Wie viele Charaktere?

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Hi, ich bin selbst Hobbyautor und schreibe auch ein Buch, in dem mehrere Perspektiven vorkommen. Mir persönlich gefällt diese Art des Schreibens, allerdings kam mein freiwillige Korrekturleserin damit nicht so klar, also habe ich beschlossen, dass ich das Ganze etwas kürze. Man muss aber auch dazu sagen, dass meine Perspektiven meist nur Momentaufnahmen sind, also die Meisten Perspektiven nur ein oder zwei Mal im Buch vorkommen und dann auch ziemlich nah beieinander.

Wenn du beschließt aus mehreren Perspektiven zu schreiben, solltest du es für den Leser verständlicher machen, indem du die Perspektiven durch verschiedene Farben und/ oder Schrifttypen deutlich machst. Eventuell könntest du der eigentlichen Geschichte eine Übersicht der Personen und deren Schriftypen/Farben voranstellen.

Grüße von Enneleyn und noch viel Glück und Spaß beim Schreiben!

P.S.: Welches Genre schreibst du denn?

Ich habe mal ein Buch gelesen in dem eine Handlung aus Sicht von 5 Hauptcharakteren geschildert wird. Ähnlich wie du es vor hast, wurde die Sichtweise jeweils mit dem Kapitel gewechselt und die Handlung aus der Sicht des nächsten Charakters fortgeführt. Bei 12 erzählenden Charakteren frage ich mich, warum es so viele sind? Sind wirklich alle gleichermaßen wichtig? Jeder der 12 Charaktere hat schließlich eine eigene Geschichte neben der Hauptgeschichte und für gewöhnlich muss die Charaktergeschichte zumindest zum Teil miterzählt werden, um die Figur dem Leser nahezubringen. Wenn es zu viele Charaktere gibt, kann es entweder passieren, dass einige oder alle zu oberflächlich wirken und man sich nicht mehr mit ihnen identifizieren kann, oder aber der Leser interessiert sich nur für 4 davon und stöhnt jedes Mal auf, wenn einer der anderen 8 Charaktere erzählt. Wenn jeder Charakter dazu noch alleine durch die Gegend läuft und es lange dauert, bis sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verweben, gibt es extrem viel zu erzählen und man sollte sich überlegen das ganze nicht leiber aufzuteilen. Das heißt in einem Buch beschreibt man 6 Charaktere und endet mit dem großen Ereignis, das alle miteinander verbindet und in einem zweiten schreibt man aus der Sicht der anderen 6.
Alles läuft daher zu einer essentiellen Frage zurück: Braucht es wirklich alle 12 Charaktere und Sichtweisen, um deine Geschichte zu erzählen? Wenn du diese Frage nicht gut begründet beantworten kannst und es anhand der Geschichte belegen kannst, solltest du das Konzept noch einmal überdenken.
Trotzdem weiterhin viel Spaß und es gibt natürlich auch Ausnahmen. Es kommt eben drauf an, wie du alles darstellst.

In den großen amerikanischen Gesellschaftsromanen des vergangenen Jahrhunderts wurde fast jedes Kapitel aus dem Sichtwinkel einer anderen Person geschildert. Das war einerseits verwirrend, andererseits trug es aber sehr zum Verständnis für die jeweilige Person bei.
Die Kapitel sollten dann aber nicht zu kurz sein. Sonst wird es hektisch.

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