Wie war eure Jugend und Kindheit?
Wie war bei euch die Kindheit und Jugend, wann war das also in Welchem Jahrzehnt.
60,70,80,90,00,10.....wie war das Verhältnis, zu euren Eltern Großeltern Tanten Onkels, was habt ihr gemacht. Unternommen gespielt was für filme Serien gesehen. Was hat euch am meisten gefallen?
Was fandet ihr Besse als Heute?
Lg
8 Antworten
Ich wurde während des Krieges geboren. Erster Schultag in ein alten Holzbarake die zuvor von der Hitlerjugend benutzt wurde.
Im Winter sassen wir mit dicken Jacken im Klassenzimmer, weil die Bretterbude undichtig war. Der Hausmeister feuerte morgens einen alten Kanonenofen an der Rauch im Klassenzimmer, liess uns eine zeitlang husten.
Jeder Schüler hatte einen Henkeltopf dabei . Es gab die Schulspeisung. Essen, das von Quäkern aus den USA gespendet wurde .. Umgangssprachlich hiess das dann auch die Quäkerspeise.
Als Kinder spielten wir in den Ruinen, was uns allerdings die Eltern verboten, weil zu gefährlich.
Keiner hatte damals einen Fernseher. Nur ein Radio aus dem wir dann die Nachrichten und Suchanfragen nach verschollenen Soldaten hörten. Nicht alle hatten damals ein Telefon.. Es gab da nur diese Telefonzellen
Ich wohnte in einer Stadt in der US Soldaten stationiert waren. Meine Wohnung war genau gegenüber einer Bahnlinie. Täglich fuhren da die Züge mit US Militärs vorbei ,die meist in Höhe meiner Wohnung anhielten.. Wir liefen dann mit Taschen an die Züge. Die US Soldaten gaben uns .Kekse, Schokolade, Kaugummi, Kaffee, Milchpulver, Obst usw Das brachten wir dann nachhause Manchmal hielten da mehrere Züge am Tag und wir freuten uns über die Sachen die wir bekamen..Vorallem Bohnenkaffee den es damals nicht gab.
Lebensmittel waren damals rationiert . Es gab die Lebensmittelkarten mit denen wir einkaufen gingen .Da gab es z.B.pro Kopf 10 Gramm Butter die Woche.
Irgendwann, glaube 1945 kam die sog. Währungsreform Da wurde die Reichsmark abgelöst und die DM war neues Zahlungsmittel.Plötzlich waren alle Läden voll mit Waren und man konnte einkaufen.
Meine Eltern kauften sich damals ein Auto, einen VW Käfer. 1952 fuhren wir damit in Urlaub nach Italien an den Gardasee, besuchten Venedig. . Das war ein Erlebnis der besondern4 Art.
Eines Tages kamen zwei US Offiziere zu uns nachhause. Die erklärten meiner Mutter, dass es eine Möglichkeit gäbe, mich für 1 Jahr auf eine Schule in der Schweiz zu schicken Meine Mutter stimmte zu.
So wurde ich einige Wochen später von Soldaten abgeholt und zum Zug gebracht. Da war dann Begleitpersonal anwesend Mit diesem fuhr ich dann in die Schweiz in den Kanton Graubünden. Dort besuchte ich dann 1 Jahr lang die Schule. Sprachlich hat das einigermassen funktioniert, weil dort neben dem rätoromanischen auch deutsch gesprochen wurde.
Nach Beendigung dieses Schuljahres wechselte ich dann auf ein altsprachliches Gymnasium.. Machte dort dann nach 9 Jahren mein Abi..
Aus heutiger Sicht war meine Jugendzeit sehr abwechslungsreich und prägend., obwohl wir auf vieles verzichten mussten.
Ein anderes Land, eine andere Sprache, schönes Wetter, wir genossen das
Danke für deine zeit, und Anstrengung sehr spanend traurig und Dennoch schön.
Hallo Bianca2000459!
Gut, alles war zwar nicht schlecht, aber dennoch waren die meisten Dinge innerhalb meiner Kindheit und Jugend nicht so toll. Zum einen hat man es als Mensch, der fair, anständig, respektvoll, treu, loyal, ehrlich, hinterfragend, neutral, logisch, nachdenkend und legitim skeptisch ist, nicht einfach. Zum anderen habe ich sehr strenge Eltern bzw. einen strengen Vater (die Mutter unterwirft sich rückgratlos und nimmt Annehmlichkeiten "Geld, Haus/Wohnung, Autos, Schmuck usw." bevorzugend an und stellt alles andere darüber), der mir quasi fast alles verboten hat, sodass meine Kindheit, die eh schon zwecks Wissbegier, Querdenkertum, Systemsprenghaftigkeit, Gerechtigkeitssinn, Kritik usw. angeschlagen und schwer war, noch schwerer wurde, da ich seitens Eltern Null Unterstützung erhalten habe. Auch heutzutage kann ich dir nicht einmal sagen, ob es "emotional" meine echten Eltern sind. Es ist NICHTS -gut, Abneigung bzw. hin zu Hass- vorhanden, das mich mit diesen Menschen verbindet.
