Wieso finden alle Mozart und Haydn besser als Beethoven?

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Hallo Alex247,

Deine Frage ist wirklich eine Ästhetikfrage bzw. Geschmacksfrage, aber keine Ratgeberfrage. GuteFrage.net ist aber eine Ratgeber-Plattform, also passt Deine Frage nicht wirklich in den Fokus hier.

Bitte achte also bei weiteren Fragen/Antworten auf den Ratgeber-Charakter.

Gruss, Ben vom GuteFrage.net Support

13 Antworten

Na ja. Bei Mozart bzw. Haydn endet ihre Musik genauso wie diese angefanget bzw. in der Mitte geklungen hat. Zwar super schöne Musik aber irgendiwe fast auf gleicher Linie wo man fast immer die Folge ahnt. Bei Beethoven im Gegenteil fängt die Musik meistens in ungleicher Art und Weise zu den Anderen Komponisten an wie es in Symph. 5 der Fall ist. Dann irgendwo in der Mitte ist die Musik plötzlich so leise, dass du denkst hier endet sie. Urplötzlich aber gibt es ein BigBang wo man aus dem Schlaf herausspringt. Dann ist da so was wie Moonlight Sonata, die im ersten Teil so einfach scheint.Dann das Mittlere Teil und im dritten Movement ist alles drin was man sich nur wünschen kann (Geschwindigkeit, höhe Töne und soviel Variation und vor allem Romantik). Schaut Euch bitte Monnlight Sonata ganz an und sieht dabei wie der Oianist bzw. Pianistin sich dabei bewegt besonders im dritten Movement. Für mich ist Beethoven wie Bruce Lee im Kung Foo war. Lee hat alle möglichen Arten der klassischen Musik ineinander gemischt und daraus etwas neuartiges erfunden. Er war so zu sagen Erfinder der POP-Heavy Metal-Klassik Komponist.

Es liegt an ihre Musik. Meine Klavierlehrerin sagte mir früher daß Mozart eine sehr feine Musik komponiert hat und daß seine Töne im Klavier wie Perlen gespiet werden müßen, mit einem besonderen Anschlag und gespielt in einem besonderen Tempo, eben in Mozartsche Kategorien. Einige Werke von Haydn erinnern an Mozart und umgekehrt. Die Werke von Haydn banspruchen für sich ebenfalls eine eigentümliche Interpretationsweise. Haydn hat u.a. ebenfalls sehr viele Klavierwerke komponiert. Seine Klavierstücke sind melödiös, fröhlich und vermitteln teils Freude, teils Wehmut. Sie müssen ebenfalls sorgfältig interpretiert werden, sonst spielt man kein Haydn. Die Werke von Beethoven jedoch haben eine einzigartige Ausdruckskraft finde ich. Entweder hat man den Nerv und die Sensibilität diese zu erfassen, oder aber man verliert sich in Einzelheiten, weshalb dies oder jenes Beethoven so oder so komponiert hat und nicht anders, u.s.w. Lezten Endes finde ich aber, daß die Aussagen eines früheren bekannten und hochangesehenen Musikers, während eines Streitgespräches mit einem Kollegen von ihm, wahrlich einen etwas absolutistischen aber doch zeitlosen Wahrheitsgehalt wiedergeben. Er sagte nämlich daß man ein großes Rindvieh sein müsste wenn man an der Musik von Beethoven etwas als nicht gelungen, bzw. falsch finden wollte. Man wird immer und ewig bei solch einer Betrachtung den kürzeren ziehen. Dem kann ich persönlich nur zustimmen.

