeiten vollständig und von einem Fachmann ausgeführt wurden und du die Fliesen nicht selbst mit Uhu an die Wand gepappt hast.

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Der Knackpunkt wird wohl, die Abnahme durch die Hausverwaltung, werden. Wenn die mit der Arbeit zufrieden sind, also fachgerecht ausgeführt, dürfte der Vereinbarung wohl nichts im Wege stehen, ist das nicht so, wird es wohl Abstriche geben oder man verlangt sogar, das fachgerecht nach gebessert wird. Eine Rechnung wird er auf jeden Fall sehen wollen.

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Ich selbst hatte eine Eigentumswohnung. Wenn ich für Kosten aufkam, z.B. haben sich die neuen Mieter auch selbst mal das Bad gefliest und ich habe mich auch daran beteiligt, habe ich die Kopien bekommen fürs Material und dieses bezahlt. Die haben praktisch die Arbeit geleistet.

Also ich kann mir gut vorstellen, das er diverse Rechnungen bzw. Kostenvoranschläge sehen will.

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ohne rechnung wird dein vermieter das wohl nicht machen. er braucht die handwerkerrechnung um diese steuerlich geltend zu machen.

nebenbei: das bad ist baufällig (wenn fliesen abfallen) und er will dir die miete erhöhen wenn er es saniert? lies dich hier mal ein, eventuell hilft dir das: http://www.mietrecht.org/modernisierung/modernisierung-bad/

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Kommentar von Jti1234
08.04.2016, 09:52

Nein, dadurch das alles komplett neu gemacht wird kann er es als modernisierende Instandhaltung durchführen und dann dürfte er erhöhen.  Und wenn er das mit der Miete verrechnet kann er es doch gar nicht steuerlich absetzen oder? Müsste er das nicht erwähnen dass er eine Rechnung haben möchte. Es steht ja noch nciht mal drin, dass ich ihm das Angebot vorlegen soll Geschweige denn dass es fachlich durchgeführt werden muss. Nur das ich es übernehme und er sich beteiligt.

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Ja, natürlich will er eine Rechnung sehen. Sie ist für ihn Beleg und Dokumentation der sach- und fachgerechten Arbeitsausführung sowie Garantie. Zudem steuerlich absetzbar.

Schwarzarbeit werden Dir Verwaltung und Vermieter ganz sicher nicht abnehmen. 

Bei dieser umfassenden Sanierung würde ich als Mieter nichts tun, sondern den Vermieter eine Fachfirma seiner Wahl beauftragen lassen. 

Er kann ja nicht die vollen Sanierungskosten auf Deine Miete umlegen, sondern muss sowieso erforderliche Instandhaltungs- u. Instandsetzungsarbeiten abziehen (Erneuerung Rohrleitung, Rep. Fliesenbelag etc.).

Eine Mieterhöhung wg. Modernisierung muss den Bestimmungen des § 559 BGB folgen - da kann und muss er Dir dann alles aufschlüsseln.

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Kommentar von Mignon3
08.04.2016, 09:59

Zudem steuerlich absetzbar

Für den Vermieter wäre die Rechnung nur dann steuerlich absetzbar, wenn er Rechnungsempfänger wäre. Da der Fragesteller jedoch Auftraggeber ist, wird die Rechnung auf seinen Namen ausgestellt sein, so dass der Vermieter sie steuerlich nicht verwerten kann.

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so wie ich es sehe möchte er nicht nur den Kostenvoranschlag sondern auch, nach beendeter Arbeit eine detaillierte Rechnung. Die Handwerkerkosten kann er dann ja auch in der Steuererklärung angeben und spart somit etwas Geld.

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Kommentar von Mignon3
08.04.2016, 09:57

Wenn der Vermieter die Modernisierungskosten von den Steuern absetzen will, muß die Handwerkerrechnung auf seinen Namen sein. Wenn aber die Rechnung auf den Namen des Fragestellers, der ja Auftraggeber wäre, ausgestellt wurde, kann der Vermieter nichts von den Steuern absetzen.

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Es ist dir klar, dass du das gesamte Kostenrisiko der Baderneuerung trägst?

Stelle dir mal vor, es werden - gerade bei der Rohr-/Leitungsverlegung - hinter den Fliesen Mängel gefunden, die im Augenblick gar nicht ersichtlich sind. Die mußt du in unbegrenzter Höhe bezahlen. Tust du das nicht, nimmt der Vermieter das Bad nicht ab. Ihm hingegen kann es völlig gleichgültig sein, wie teuer die Modernisierung letztendlich wird. Er trägt nur einen schon jetzt definierten Kostenanteil von 6 Monatsmieten (€ 3.200).

Gerade bei Altbauten - ich nehme an, dass es sich um einen solchen handelt, wenn eine Badmodernisierung ansteht - gibt es immer unvorhersehbare Risiken (meistens in den Wänden, hinter dem Putz versteckt), die richtig ins Geld gehen können.

Außerdem hast du bisher nur den Kostenvoranschlag deines Vermieters. Er könnte die Installationsfirma gebeten haben, ein niedriges Angebot zu machen, um dir die 50:50-Lösung schmackhaft zu machen und selbst gu dabei wegzukommen. Darauf würde ich mich an deiner Stelle nicht verlassen. Man holt immer mehrere Angebote ein!

Ein zusätzliches Risiko ergibt sich daraus, dass du die Arbeiten offensichtlich ohne Rechnung (= Schwarzarbeit) von deinem Bekannten durchführen lassen willst, wenn ich es richtig verstanden haben. Das ist nicht nur illegal, sondern du hast auch keine Handwerkerfirma, die du haftbar machen könntest, wenn die Arbeiten nicht sach- und fachgerecht durchgeführt wurden. Du haftest also auch noch für deinen Bekannten.

Du begibst dich auf "sehr glattes Glatteis".

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natürlich braucht der vermieter einen beleg , wofür er sechs mieten erläßt .

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Na überweisen tut er nichts. Wir schließen ja jetzt eine Vereinbarung ab, dass er sich mit 6 Nettokaltmieten beteiligt.

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Kommentar von Orimanin
08.04.2016, 09:45

Aso sorry hatte das letzte nur überflogen und konto gelesen :'D hauptsache meinen senf mal dazugegeben haha sorry ;) 

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Muss er ja wenn er dir seinen Anteil überweisen soll :'D

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