Wieso mag Großbritannien die EU nicht?

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5 Antworten

Weil sie glauben, ihre Insel läge vor Amerika.

Diese schrullige Antwort gibt das Selbstverständnis der Engländer wider (die Schotten und die Waliser sind anders).

Ohne Edward Heath wäre England nie eingetreten, und sie haben sich auch nie wohl gefühlt. Sie habe aus der Geschichte unterschwellige Aversionen gegen die Franzosen und noch viel mehr gegen die Deutschen. Und sie sehen, wie die beiden genannten Staaten die Europäische Union dominieren und sie einfach draußen vor stehen lassen.



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Kommentar von Genoraldix
25.06.2016, 23:55

So ist es. Das sind die wahren Gründe für die mehr als laue Mitgliedschaft und schließlich für den Brexit, die sich durch finanzielle Vorteile nicht aufwiegen ließen. ABER - hatten sie denn finanzielle Vorteile? Ich habe hier gelesen, sie hätten mehr eingezahlt als rausbekommen.

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Die Engländer wollen sich von Brüssel und der Merkel nicht gängeln lassen. In Brüssel werden Dinge entschieden, die oft sinnlos oder falsch sind, doch dann als nationales Recht umgesetzt werden müssen. Man muss sich nur mal diesen bürokratischen Beamtenkompf in Brüssel anschauen, der beschäftigt werden muss. Schauen wir uns nur mal diesen Schwachsinn mit den Glühlampen an, nur um ein Beispiel zu nennen. Bei vielen Engländern ist immer noch das Commenwealth of Nations in den Köpfen verankert, als ehemalige Weltmacht. England ist aus historischen Gründen nicht unbedingt ein Freund Deutschlands und aus diesem Land kommt eine, die als Weltstaatskanzlerin auftritt und Vorschriften machen möchte. Ob dieEngländer tatasächlich mittels Abstimmung aus der EU austreten, ist noch nicht sicher. Die Welt wird ohne England auch weiter existieren. Das Konstrukt EU ist ohnehin am bröckeln. Ungarn,Polen sind Kandidaten die sich in Richtung Russland orientieren.  Das Gezerre mit Griechenland ist zudem ein schlechtes Beispiel, welches der EU schadet. Dass die Engländer ihre eigene Währung behalten hat gute Gründe. Die können ihr Geld je nach Wirtschaftslage auf.-oder abwerten, was mit dem Euro nicht möglich ist. Das ist zudem auch der grosse Nachteil des Euros. In diese Mühle wollen sich die Engländer nicht begeben und denken eben an einen Austritt aus der EU. Ich finde das als eine gute Entscheidung. Hätten wir heute noch die DM, wäre uns das ganze Gezedere mit Griechenland erspart geblieben. Alle EU Länder zahlen nach Brüssel. Deutschland ist Hauptzahler. Die Engländer holen weniger aus der Brüsseler Kasse als sie einzahlen. Den grössten Raibach macht Polen, das viel mehr Geld aus Brüssel bekommt, als es einzahlt.Ein vereinigtes Europa, wie sich die Merkel das vorstellt, wird es nicht geben. Denn da müssten alle beteiligten Länder den grössten Teil ihrer Eigenständigkeit aufgeben und sich dem Diktat Brüssels unterwerfen. Dazu sind die Länder nicht bereit .

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Grossbritannien möchte alle möglichen Sonderwünsche erfüllt haben, Mitspracherecht in der Eurozone, obwohl sie der ja nicht angehören. Grossbritannien hält sich für was Besonderes.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/david-cameron-und-die-eu-gernegrossbritannien-a-1078302.html

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Kommentar von Genoraldix
25.06.2016, 23:59

Das ist Grossbritannien auch, aufgrund seiner Geschichte als ehemaliges Empire.

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Liebe(r) Riddick,

für uns in Deutschland ist es etwas schwer zu verstehen, warum die Menschen in Großbritannien so kritisch mit der Europäischen Union sind.

In Großbritannien fühlen sich die Menschen von den Entscheidungen der "Brüsseler Bürokratie" gegängelt. Briten finden es besser, wenn sie und / oder ihr Parlament über britische Dinge entscheiden - und nicht eine sog. Kommission in Brüssel.

Deshalb hatte die Regierung Großbritanniens bei der EU vorgetragen, ob die folgenden Punkte nicht doch verbessert werden könnten. Denn diese waren und sind die sog. "Juckepunkte", an denen sich viele Briten reiben.

