Wieso war einst Jazz so beliebt und mittlerweile nicht mehr so sehr?

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5 Antworten

Definiere "Jazz"  :-)

Das Problem: Jazz ist eine sehr schwer zu fassende Musikrichtung. Von Swing, leicht hör- und auch tanzbar bis zu Ronald Shannon Jackson, dessen Schlagzeugspiel schon ziemlich anspruchsvoll ist. Vom getragenen Saxophon Jan Garbareks und seinen Experimenten mit alter Vokalmusik (zusammen mit dem Hilliard Ensemble) bis hin zu Funky Jazz eines Nils Landgren. 

Die Bandbreite geht von "Nebenher-Jazz" bis zu sehr anspruchsvoller Musik, bei der man mit der vollen Aufmerksamkeit dabei sein muss, von Big Band (United Jazz & Rock Orchestra - leider nicht mehr existent oder Klaus Doldinger's Passport) bis zu kammermusikalischen Trio-Konzepten (Tingvall Trio, Esbjörn Svensson Trio). Von Kombinationen Jazz und Weltmusik (z.B. Hadouk Quartet) bis hin zu... Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt

Anspruchsvollere Musik, egal welcher Stilrichtung, wird wohl immer eher kleinere Publikumsgruppen ansprechen.

Interessant, dass die Statistik gerade wieder einen klitzekleinen Aufschwung zu zeigen scheint:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171220/umfrage/interesse-an-jazz/

Und weil die Bandbreite so groß ist, kannst Du vermutlich auch nicht mit 100% Gewissheit sagen, dass Du Jazz insgesamt "verabscheust". Vielleicht einfach noch nicht das richtige gehört.

Ich persönlich mag keine Opern (jedenfalls die meisten). Daraus zu schließen, dass ich klassische Musik generell schlimm finde, wäre falsch. Alte Musik, Barock und auch noch einiges aus der Romantik liebe ich sehr. 

Ich lebe in der Gegend von Stuttgart. Wir haben hier z.B. das Theaterhaus Jazz-Festival (international renommiert). Alles immer grundsätzlich ausverkauft, meist lange zuvor. 

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Ich denke, das Grundproblem ist, dass Jazz nicht gleich Jazz ist. Auch innerhalb des Jazz gibt es verschiedene Strömungen. Persönlich finde ich älteren Jazz recht angenehm, kann aber mit moderneren Sachen nichts anfangen.

Es ist natürlich auch eine Frage der persönlichen Prägung und Entwicklung. In seinen Anfängen war Jazz neu und aufregend, heute gibt es unendlich viele Musikrichtungen.

Hier musste ich doch schmunzeln:

Soll heißen das sich der Musikgeschmack nach dem was gerade "in" ist anpasst? 

Schau dir mal die Charts an. Die meisten Menschen entwickeln bestenfalls in einem gewissen Rahmen einen eigenständigen Musikgeschmack. Es wird gehört, was greifbar ist, was sich vielleicht auch ein Stück weit aufnötigt. Wären Menschen völlig frei in der Entwicklung ihres Musikgeschmacks, gäbe es eine viel breitere Streuung. Dazu kommt natürlich auch, dass so manche Musik deutlich "leichter" und massenverträglicher ist als andere und schlicht mit mehreren Geschmäckern kompatibel ist.

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Der Wandel der Zeit. In den 1940ern gab es die Bebop Generation, in den 50ern die Rockn Roller, usw.

Es hängt damit zusammen was modern und angesagt ist. Ich glaube heutzutage ist Jazz nicht so beliebt, da es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt Klänge zu inszenieren. 

Die Klassischen Instrumente waren damals die einzige Möglichkeit zu musizieren, heutzutage gibt es die elektronischen Klänge, die sich mittlerweile größerer Beliebtheit erfreuen.

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Das ist so wie heute eben Pop, es war eben sehr moderne Musik, besonders in Amerika. Ganz davor war die klassische Musik mal modern und jetzt ist es eben Popmusik. Das verändert sich immer so ein bisschen, mal sehen, vielleicht erlebt der Jazz ja wieder einen Aufschwung.

Zu Jazz kann man auch sehr gut tanzen, was sehr viele getan haben. Zudem macht es gute Laune und kann aber trotzdem auch nur so nebenher gehört werden.

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Kommentar von Mediquestr
16.01.2017, 17:49

Soll heißen das sich der Musikgeschmack nach dem was gerade "in" ist anpasst? 

Gibt es bestimmte Jezz Stücke die hörenswert sind? 

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Jazz war revolutionär und Auflehnung. Jetzt ist Jazz intellektuell.

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