Warum sind Beerdigungen so teuer und werden immer teurer?

21 Antworten

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  • Die Kosten werden einfach künstlich hochgetrieben und keiner mag verhandeln oder dagegen anschreiten. Der Tod eines nahestehenden Verwandten ist halt einfach nicht der Moment für geschäftliche Verhandlungen.
  • Beerdigungen sind vorallem deswegen teuer, weil die Angehörigen, die die "Kaufentscheidung" treffen müssen ausgerechnet zu dem Zeitpunkt in einer ganz schlechten emotionalen Verfassung sind und andere Prioritäten haben, als um den Preis zu feilschen.
  • Zudem möchten die Verwandten gerade in diesem Moment nicht sparen oder geizen oder dem Verstorbenen etwas vorenthalten und lassen sich aus Gründen der Trauer, Pietät und Verbundenheit einfach über den Tisch ziehen.
  • Das ganze sähe drastisch anders aus, wenn die Menschen noch zu Lebzeiten ihre eigene Beerdigung arrangieren und bezahlen würden. Dann würden sie das wählen, was sie sich selbst leisten können und wollen und für wichtig halten. Das kann im Einzelfall mal teuer und aufwendig sein, wäre aber im Mittel gewiss ganz erheblich sparsamer und bescheidener.
  • Wer Verwandte im Altersheim oder Pflegeheim hat, sollte schon zu Lebzeiten bei guter Stimmung und im Vollbesitz aller emotionalen Kräfte die entsprechenden Verhandlungen führen. Da kann man drastische Einsparungen herausarbeiten.

Schau, es gibt 3 Bereiche im Leben wo man verlangen kann was man will und es wird bezahlt werden. Das ist bei/nach der Geburt eines Kindes, bei Hochzeiten und bei Begräbnissen. Die Wirtschaft weiß das ganz genau!

Weil alle Preise steigen. Holz für Särge wird nicht billiger, die Sargtischler wollen mehr Lohn, Benzin für den Leichenwagen kostet mehr als vor zehn Jahren und die Versicherungsbeiträge für die gewerbliche Haftpflicht des Bestatters sind auch erst letzte Woche wieder gestiegen. Mit der Kirche hat das allerdings absolut nichts zu tun.

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