Es simmt dass der Zugang zu Beethoven von vielen nicht gefunden wird im Gegensatz zu dem zu Haydn und Mozart. Das liegt aber nicht unbedingt am Geschmack oder der Ästhetik, sondern an der grundsätzlichen Rangehensweise Beethovens und dem Charakter seiner Musik: im Kern schlicht, in der Verarbeitung komplex und vielschichtig. Das braucht Zeit und innere Sammlung beim Hörer. Beethoven war außerdem nicht so sehr "Dienstleister" wie Haydn und Mozart die beide sehr im Zeichen ihrer Zeit komponierten. Beethoven brauchte oft Wochen um seine Werke reifen zu lassen und es war ihm zweitrangig, wie es beim Publikum ankam. Als Beethovens Werk entstand waren Mozart und Haydn schon tot oder steinalt, Beethoven komponierte in der Zeitenwende kurz vor der französischen Revolution, das war nach der großen Zeit der Monarchien und war bestimmt von einem Zeitgeist des entstehenden Individualismus, Romantik und Demokratie, geprägt von innerm Zweifel, Gerechtigkeitssinn und philosophischen Fragen nach dem Sinn des Lebens, anders als zu Zeiten der Musiker die bei "Hofe" angestellt waren. Beethoven war damals der bewunderte "Freak" der Wiener Gesellschaft, ein falsches Wort und er hat den Leuten den Rücken zugekehrt wie ein Miles Davis. Das hört und spürt man in seiner Musik, aber diese braucht Zuwendung und ist unbeliebt als Hintergrund beim Kochen oder Autofahren.

Deshalb finde ich diese Frage eine gute Ratgeberfrage und keine Ästhetikfrage.

Mozart hört man ja überall, da wird man ja hin erzogen, dass man den gut findet. Bei Beethoven denken alle nur an vier töne, ist doch klar, dass das keiner mag : ) Und Mozart war doch DAS Wunderkind. Ich persönlich mag Mozart UND Beethoven (Mozart aber nur die späten Kompositionen! Die kennt dann keiner mehr und alle hassen Mozart, weil er nur klimpert und es scheinbar keiner ernstzunehmende Musik ist... gibt es nämlich auch, solche Leute). Aber am liebsten mag ich Schubert... aber auch Satie, Mahler... hach, da gibt es soooo viele gute Komponisten!

Ich finde Beethoven besser. Aber dann gibt's noch Mahler. Und laß Dich mal erst auf Honegger ein - da geht die Post ab, sag ich Dir!

Na ja - und gibt es halt zu jedem "Thema" auch einen anderen Komponisten, von dem man schwärmen könnte. Denn auch jeder Komponist ist "Kind seiner Zeit". Und wenn der Lehrer halt auf Streichquartette steht...

mahler finde ich sch...aber ich kenne auch nur die kindertotenlieder

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@Alex247

Die 2. ("Auferstehung")

"Das Lied von der Erde" ist auch klasse.

Honegger: Pacific 231 - und von dem gibt es auch Streichquartette, die ich aber nicht kenne. Vermutlich nicht so "soft" wie die Musik von Mozart. Gibt's bei amazon, ist aber nicht billig. Könntest aber echt mal mit Deinem Lehrer diskutieren ;-)

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Das ist auch ein bißchen Massenwahn... Viele kennen kaum andere Komponisten, als da zu empfehlen wären: Mahler, Bruckner, Bruch, Schostakowitsch, Tschaikowski, Chopin, Smetana, Orff, Händel, Telemann, Bach... und so weiter.

es gibt noch viel mehr als die, die wirklich keine s... kennt. die, die du eben genannt hast kennen wenigstens noch die meisten

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Orff - den brauche ich nicht.

Aber sonst: jedes Ding hat seine Stunde, und es gibt eine Zeit für alles - eine Zeit für Haydn und eine Zeit für Mahler ;-)

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Das ist doch Geschmackssache. Ich höre mit vielen anderen Leuten, die wirklich was von Musik verstehen sehr gerne Beethoven.

Hayden und Mozart tönen heiterer als Beethoven. Ihre Musik spricht einem unmittelbar an. Geht man tiefer in die Materie, findet man auch bei Mozart ernste Symphonien (40, 41) und heitere Stücke bei Beethoven, z.B. seine deutschen Tänze.

Das ist reine Geschmacksache, ich für mein Teil mag Beethoven lieber!!!

Das stimmt so nicht. Es gibt sehr viele Beethoven- Liebhaber.

von den Musikern, die ich kenne findet keine Beethoven erwähnenswert

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@Alex247

Na gut, Karajan lebt nicht mehr, den kannst Du nicht mehr kennenlernen.

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Das ist reine Geschmackssache. Ich mag die Beatles auch lieber als Heino

stimmt doch gar nicht,wer behauptet so einen Schwachsinn?

das ist aus meiner erfahrung so

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weil der kein rocker war

ich finde, dass gerade er das war

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