Wieso darf man ein Fahrrad nicht auf den Kopf stellen? Es ist ein Mountainbike.

6 Antworten

Die Scheibenbremsen alter Konstruktion (z. B. Magura Gustav M ) sind offene System, d. h. der Ausgleichsbehälter ist nicht vollständig mit Flüssigkeit gefüllt. Luft kommt aber auch hier nur ins System wenn der Bremse bei liegendem oder auf dem Kopf stehenden Bike gezogen wird. Das Luftpolster wird hier gebraucht um das Nachfüllen der Flüssigkeit in das System bei zunehmendem Verschleiß zu ermöglichen. Bei den aktuellen Bremsen wird dieses durch ohne Luftpolster durch eine Membran erreicht.

Keine Bange, da wird nichts kaputtgehen, höchstens die Klingel könnte verkratzen, wenn du vergisst sie vorher nach unten zu drehen oder sonstige Kratzer an Schaltkomponenten.

Die alten offenen Bremssysteme werden garantiert nicht mehr am Baumarktrad verwendet, und selbst Shimano-Bremsen, die angeblich Luft im Ausgleichsbehälter haben (hab ich dort noch keine gesehen, hab aktuell hydraulische Shimanos dran und letzte Woche entlüftet), kann man problemlos auf den Kopf stellen, oder zusammenwickeln und in einen Karton tun, oder an einem Baum aufhängen und einen auf Tarzan machen. ^^

Der Verkäufer hatte das vermutlich irgendwann mal gehört und dann mal so gesagt, da du das Rad in einem Baumarkt und nicht in einem Fachgeschäft gekauft hast darfst du keine fachkundige Bedienung erwarten (im Fachgeschäft aber auch nicht immer ;D)

Ein Grund könnten hydraulische (Scheiben-)Bremsen sein. Wenn das Fahrrad umgedreht wird, gelangt Luft aus dem Ausgleichsbehälter im Bremsgriff in die Bremsleitung.

Anschließend muss die Bremse wieder ordnungsgemäß entlüftet werden, damit es zu keinen Problemen beim Bremsen kommt.

549 € ist vielleicht für Baumarktverhältnisse "teuer". Qualitativ ist das immer noch Einsteigerniveau.

Nein, das stimmt nicht, ich hab mein Bike schon oft auf den Kopf gestellt und musste danach nie die Bremsen entlüften...

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@downhillmaster
ich hab mein Bike schon oft auf den Kopf gestellt und musste danach nie die Bremsen entlüften

Geht mir auch so. Ich meine aber mich erinnern zu können, dass in der Anleitung meines MTBs mit AVID Juicy auch davon abgeraten wurde, das Rad umzudrehen.

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@RobertLiebling

Mein Trekker steht auch regelmäßig auf dem Kopf, alleine schon, wenn es mal wieder in einen 3 Türer ala Peugeot 106 verfrachtet werden muss (ergo beide Räder ab). Solange man den Hebel nicht bedient, wenn das Rad auf dem Kopf steht, solle es gar keine Probleme geben. Interessanterweise war bisher aber nicht einmal ein versehentliches betätigen auf dem Kopf nachteilig.

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@HubertusKW

Profi Fahrrad? hust Ich fahre selber professionell Downhill Rennen. Da bist du im Bereich von 7000Euro bis 11000 Euro. Das Baumarkt fahrrad ist Qulitativ eher schlecht, darum darf man es nicht umdrehen.

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@rx3750

Ich schätze, der Baumarktangestellte hat das 1. irgendwo gehört und wollte 2. damit sicherstellen, dass der Kunde nicht nach ein paar Tagen mit einer nicht funktionierenden Bremse wiederkommt, woraufhin ihm im Baumarkt niemand helfen könnte, weil spätestens bei einer anstehenden Reparatur alle Angestellen ahnungslos dastehen würden -von der fehlenden Wekrstatt im Baumarkt einmal ganz abgesehen... (bzw. er wollte Schaden infolge einer nicht funktionierenden Bremse) vom Käufer abwenden)

Das mit dem "guten", "sehr teuren" "Profi"-Fahrrad: -geschenkt^^

Niemand hat von allen Dingen Ahnung -ich auch nicht- (geht ja auch gar nicht) und solange das Rad tut was es soll (die Gesundheit vom Fragesteller zu fördern) ist alles tutti :-)

Die Entscheidung, sich mit einem Fahrrad Bewegung an der frischen Luft zu verschaffen finde ich sehr gut! daumenhoch

Habe ich vor zwei Jahren auch so gemacht und ein neues Hobby entdeckt, was mich fit wie nie zuvor macht und mir schöne Zeiten in der Natur beschert :-)

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