Wieso zieht man heute freiwillig in den Krieg, durch Bundeswehr, US-Army oder andere Institutionen?

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5 Antworten

Vor 15 Jahren haben Leute ein Abi gemacht die einen IQ von über 110 hatten. Heute frage ich mich ob manche einen zweistelligen IQ haben.

Wenn du dir nicht vorstellen kannst Soldat zu werden ist das dein Problem. Ach und gleich vornweg, Rechtschreibfehler sind nicht nur ein Vorrecht der Broschüren der Bundeswehr. ;)

Zum Thema Krieg. Die Bundeswehr ist derzeit in keinem Krieg. Sie ist eine Parlamentsarmee. Sie geht nur in den Einsatz wenn der Bundestag das beschließt. Also die Parlamentarier die von der Bevölkerung gewählt wurden. Das kann man blöd finden, das ist aber eben die Demokratie.

Was deine Mitschüler für Beweggründe haben zur Bundeswehr zu gehen kann ich nicht einschätzen. Wer die Idee hat dort rum zu schießen ist jedenfalls bei der Bundeswehr an der falschen Adresse. Solche Leute fallen spätestens beim psychologischen Test durch. Siehe Foto unten.

Die Bundeswehr sucht Fachleute die im Leben stehen und wissen was sie tun. Ohne Bekenntnis zur freiheitliche demokratische Grundordnung wird man heute kein Soldat.

Leider ist es heute so das manche Schulen die Schüler von der Armee weg halten wollen. Die Bundeswehr dar an viel Schulen nicht mehr kommen. Toll wenn der mündige Bürger sich nicht mal mehr seine eigene Meinung machen darf. Da wird es natürlich schwer sich unvoreingenommen ein Bild zu machen.

Zum Glück gibt es noch Bücher. Lese dir mal das Buch "Vier Tage im November" von Johannes Clair durch. Er hat auch einen eigen Youtube-Kanal in dem er einige Vorträge hat. Auch interessant ist von Gregor Weber "Krieg ist nur vorne ScheiXe, hinten geht’s!"

Ich kenne einige Soldaten die in Afghanistan gewesen sind. Das ist das härteste was dir im Leben passieren kann. Wenn du dort aber erlebst das die Kinder das erste mal wieder in Ruhe leben können, sie vorher nur Krieg erlebt haben. Dann kannst du dir immer noch die Frage stellen ob der Einsatz Sinn macht.

Auf dem Balkan ist Frieden eingekehrt. In Mali wird wieder eine Ordnung geschaffen. Fahre in die Länder und schau dir vor Ort an ob es Sinn macht das die Bundeswehr dort im Einsatz ist. Ich vermut das du dann anders drüber denkst.

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zetra 04.08.2017, 08:48

Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt !

Dieser unueberlegte Spruch eines Parlaments-Abgeordneten gibst du hier unbewusst wieder.

Jahrelanger Krieg, bis jetzt. Ueber 5o tote BW-Soldaten, was hat sich gebessert in diesem gebeuteltem Land, nichts.

Also Vorsicht mit solchen Vergleichen. Mali, hier ist auch ein PR-Geck zu gange. Die Ordnung wieder herstellen? Welche Ordnung schwebt dir denn so vor.

Wenn du bei der Werbeabteilung der BW sitzt, dann lesen diese Berichte auch Buerger, die solche Abschweifungen skeptisch hinterfragen und das ist gut so.

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GhostOA 04.08.2017, 14:08
@zetra

Afghanistan ist kein Einsatz von 15 Jahren, Afghanistan hätte noch 30 Jahre gehen müssen und es wären sicherlich noch einige Soldaten gefallen.