Auf dem Papier sind es meine Eltern, aber ich "fühle" da einfach nichts.
Es mag schon sein, dass mein Vater auf dem Gymnasium war, ein perfektes Abitur abgelegt, das Studium an der TUM auch exzellent abgeschlossen und noch eine Offizierslaufbahn beim Bund geschafft hat, aber dennoch darf man nicht 1:1 übertragen oder von sich aus gehen. Er hat einen guten Posten bei SIEMENS und nebenbei noch ein Ingenieurbüro. Es mag schon sein, dass "er" es nur gut gemeint und für mich nur das Beste wollte, aber ich bin eben zum einen ein ganz anderer Mensch, zum anderen sollten es Eltern anders zeigen und auch "da" sein.
Ich war schon immer wissbegierig und habe alles erforscht, aber hier und da hätte ich trotzdem ein Vorbild oder eine Anleitung gebraucht. Dass man dies und jenes Als Teenager besser hinbekommt, mag ja sein, aber wenn man als Kind mit Büchern und Hausaufgaben alleine gelassen wird, ist es schlecht. Mein Vater ist eben anders und hat schon immer alles alleine verstanden und umgesetzt.
Insofern war die Anforderung an mich exakt die Gleiche.
Erzieherisch ist es aus meiner Sicht eine Katastrophe gewesen.
Es mag schon sein, dass der durch die Grundschule durchgehuscht ist und auf dem Gymnasium keine Problem hatte (eine KLasse übersprungen), aber meine Gene sind eben nicht so. Potential hatte ich durchaus, aber wenn Eltern nie da sind bzw. die Mutter überfordert war und der Vatter keine Lust & Zeit (ich war eh kein Wunschkind, sondern ein Unfall) hatte und nur die Schwester ständig betütelt und von ihr nichts verlangt wurde, dann stelle ich mir durchaus ein paar legitime Fragen.
Wenn man ein Kind ist und dann stundenlang ein Buch anschaut, etwas Hilfe benötigt, aber dann bestraft und weitere Stunden eingesperrt wird, kann es nicht gut sein.
Spiele, Erlebnisse, Ausflüge, TV schauen usw.? Kenne ich bei den Eltern nicht.
Ja, ich wurde schon mit in den Urlaub genommen und wir sind viel gereist, aber mein Vater hat zumeist gearbeitet und mich der Mutter überlassen. Ich mag ja nicht meckern, aber alles war eher so unter Druck/Zwang und emotionslos.
Beispiel: Eis essen!
Vater hat gesagt, dass Mutter gesagt hat, ich esse gerne Eis xyz.
Vater hat das Eis gekauft, mir in die Hand gedrückt und gesagt, dass ich es mir schmecken lassen soll und dann hat er weiter gemacht. Emotionslose Handlung unter Zwang und es war es.
Mein Vater hat mich nie gefragt, was ich möchte, welche Wünsche ich habe,
welche Probleme vorhanden sind, wobei ich hilfe benötige usw. Es war "irrelevant".
Ja, Essen hatten ich und auch ein Dach über den Kopf, aber ich hätte mehr erwartet. Auf diverse Dinge hätte ich verzichten können und dafür lieber engagierte Eltern haben wollen.
Es ist eher so, dass ich irgendwie zwischen Großeltern, Onkel, Tanten, Nachbarn und Eltern von Freunden hin- und hergereicht wurde. Dort habe ich dann unterschiedliche Dinge erfahren, gesehen, erlebt und gelernt bzw. beobachtet.
Meine Eltern sind schon wohlhabend bzw. verdienen sehr gut und haben auch Immobilien, aber da stecken eben auch meine Großeltern finanziell mit drin bzw. haben hier und da geholfen.
Mir fehlen rückwirkend viele Dinge und ich habe sehr viele Dinge gar nicht erlebt, sodass die Unwissenheit darüber meine Schwachstelle ist, wenn ich irgendwo mitreden möchte.
So war es eben. Kann man nichts machen. Gejammer bringt ja nichts.
