wie viel % darf der Hauptwasserzähler von der Summe aller Einzel-Zähler abweichen?

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8 Antworten

Es gibt einen Gesamtverbrauch (HWZ) und einen Verbrauch der einzelnen Wohnungen. Beides wird mit geeichten Zählern - davon darf man ausgehen - auch korrekt ermittelt.

Über die Verteilung wird nun jedem exakt die Wassermenge zugerechnet, die er in seiner Wohnung bzw. über seine Wohnungszähler bekommen hat.

Dann bleibt eine Differenzmenge, die der HWZ zwar erfasst hat, die aber nicht in den Wohnungen angekommen sind. Wo kann dieses Wasser hin verschwunden sein? Das ist für jede Wohnanlage bzw. jedes MFH einzeln zu klären. Folgende Möglichkeiten gibt es:

- Im riesigen Warmwasserspeicher waren zum Zeitpunkt der Ablesung der Einzelzähler noch soundsoviele m³ Wasser, die logischerweise noch nicht über die Einzelzähler erfasst waren.

- Es wurde übers Jahr Wasser verbraucht, im die Heizungsanlage nachzufüllen

- Es wurde Wasser für Reinigungsarbeiten im gemeinschaftlichen Bereich verbraucht und aus einer Entnahmestelle, die nicht über die Wohnung gezählt wird, entnommen

- Es gibt einen ungezählten Gartenwasseranschluss für die Gartenpflege, Gießen, Beregnen etc.

- Bewohner haben den ungezählten Anschluss genutzt, um regelmäßig ihr Auto zu waschen

Mit ein bisschen Phantasie kann man sich noch viel mehr Szenarien ausdenken, woher dieser Unterschied kommen kann.

Die Frage ist letztlich, ob dieser nicht gemessene Verbrauch über sonstige Betriebskosten z. B.  nach Wohnfläche umgelegt werden kann oder ob diesen die Verwaltung oder Eigentümergemeinschaft selbst tragen muss.

Beispiel: MFH hat nur Eigentumswohnungen, die verschiedenen Eigentümern gehören. Manche davon wurden weiter vermietet. Die Mieter werden sicher nur das Wasser bezahlen, das über ihre Wasseruhr gelaufen ist. Der nicht gemessene Verbrauch ist von den Eigentümern gemeinschaftlich zu bezahlen.

Vielleicht findest Du für Dein Haus nun besser heraus, wodurch der Schwund entstanden ist.

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.... da hat die Verwaltung aber geflunkert, denn bis zu 30% Schlupfmenge ist vollig normal und auch ausgeurteilt.

Zudem ist zu berücksichtigen, ob alle Erfassungsgräte in der gleichen Sekunde abgelesen wurden, was meist nicht möglich ist.

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Es gilt, dass bis zu 20% Differenz diese allen Mietern über den Preis je m³ aufgebürdet werden darf.

Ist die Differenz größer, muss diese vom Vermieter getragen werden. Es wird davon ausgegangen, dass irgendwo eine Leckage im System vorhanden ist die aber Mieter nicht zu verantworten haben.

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Jeder Wohnungswasserzähler hat eine Eichfrist von 6 Jahren. Das wäre die erste Anlaufstelle um den Verbrauch zu prüfen.

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Kommentar von Tabaluga1961
06.07.2017, 17:50

kaltwasserzähler ja, warme Zähler 5 Jahre. 

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wie lange sind die Wasserzähler denn montiert??? Sind sie evt. aus der Eichfrist?? Wann wurde der Hauptwasserzähler abgelesen und wann die Zwischenzähler?? Wenn das 4 - 8 Wochen auseinander liegt kann eine solche Differenz schon entstehen. 

Wer hat die Wasserzähler abgelesen? Um diese Diskussion nicht mehr zu haben wäre ein Vorschlag die Wasserzähler ebenfalls mit funk auszustatten. 

In der Heizkostenverordnung stehts - die Abweichung darf 15% sein. 

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Kommentar von albatros
06.07.2017, 18:16

o je, da hast du aber was total falsch verstanden. die heizkostenverordnung besagt, dass der Mieter die

heizkosten um 15% mindern darf, wenn diese nicht nach verbrauch berechnet werden ...

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Frag doch mal beim örtlichen Wasserversorger nach, die sollten das wissen. Die sind ja auch für den regelmässigen Austausch der (Haupt)Wasseruhren zuständig.

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Kommentar von Tabaluga1961
06.07.2017, 17:41

er meint aber die Zwischenzähler. Der örtliche Wasserversorger kennt die antwort nicht. 

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Die werden dir einen Unterschied von 15% als ganz normal erklären. Was eigentlich schon sehr viel ist. Und komischerweise immer in die falsche Richtung.

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Kommentar von bwhoch2
06.07.2017, 18:01

Nein, nicht komischerweise, sondern logischerweise. Schau Dir hierzu meine Beispiele in meiner Antwort an. Ich denke es ist logisch, dass keine wundersame Wasservermehrung passieren kann.

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Kommentar von HaraldSchD
07.07.2017, 03:58

Keine deiner Erklärung würde bei mir zutreffend sein. Haus mit drei Parteien, jeder eigene Gasheizung und Wasserzähler, Hofanschluss auch mit Zähler. Sonst keine.
Die letzten fünf Jahre eine Differenz von 20-40 Kubikmeter. Letztes Jahr auf einmal 130 Kubikmeter Differenz. Jetzt wurde nach mehreren Telefonaten der Hauptzähler gewechselt.
Wenn ich wieder nach Deutschland komme, bin ich auf die Differenz nach drei Monaten gespannt

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Kommentar von HaraldSchD
08.07.2017, 15:37

Nein, dieser wurde erst im Oktober 2015 getauscht. Daher wollte man mir die Kosten für einen erneuten Tausch anhängen. Ich sagte, für diese Kosten kann ich gleich einen zweiten geeichten Zähler nach dem HWS einbauen zur Kontrolle. Es wurde dann auf Kulanz ein anderer eingebaut. Ich bin gespannt, wenn ich zurück komme, wie hoch dann noch die Differenz ist nach drei Monaten.

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