Übrigens, die 52 toten Soldaten sind nicht alles in Gefechten gestorbene Soldaten. 34 durch Fremdwirkung, der Rest durch andere Umstände. Rechnen wir das mal auf die knapp 15 Jahre sind das etwas mehr als 2 Soldaten pro Jahr. Ungefähr genau so viele Polizisten sterben in Deutschland pro Jahr. In einem Bericht aus dem Jahr 2002 steht sogar, dass in 30 Jahren 118 Polizisten im Dienst getötet wurden (ca. 3,9 pro Jahr). (http://www.rp-online.de/politik/studie-gewalt-gegen-polizisten-waechst-aid-1.474619)

Man kann nur schwer sagen wie etwas ohne Einsatz gekommen wäre. Was man aber machen kann ist es zu versuchen, man kann und sollte versuchen anderen Menschen weltweit zu helfen. Manchmal muss man dafür auch zur Waffe greifen.

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Zuerstmal ziehst du nicht durch eine Armee in den Krieg, du ziehst mit einer Armee in den Krieg.

Ich kann dir nicht sagen was für jeden die Beweggründe sind, dass muss jeder selbst entscheiden. Ich kann dir aber meine Gründe geben.

  1. Ich war schon immer fasziniert von militärischer Technik.Grundsätzlich hatte ich schon von relativ klein auf ein Interesse an Militär und Technik. Das hat sich bis heute kaum geändert. Ich bin immer noch fasziniert wenn ich vor oder in einer Panzerhaubitze bin. Ich höre gerne das Geräusch eines fahrenden Panzers, sehe gerne wie ein Fennek durchs Gelände fährt und der Abschuss von Gewehren, Pistolen und Maschinengewehren zaubert immer noch ein kleines Lächeln in mein Gesicht.
  2. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.Man kämpft ja nicht weil man das vor sich hasst, sondern weil man das was hinter einem ist liebt. Ich bin deshalb gerne bereit mein Leben und meine Lebensqualität dafür zu riskieren, dass die die ich liebe und gern habe (natürlich auch alle anderen in Deutschland/Europa) in Frieden, Sicherheit und Stabilität leben können.
  3. Man kann entweder helfen oder sich Abends auf der Couch ansehen wie ein Land vor die Hunde geht.Ja, die Politik entscheidet viel. Vieles in großem Unwissen. Aber dort wo die Bundeswehr hilft, wird sie oft gern gesehen. In Afrika und im Nahen Osten ist man froh, dass deutsche Soldaten helfen. Schon als Ausbilder leisten Soldaten viel um in einem Land Sicherhiet und Stabilität zu erzielen.
  4. Warum sollen immer andere den Kopf hin halten?
  5. "Wir wussten, dass die Welt nicht vollkommen ist und dass
    es Menschen braucht die sagen „Ich dien!“. Und dass es nicht mit einem
    Gehalt getan ist, sondern Einsichten, die denen gegeben sind, die andere
    Dinge im Herzen und im Kopf haben, als das Offensichtliche und Banale. (...) Wir hatten Deutschland im Herz - und im Kopf was wir aus seiner Geschichte wissen mussten, um bewusst zu leben."
    Generalmajor Trull
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Ich bin 16 und gehe in einem Jahr höchstwahrscheinlich zur BW. Klar man muss auch schon bisschen dafür interessieren, wenn man sowas machen will, z.B. interessiere ich mich sehr für die Bundeswehr.
Jeder hat seine Gründe, z.B dient man seinem Vaterland und erlebt Kameradschaft, man hat auch die Möglichkeiten sich weiterzubilden.
Wenn ich in ein Kriegsgebiet gesickt werde und dort sterbe, sterbe ich in Erfüllung meiner Pflicht und ich könnte genau so gut irgendwo angefahren werden und sterben oder bei einem Anschlag in Deutschland getötet werden. In einem Einsatz ist die Gefahr zwar größer aber ich hoffe du weißt was ich mein.
Ich bin eigentlich ein fauler Menschen, aber mit dem Ziel zur BW zu gehen, hab ich angefangen zu joggen, sport zu machen und gehe bald in einen Schützenverein.
Klar manche gehen auch hin, weil sie nix anderes finden, wie ein freund von mir. Er ist jetzt stolzer Soldat und sagt es war seine beste Entscheidung zum Bund zu gehen.

Ich denke jeder hat so seine eigenen Gründe, meine Gründe sind mir auch nicht so bewusst, es ist einfach der drang etwas zu erleben und etwas erreicht zu haben.
Ich sterbe lieber in erfüllung meiner Pflicht als ein langweiliges leben mit einem job zu haben, der mir überhaupt kein Spaß macht und ich mich jeden morgen aus dem Bett quälen muss.