Daher meine ich auch nur, dass es eben so war und ich dies denklogisch schon als Kind als falsch betrachtet habe; Empfindungen waren identisch.
Also habe ich mich als Jugendlicher durchgewurstelt und eher Hilfe bei Bekannten, Nachbarn und Verwandten gesucht. Auch die Suche nach einem Ersatzvater konnte bis heute nicht abgeschlossen werden. Kompensation und Berichtigung eben! Ist wichtig. Das Problem war auch, dass alle anderen Menschen wegen der eigenen Familie & Arbeit selten Zeit hatten.
Als ich dann nur kurz auf dem Gymnasium war und auf die Realschule gewechselt bin, ist mein Vater völlig durchgedreht. Was sollen die Nachbarn denken? Was ist mit "seiner" Firma und den Kunden? Welches Licht wirft dies auf seine Person? Usw. Immer nur "er", "er", "er", "er", "er". Nach außen wurde eh immer geschauspielert. Eheprobleme, Untreue und Co. wurden unter den Teppich gekehrt, aber wehe ich trete nicht in die gleichen Fußstapfen und beschmutze den Ruf bzw. die Familie. Für den Abschluss hätte ich viel Geld bekommen und es sollte GEld für den Führerschein nebst Auto locker gemacht werden. Mit dem Abgang vom Gymnasium wurden diese Belohnungen gestrichen. Motivation ist eine Sache, aber falsche Wertevermittlung und Erpressung sind etwas anderes. Ich habe schon immer auf Geld bzw. Erpressung verzichtet, da es mir um ganz andere Dinge gegangen ist.
Wenn ich bei meinem besten Freund erlebt habe, dass Eltern oder Elternteile mit den Kindern spielen, gemeinsam etwas unternehmen, TV schauen oder zwecks Hausaufgaben helfen bzw. motivieren und einen Hinweis geben, dann kann ich nur schreiben, dass ich so etwas nicht kenne. Ich hatte meine klaren Aufgaben und musste 24/7 funktionieren. Und, wenn ich etwas verbockt oder keine Leistung erbracht habe, war ich eh immer schuldig. Rausgehen, Freunde treffen, ins Bad gehen, in die Stadt laufen, sich mit Mädchen treffen oder Feiern? Keine Chance.
Lernen, Lernen, Lernen, Lernen, Optimieren, besser werden, Lernen, Lernen und Lernen. Alles andere ist unwichtig und lenkt nur ab.
Gewalt war auch ein Thema. Ich wurde of geschlagen. Ob ich schuldig war oder nicht, war eh immer egal, da ich eher immer an allen Dingen die Schuld getragen habe. Schlechte Note => Bestrafung. Eine 1 galt als "selbstverständlich" und war keines Lobes würdig. Gab es Probleme mit anderen, dann war ich immer der Schuldige. Meine Eltern haben nie zugehört und sich nie interessiert.
Ich werde es als Vorbild anders machen,
falls ich einmal eine Freundin/Frau finde und Kinder haben sollte.
Ich bin in den 60er und 70er Jahren auf dem Land aufgewachsen. Ich war nie in einem Kindergarten und konnte bis zur Einschulung frei draußen spielen, wobei mit zunehmendem Alter der Radius immer größer wurde. Entsprechend habe ich mit meinen Freunden viele Abenteuer in der Natur erlebt, haben uns "herumgetrieben" und auch mal was angestellt. Der Großvater meines besten Freundes hat uns oft unterstützt mit Material oder beim Bauen von Dingen.
Nach der Einschulung hatten wir halt nur noch die Zeit nach der Schule zur Verfügung und die freien Samstage. Anfangs immer, dann nur noch alle 14 Tage war Samstag Schule. Anfang der 70er wechselte ich als einziger auf das Gymnasium, hatte dann zwar Samstags immer frei aber dafür war ich auf einer Ganztagesschule. Aber auch die Schule bot uns viele Möglichkeiten. Ich habe wegen der langen Anfahrt (Morgens und Abends 1 h Busfahrt) oft bei Schulkameraden übernachtet oder wir konnten auch ab der 7. Klasse in der Schule schlafen (ohne Aufsicht).
Meine Eltern waren beide voll berufstätig, allerdings arbeiteten beide im Erdgeschoss des Elternhauses. Sie waren daher einerseits immer erreichbar, andererseits durch die vielen Kunden immer vorab informiert wenn wir was angestellt hatten. Die typische Frage des Vaters war "Hast du mir was zu erzählen?" und mein Problem dabei, dass ich ja nie wußte, was er schon weiß und was nicht...
