Wie teuer ist eine Beerdigung?

6 Antworten

Ich habe 2000€ bezahlt, ein anonymes Urnengrab. Die günstigste Art zu Beerdigen.

Falsch. Die günstigste Art wäre ein Urnenreihengrab, da man beim "Anonymen" immer noch anteilig die Pflege zahlt.

Wenn die Beerdignung über die Stadt abgewickelt wird ist es auch günstiger als über ein Beerdigungsinstitut.

In den allermeisten Fällen auch falsch. Die städtischen Bestattungsdienste gerade in größeren Städten gehen davon aus dass die Leute genau das glauben und sind daher oft deutlich teurer. Außerdem versuchen die städtischen erfahrungsgemäß gerne mal im Sinne der Stadt die teureren Grabarten zu verkaufen.

Es gibt auch die Möglichkeit beim Sozialamt einen Zuschuß zu beantragen, muss aber zuerst gemacht werden, bevor irgendwelche Aufträge vertreilt werden.

Falsch. Der Zuschuss kann ebenso gut nachträglich beantragt werden. Einfacher ist es allerdings vorher.

Eine Freundin von mir musste vor kurzem ihren Schwager mit Beerdigen und hat mir von einer sehr schönen Möglichkeit erzählt, wenn nicht so viel Geld zur Verfügung steht. Neuerding ist es möglich, seine Verblichenen zwar auf anonymen Flächen beerdigen zu lassen, ihnen aber trotzdem einen eigenen Grabstein auf die Urne legen zu können. Auf Grund der Ziegelsteingröße des Steines und der entfallenen Grabpflegekosten minimieren sich die Gesamtkosten stark. Ich finde es einesehr schöne Idee so seinen liebsten auch mit wenig Geld einen persönlichen Ort einzurichten

 - (Geld, Kosten, Tod)  - (Geld, Kosten, Tod)  - (Geld, Kosten, Tod)  - (Geld, Kosten, Tod)
@mariaskuchen

das sieht wirklich schön aus. habe aus gegebenen anlass gerade kontakt aufgenommen und das bestellformular für solch einen stein ausgedrückt. wenn jemanden interessiert wie es weiter geht und das grab dann am ende aussieht, berichtet ich gerne ...

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Wenn das Geld nicht reicht, solltet Ihr Euch nicht scheuen, eine sog. Bestattungsbeihilfe beim Sozialamt zu beantragen. Ich habe das selbst durch - den Antrag kann man auch noch nach Beauftragung des Bestattungsunternehmens stellen. Alles andere wäre auch menschenunwürdig! Allerdings sollte man keine Luxus-Bestattung beauftragen, aber man muss kein "Armen"-Begräbnis beauftragen. Eine angemessene und würdevolle Bestattung ist sinnvoll und wird auch vom Gesetzgeber akzeptiert und über die Bestattungsbeihilfe entweder vollständig oder aber zumindest vollständig getragen. Bei meiner Schwiegermutter hat das Sozialamt von den 2.400 EUR in 2002 immerhin 1.700 EUR übernommen, was natürlich von der Leistungsfähigkeit der unmittelbaren Angehörigen abhängt. Aber die Freibeträge sind trotzdem recht hoch. Ein Versuch ist es wert.

Sollte heissen: "oder aber zumindest teilweise..."

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Erstmal mein Beileid.Wir haben uns vor einiger Zeit vorab schon mal schlau gemacht,da auch wir mit dem Tod meiner Schwiegermutter jederzeit rechnen müssen, da sie leider schwerkrank ist.Und leider hat sie in keiner Weise vorgesorgt, d.h.die Kosten müssen wir u.die beiden Geschwister tragen.Inklusive aller Kosten, würde uns die Beerdigung 3400 Euro kosten.Die preiswerteste Variante, allerdings trotzdem würdevoll.Es gibt einigen Schnickschnack auf den man verzichten kann, z.B. muss nicht unbedingt ein Kreuz auf dem Sarg sein, der Verstorbene kann eigene Kleidung tragen, braucht also kein Totenhemd, ebenso kann man die Lieblingsdecke u.das Lieblingskissen des Toten mit in den Sarg geben.Was natürlich auch die hohen Kosten oft verursacht, sind die Kosten die die Stadt einem abverlangt fürs ausbaggern, das Grab etc.Da gibt es von Stadt zu Stadt oft Preisunterschiede von mehreren Hundert Euro.Schade, stand die Woche noch eine Tabelle in unserer Zeitung, hab ich aber leider nicht mehr.

Mein Vater ist im April gestorben. Die Beerdigung und die Pacht (oder heißt es da Miete?) des Doppelgrabs für 35 Jahre haben ca. 4.000 EUR gekostet, mit Sarg und allem drum und dran. -- Sagt meine Mutter.

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