Wie stehts mit der Lebenszufriedenheit von Erwachsenen, die im Heim aufwuchsen?

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Hey,mein Vater arbeitet als Jugend und Heimerzieher. Also alle Kids die er hatte,die inzwischen älter sind und die ich wieder getroffen habe,haben ein gutes Leben das sie schätzen und mit dem sie sehr zufrieden sind. Schlieslich hatte es ja auch einen Grund dass sie dort gelandet sind und das muss ja nicht zwangsläufig an den Kinder oder Jugendlichen selbst liegen. Es gibt zum Beispiel einige Eltern die wirklich sonderbar sind,also nicht im Stande einen jungen Menschen zu einem selbstständigen,glücklichen Menschen zu erziehen oder Eltern die so psychisch krank sind dass ihr Kind darunter mehr zu Schaden kommen. Wie gesagt alle die ich wieder getroffen haben gehts gut und sie sind froh dass sie dort waren denn sonst wären sie heute nicht die,die sie sind. Es hätte einfach was für die Entwicklung wichtiges gefehlt. Mit Statistiken kann ich dir leider nicht helfen,ich bin erst 16 und lerne nur die Theorie der Psychologie noch dazu bin ich nicht sonderlich gut in Mathe also bin ich noch nicht soweit um dir da helfen zu können,tut mir leid.

Hallo Lupus,

mit Statistiken kann ich nicht dienen, aber mit der Information, dass ich vier Erwachsene kenne. Alle vier ehemaligen Heimkinder sind lebenstüchtig und durchsetzungsfähig. Drei von ihnen haben ungute Erinnerungen, die sie ab und zu kurz erwähnen.

A. ist alleinerziehend, berufstätig und lebt mit zwei recht gut geratenen Söhnen zusammen. Sie hat phasenweise Alkoholprobleme.

B. hat drei Kinder von drei verschiedenen Männern. Der dritte ist "der Richtige". (Haus, Garten, geregelter bürgerlicher Lebensstil) Gerne läßt sie ab und zu noch "die Sau raus", um gleich darauf wieder vernünftig zu werden.

C. hat mit knapp 18 geheiratet und ihrem Mann baldigst zwei Kinder geschenkt. Sie war beste Hausfrau, liebevolle Mutter und machte alles so, wie sie es gerne selbst erlebt hätte und sich als Kind ausgemalt hat. Als die Kinder sich abgenabelt hatten, hat sie ihren Mann verlassen und finanziell gut abgesahnt.

D. ist ebenfalls verheiratet und ein chaotischer, herzlich-liebevoller Papa von zwei Kindern. Mit der Verantwortung (Aufsichtspflicht!) nimmt er es nicht sehr genau. Er ist der PARTNER, seine Fau die SCHAFT.

Was die Lebenszufriedenheit angeht, kann ich nicht feststellen, dass von denjenigen, die ich kenne, eine/r mehr leiden würde als andere Erwachsene, deren Herkunftsfamilie nicht intakt gewesen ist.

Das Aufwachsen in schädlichen Familiensituationen richtet gewiß ebenso viel Schaden an, wenn nicht mehr.

Gute, beständige Pflegeeltern können Kindern natürlich mehr Geborgenheit geben als wechselndes Heimpersonal.

Die, die es nicht schaffen, haben kein Sorgerecht für ihre Kinder, weshalb ich sie nicht persönlich kenne.

ich weiss nicht, wie zufrieden andere Menschen sind, besonders die aus den Heimen, ich bin in Moment sehr unzufrieden. War getrennt 15 Monate, hatte einen Freund, Fernbeziehung, der trennt sich nicht von seiner Ehefrau, daraufhin dachte ich, ich lege mir noch einen weiteren Freund, aber in der Nähe, mein Nochehemann hat mich wieder gebeten, zusammen zu kommen, alles zu gleichen Zeit... Fazit: ich bin wieder mit meinem Ehemann zusammen, habe schlechten Ehesex, aber eine Fernbeziehung ohne Zukunft, und auch eine geplatzte Affäre, weil mein Freund meiner beginnender Affäre Stress machte und der Mann hat einfach Schiss bekommen,w as mit mir anzufangen. Ist sowas gerecht, he? Und wo bitte schön, soll ich jemand für eine neue Affäre bekommen?

mal davon abgesehen, dass ich es über alle maße verwerflcih finde affären zu haben, interessiert mich explizit die zufriedenheit von erwachsenen ex-heimkindern, deswegen passt deine antwort nciht hier rein.

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Sind Sie wirklich Kirchenorganistin? Oje...

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Der Neffe meiens Mannes hat fast seine ganze Kindheit in einem Heim verbracht. ER weiss ganz genau, wie gut es ihm heute geht und geniesst jeden Tag seines Lebens. Seine Kinder - 2 Söhne - finden immer ein offenes Ohr bei ihm und stossen auf Verständnis. Er ist immer für sie da. Ich glaube, diese Menschen haben - wenn es ihnen später gut geht - ein höheres Lebenswertgefühl. Allerdings war das Heim des Neffen meines Mannes ein ausgezeichnetes. Dort gab es keine Schlägereien, Neid, Hänseleien....

Das kommt ganz auf den Mensch an was er bereit ist daraus zu machen. Ich war im Heim, habe auch eine lange schlechte Lebenskette hinter mir, aber heute mit 40jahren, bin ich mit meinem Mann seid 7 jahren Zufrieden, Glücklich und alles was dazugehört. Sicher ich musste und muss immer noch sehr viel an mir und wegen meiner schlimmen Vergangenheit an mir arbeiten, aber es lohnt sich wenn man einen tollen verständnisvollen und lieben Partner an seiner Seite hat. Jahrelang war alles schlecht, mutlos war ich auch und einen Sinn in meinem Leben habe ich bis vor 7 jahren nirgendwodrin gesehen. Für jeden Menschen kommt nach einer langen Durststrecke auch mal das Paradies, man muss nur aufmerksam sein und es nicht mehr fallen lassen. Ich weiss wovon ich rede. Bin endlich angekommen und werde es für immer behalten und pflegen.

Hexetilly

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