Aber ich hatte unendlich viele Freiheiten und habe mir tatsächlich meine Welt erobert und entdeckt, ohne ständig angeleitet und geführt zu werden. Ich half benachbarten Bauern auf dem Feld, beim Anschirren der Kutschpferde oder beim Melken der Kühe und füttern der Schweine. Interessant fand ich auch die Schmiede, sowohl wegen dem Feuer und glühenden Metall als auch wegen dem Hufbeschlag der Pferde.
Ganz besonders fasziniert war ich vom Totengräber, dem ich beim Ausheben neuer Gräber half. er hatte einen großen Buckel auf dem Rücken und war durch die verdrehte Wirbelsäule krumm und klein, weshalb er dankbar war wenn ich ihm half den Erdsudhub eimerweise nach oben zu ziehen. Aus dem Erdaushub konnte ich die Knochenreste raussuchen um damit zu spielen und sie zu sortieren. Verstorbene wurden zuerst zu Hause im offenen Sarg aufgebahrt, später wurde eine Leichenhalle beim Friedhof gebaut. Dort waren auch Kühlmöglichkeiten im Keller. wir gingen immer wieder nachsehen, ob da Leichen drin waren (die Leichenhalle stand tagsüber offen und jeder konnte sich von dem Verstorbenen verabschieden). Hausschlachtungen waren ein Fest für die ganze Nachbarschaft. Der Umgang mit Leben und Sterben war irgendwie völlig normal, nicht alltäglich aber eben auch nicht so versteckt und unheimlich wie es heute ist. Ferkelnde Sauen oder kalbende Kühe kannte ich bevor ich in die Schule kam und als ich anfing Fragen nach Zeugung etc. zu stellen nahm mein Vater mich mit in den Farrenstall, wo ich ansehen konnte wie der Stier die Kuh beschlägt oder der Eber die Sau. Wir gingen bei schönem Wetter am Fluß schwimmen, badeten nackt und mit den beiden etwas älteren und pubertierenden Cousinen meines besten Freundes konnte ich reichlich und intensiv den weiblichen Körper entdecken während sie mit mit spielten.
Fernsehen spielte fast keine Rolle. Es war damals noch schwarz-weiß, hatte anfangs nur ein, später 2 Programme. Und das reale Leben draußen war eigentlich viel spannender. Nur wenn das Wetter nicht mitmachte saßen wir vor der Flimmerkiste und ich bekam davon Kopfschmerzen. Nach der Einschulung kamen dann Bücher dazu, ich habe vermutlich mehr gelesen als Fern gesehen. Vor der Einschulung hat mir (und meinem 1 Jahr älteren Bruder) mein Vater, wenn er daheim war, abends immer vorgelesen.
Das ist auch der große Unterschied zu der Kindheit meiner eigenen Kinder. Heute sind Kinder in sicheren Arealen hinter Zäunen eingesperrt und können sich nur dort frei bewegen. Straßenverkehr und andere Gefahren lassen nicht zu, dass sie wie ich den öffentlichen Raum erobern und entdecken. Sie werden in sicheren Arealen eingezäunt und dürfen (nur dort) sich frei bewegen. Das finde ich sehr bedauerlich und ist in der Stadt noch viel gravierender als auf dem Land. Meine Freiheit war unbegrenzt - ich musste nur den Glockenschlag der Friedhofskapelle hören. Die läutete Mittags um 12 und abends 19 Uhr im Sommer und 18 Uhr im Winter - da musste ich dann jeweils daheim sein.
Diesen Teil der Kindheit habe ich in sehr guter Erinnerung.
Ich finde an meiner Kindheit alles besser als heute!
Die Jugend war bis zu meinem 15 Lebensjahr die Hölle und danach die beste Zeit meines Lebens.
95 geboren ich fand alles besser als heute da ich noch ohne internet dreck smartphone müll ohne scoial media aufgewachsen bin vermisse ich diese zeit hart,
man erfuhr nichts direkt auf den knopfdruck,
eine serie angucken war jeden sonntag am abend eine besonderheit und hat man nicht in 2 sek durchgeguckt,
Games kamen fertig auf den markt und waren einfach pures gold, keine microtransaktionen keine dlc einfach ein fertiges game ohne das man 20 patches benötigte bis es bugfrei lief.
Wir waren oft unterwegs bei verwandeten etc haben uns 1x im monat bei meinen opa getroffen und im sommer immer gegrillt und ein großes fest gemacht mit min 10-20 verwandten mein opa ist gestorben als ich 12 war damit war auch plötzlich alle anderen verwanden weg, bis auf meine tante und eine cousine habe ich noch bisschen kontakt das wars.