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Nicht zur Bundeswehr zu gehen, ist kein Beweis für intellektuelle Überlegenheit. Deine Mitschüler sind auch fast mit dem Abitur fertig? Und wissen nicht, was sie danach tun sollen? Das spricht nicht gerade für die Schüler, mit denen du dich umgibst.

Wer (länger) zur Bundeswehr geht, der steht für sein Land und für seine Grundwerte ein. Was wäre dein Beitrag dafür? Du bist im tiefsten Frieden wohlbehütet aufgewachsen, der Frieden im Land ermöglicht dir, Abitur zu machen und zu studieren, und danach das zu machen, wozu du Lust hast. Was denkst du, war der Garant dafür? Wer steht und stand dafür da, dass niemand denken konnte, Deutschland mit all seiner Technologie könne man sich schnell und gefahrlos einverleiben?

Denkst du, die Menschen auf der Krim hätten sich nicht eine wehrhafte (-re) Armee gewünscht mit starken Partnern?

Einer meiner besten Freunde wurde letzte Woche in Mali bei einem Hubschrauberabsturz getötet. Nächsten Samstag bin ich bei seiner Beisetzung. Extra dafür werde ich meine alte Uniform anziehen, die seit 11 Jahren im Schrank hängt. Er hat den höchsten anzunehmenden Preis für seine Ideale und seinen Willen, seinem Land zu dienen bezahlt. Bist du auch zu einem solchen Opfer bereit? Oder ist es dir lieber, bequem, durch Menschen wie meinen guten Kameraden beschützt, alt zu werden?

Mir kommt bei solchen Texten wie deinem regelmäßig das Essen hoch.

Was würdest du wohl sagen, wenn dich das KSK aus deinem Urlaubsort evakuiert, in dem während deines Urlaubs ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist?

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Carney 04.08.2017, 18:23

Ich bedaure deinen Verlust und spreche dir mein aufrichtiges Mitgefühl aus.

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liesl1303 05.08.2017, 12:59

Sechs meiner Kameraden sind gefallen. Wie Carney, bedauere ich deinen Verlust.

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Es ist Abenteuerlust, Unwissenheit und Dummheit.

Diese Komponenten treffen auf Leute mit dem niedrigsten IQ-Wert zuallererst zu.

Sie Traeumen von ihren Vorbildern der Computerspiele und nehmen (noch nicht) wahr, dass die Wirklichkeit einen Zahn haerter sein kann.

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Nomex64 04.08.2017, 18:17

Klar ist ein Abi heute lange nicht mehr so viel wert wie früher. Abiturienten aber einen niedrigen IQ zu unterstellen ist schon mehr als Hanebüchen. 

So richtig ist dir das Begreifen von Zusammenhängen aber auch nicht gegeben. Da hat Dunning-Kruger aber mal so richtig zugeschlagen.

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zetra 04.08.2017, 18:52
@Nomex64

Hier hat niemand zugeschlagen, es ist nicht mehr zeitgemaess mit einer Verherrlichung von Kriegsdiensten hier aufzuwarten.

Niemals wuerde ich ein Abitur abwerten, wenn du hier falsche Faehrten legen willst, dann musst du dir andere User dafuer aussuchen. Wenn sich hier einer getroffen fuehlt, soll er sich melden, dann koennte ueber das Geschaeft der Soldaten (zu allen Zeiten) diskutiert werden.

Zusammenhaenge nicht begreifen? Man, ich habe hier eine Reihe von Aussagen getroffen, einmal aus eigener Lebens-Erfahrung und zum anderen aus der Logik der Sache heraus.

Wenn du hier aus einem Werbebuero der Bundeswehr heraus deine Ansicht darlegst, dann finde ich das als eine Aussage, die bezahlt wird, meine Einlassungen sind privater Natur und ich lasse sie nicht durch solche Leute, die Soldaten werben, nach unten ziehen. Komprende?  

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