Wettbewerbsfähigkeit. Hier denken viele in Großbritannien, dass viele EU-Verordnungen die Wirtschaft Englands behindern und die Wirtschaft nicht das erreichen kann, was ohne die übermäßig große Zahl von EU-Verordnungen möglich wäre.

Transparenz. Hier denken viele in England, dass die Wege der EU-Gesetzgebung für sie nicht durchschaubar sind. Insbesondere ärgern
sich viele britische Bürger darüber, dass sie nach ihrer Meinung von „europäischen" Gesetzen reguliert werden. Da sind viele Gefühle im Spiel.

Bürokratieabbau. Auch hier vermuten die Briten, dass es ohne EU-Verordnungen leichter wäre, Geschäfte zu betreiben.

Mehr dazu weiter unten in meiner Antwort.

Immer wieder wird gefragt, warum die britische Premierminister „aus der EU austreten wolle?“.

Der britische Premiermister möchte allerdings ganz und gar nicht, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt. Er hat vor zwei Jahren aber einigen einflussreichen Mitgliedern seiner Tory-Partei die Zusage gegeben, über den EU-Verbleib seines Landes eine Volksabstimmung
durchzuführen.

Diese Zusage gab er damals, um die "Brexit-Befürworter" erst einmal "zu beruhigen". Am 23. Juni werden die Bewohner Großbritanniens abstimmen, nachdem Cameron in den letzten Tagen vier "Verbesserungen" für die EU-Mitgliedschaft vereinbaren konnte.

Auf dem von Ihnen erwähnten EU-Gipfel hat Großbritannien nun mit den anderen EU-Staaten vereinbart, dass die EU etwas reformiert wird. Und die EU-Staaten haben zugesagt, dass Großbritannien an sog. „EU-Wanderarbeiter“ zwar weiterhin Kindergeld zahlen muss (auch dann, wenn
deren Kinder gar nicht in Großbritannien leben), aber diese Zahlungen setzen
erst dann ein, wenn ein „EU-Wanderarbeiter“ einen längeren Zeitraum in
Großbritannien gearbeitet hat. Auf diesen Punkt kam es dem britischen Premierminister Cameron besonders an. Mit Flüchtlingen hat dies Thema „Sozialleistungen von nicht in Großbritannien lebenden Angehörigen“ nichts zu tun.

Es gab  noch drei weitere Punkte, die die britische Regierung geändert haben wollte:

Es solle keine „feindliche“ EU-Gesetzgebung zwischen den Staaten mit EURO-Geld geben, die sich auf die britische Währung Pfund und auf den  Finanzplatz London auswirken könne.

Es solle keine Verpflichtung geben, dass Großbritannien nach und nach in einen Europäische Unionsstaat aufgehen und seine eigene Gesetzgebung und die Souveränität seines Parlaments einer „EU-Gesetzgebung ohne nationale Souveränität“ aufzugeben hätte.

Es solle endlich aufhören mit einer unsinnigen EU-Bürokratie und einer Gängelung der Menschen durch EU-Verordnungen. Stichwort: Regelung, welchen Krümmungsgrad Bananen haben müssen. Mit derartigem Unfug solle Schluss ein.

Nun sieht es tatsächlich so aus, dass viele anderen Staatschefs das so ähnlich, wie Cameron, sahen. Auch unsere Bundeskanzlerin hat nach meinem Eindruck viel Verständnis für die Reformbestrebungen, die Cameron eingefordert hat. Und nun werden die britischen Bürger am 23. Juni darüber abstimmen, ob sie jetzt weiter in der EU bleiben sollten – oder eben nicht. Das ist wahre Demokratie.

Ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU würde den verbleibenden EU-Länder schwer schaden. Nicht nur wirtschaftlich; sondern auch politisch. Denn Großbritannien ist ein politisches Schwergewicht in dieser Welt. Einen riesigen Schaden würde ein Ausscheiden Großbritanniens für das EU-Mitglied Irland bedeuten; denn mehr als die Hälfte der gesamten Exportkraft Irlands wird in Geschäften mit Großbritannien gemacht. Und zwar zollfrei; so wie es eben in der EU üblich ist.

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weil es in england , so wie in jedem anderen land auch rassisten gibt , und da england vor der wahl ist auszutreten ( und damit keine immigranten reinzulassen) oder drinnbleiben und immigranten reinzulassen ist . Viele aus england stimmen fuer die erste option , da sie finden das sie schon genug haben 

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