Wieso produzieren Textil Firmen in zu vielen Ländern?

7 Antworten

Eine Firma, die ein Shirt produziert, bleibt durch diese Art der Produktion sehr unabhängig.Man ist flexibler, wenn man Aufträge an Fremdfirmen vergeben kann, anstatt alles selbst zu machen.

Puma könnte natürlich auch seine eigene Baumwolle herstellen, seine eigene Schneiderfabrik betreiben und mit seinen eigenen Transportschiffen die Welt beliefern.Warum aber nicht die Aufträge einfach an spezialisierte Fremdunternehmen abgeben und den Markt ausnutzen? So muss man sich nicht mit Streiks, Arbeiter-Löhnen oder Steuergesetzen auseinandersetzen.

In der Autoindustrie ist es doch genauso.Eine Firma stellt normalerweise ausschließlich ein Autoteil her und beliefert damit dann die großen Konzerne weltweit.Solche Unternehmen sind durch ihre Spezialisierung so gut und preiswert geworden, dass es für Konzerne günstiger ist dort einzukaufen.

Qulifiziertes Personal spielt natürlich auch noch eine Rolle.

Da unterliegst du aber einem gewaltigen Irrtum! Nicht Flexibilität, sondern Rentabilität ist das ausschlaggebende Kriterium.Profit ist die heilige Kuh des Kapitalismus. Nur wenn man Geld verdienen kann, wird er aktiv.

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Der Transport um die halbe Welt ist billiger als die Herstellung in Bangladesch.

Das sagt etwas über die Löhne hier und dort aus, findest Du nicht auch?

Weil die Kunden in Deutschland und Europa den ganzen Kram so billig wie möglich haben wollen. Da geht es um 10tel Cent pro Stück aber zu Zigtausend Stück. Das bleibt in der Beschaffungs- und Produktionskette auch je nach Weltmarktpreislage nicht immer gleich. Da gibt es Firmen, die darauf spezialisiert sind, von den unterschiedlichsten Märkten die günstigste Kombination zusammenzustellen. Deren Mitarbeiter sind Weltreisende.

Wegen des Profites! Es ist allemal billiger die Rohstoffe und Waren über alle Ozeane zu schippern, weil Die Arbeiter in diesen Ländern so schlecht bezahlt werden können, das die Art der Produktion für die Konzerne immer noch lukrativer ist, als für diese Arbeit deutsche Arbeiter zu bezahlen.

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@verreisterNutzer

Marxistischer Quatsch. Wenn die Kunden sich nach den günstigsten Preisen entscheiden, ist der, der in Deutschland produziert, der höheren Kosten wegen weg vom Fenster. War doch in der DDR genauso. Wegen der dringend benötigten Devisen haben ganze Firmen unter Kostenniveau ihre Produkte an den Westen verschleudert. Das war nur eine andere Art von "Ausbeutung".

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@berkersheim

Dein DDR-Beispiel passt doch haargenau. IKEA, Neckermann, Quelle und CO. haben doch nur deshalb in der DDR produzieren lassen, weil da die größten Gewinnraten erwartet haben. das ist kein marxistischer Quatsch, eher kapitalistische Realität.

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Weil der Konzern der die T-Shirts produzieren lässt überhaupt keine Fabriken besitzt sondern nur Aufträge an Subunternehmen vergibt. Und diese können je nach Arbeitsschritt regional so unterschiedlich teuer sein das sich ein Transport von Asien nach Afrika dafür lohnt.

Wenn Du bei einem kleinen Fischladen an der Nordseeküste frisch gepulte Krabben kaufst, dann waren diese Krabben zwischenzeitlich schon in Marokko, wo sie ausgepult wurden.

Also: billiger, die Krabben dorthin zu karren und wieder zurück anstatt sie dort vor Ort pulen zu lassen.

Kann man sich kaum vorstellen, ist aber - wie Amorette schon völlig korrekt schreibt - lediglich die Geschichte mit dem Arbeitslohn.

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