Wieso ist der Beruf "Pharmareferent" so unbeliebt und teilweise verpönt?

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4 Antworten

Der Beruf ist ,um es mal salopp auszudrücken, zu einem reinen Klinkenputzerjob geworden.

Zitat:

Leider wurde die Tätigkeit ohne Unterstützung der Gesetzgeber zu einem reinen "Marketinginstrument". Die Gesetzgeber haben die Chance verpasst, diesen Beruf und die Tätigkeit zum (gesundheitsökonomischen) Nutzen der Gesellschaft zu schützen bzw. zu unterstützen.

Heute werden nur noch aus Sicht der Pharmaindustrie "lukrative" Praxen besucht und informiert(beworben). Der Pharmaberater/Pharmareferent ist auf die Aussagen und Unterlagen seines Arbeitgebers angewiesen. Parallel kann und sollte er sich im Sinne des Wahrheitsgebotes über Marketingaussagen und -Unterlagen aus anderen Quellen informieren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmareferent

Darin geht auch hervor, dass sich Ärzte und Therapeuten nicht mehr ausschließlich auf die Beratung der Referenten verlassen.

Der Dienstwagen und das hohe Gehalt haben eben auch seinen Preis.

Es sind Vorgaben zu erfüllen, Ziele zu erreichen.Die zu erfüllen nicht gerade einfach sind.

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... und laufen sich als "Treppenterrier" die Hacken ab. Nerven die Ärzte, die keine Zeit, keine Lust und oftmals auch kein Interesse haben, sich mit den neuesten Errungenschaften des Arzneimittelherstellers xyz zu beschäftigen.

Ein Job mit hohem Frustpotential

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Balaliu 11.12.2015, 11:39

Dass es ein Job mit hohem Frustpotential sein kann, sehe ich ja soweit ein. Aber wieso sollten Ärzte gegenüber innovativen und neuen Heilmitteln nicht aufgeschlossen sein? Für den Falle, dass ein Gespräch darüber zeitlich gerade reinpasst. Das verstehe ich nicht.

Den Vergleich mit Staubsaugervertretern, etc, wie er hier schon gebracht wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Bei der einen Sache geht es um die Gesundheit und Behandlungsmethoden kranker Menschen und bei der anderen Sache geht es nur um Elektrogeräte.

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muschmuschiii 11.12.2015, 12:16
@Balaliu

weil Ärzte mit einem brechendvollem Wartezimmer sich nicht noch die Zeit nehmen können und wollen für ein ausführliches Pharmaberatergespräch. Es passt garantiert nicht dann rein, wenn du gerade in die Praxis reinschneist. Du kannst ja waren, bis es passt ..... ggf. stundenlang.

In den Aussagen in deinem 2. Absatz werde ich das Gefühl nicht los, das du dich als eine Art "Heilsbringer" siehst. "Neue und innovative Heilmethoden" .... na ja ... in der Regel wird der 28. Aufguss eines leicht modifizierten Präparates angeboten ...auf das der Arzt nicht gerade wartet, denn der konnte seinen Job auch vorher schon machen, da er reichlich Alternativen hat.

A propos Staubsaugervertreter: wenn mein Staubsauger gerade kaputt gegangen ist, kann ich mich sogar über so einen Besuch freuen, aber ein Arzt ist auch ohne Pharmareferenten sehr wohl in der Lage, seinem Beruf auszuüben.

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Balaliu 12.12.2015, 11:34
@muschmuschiii

?

Wo hab ich gesagt, dass ich Pharmavertreter bin? Bin keiner. Also lass bitte die unsachlichen Unterstellungen.

Ich verurteile den Beruf lediglich nicht, im Gegensatz zu vielen meiner Bekannten. Daher wollte ich mir zusätzliche Meinungen dazu im Internet holen.

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muschmuschiii 12.12.2015, 13:58
@Balaliu

....dann entschuldige ich mich bei dir, dass ich dich für einen Pharmavertreter gehalten habe, aber deine Plädoyers für diesen Beruf wirkten auf mich wie die Rechtfertigungen eines frischgebackenen Pharmareferenten, der sich plötzlich mit der Realität auseinandersetzen muß.

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Negativ gesehen ist es  ein Vertreter für Pillen. Klinkenputzen, Leuten was andrehen. Das würde ich auch nicht gerne machen.

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Pharmareferenten sind quasi die Staubsaugervertreter, die Arztpraxen heimsuchen.

Es handelt sich um schlichte Handelsvertreter (wenn sie selbständig sind) oder um Außendienstmitarbeiter der Vertriebsabteilung eines Pharmaherstellers, wenn sie angestellt sind.

"Staubsaugervertreter" ist negativ besetzt, und "Pharmareferenten" bei Ärzten ebenso.

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