Wie sieht es aus mit Befangenheit von Zeugen in einem Arbeitsrechtsprozess?

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3 Antworten

Ein Zeuge kann nicht befangen sein. Er ist entweder glaubwürdig oder unglaubwürdig. Seine Aussage kann glaubhaft oder nicht glaubhaft sein. Hiervon überzeugt sich der Richter selbst durch die Befragung des Zeugen.

Wenn der Richter zu dem Ergebnis kommt, dass der Zeuge nicht glaubwürdig bzw. seine Aussage nicht glaubhaft ist, dann wird er ihr keine Beachtung schenken.

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Kommentar von Nightstick
26.08.2016, 23:37

Genau - nichts Anderes habe ich in meinem Kommentar zur Antwort von @ErsterSchnee gesagt bzw. gemeint!

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Man kann einen Zeugen nicht wegen Befangenheit ablehnen --> anders als einen Richter - aber zumindest wird das Gericht, die Zeugenaussage ggf. entsprechend bewerten, wenn Du das andere Verfahren bei der Gerichtsverhandlung erwähnst.

Grundsatz:

Die mögliche Befangenheit eines Zeugen ist keine Frage der Zulässigkeit des Beweismittels, sondern eine Frage der Beweiswürdigung durch das Gericht.


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Nein, natürlich nicht. Er muss ja keine Entscheidung treffen sondern "nur" die Wahrheit sagen. Also ist es vollkommen wurscht, wie "befangen" er ist. 

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Kommentar von Nightstick
26.08.2016, 20:33

Das sehe ich anders!

Selbstverständlich wird sich der Ex-Freund durch die (mutmaßlich selbst verschuldeten Vorkommnisses) den Befangenheitsmakel zurechnen lassen müssen.

Ich prognostiziere, dass der Richter dies genauso sieht, die Aussage des Ex-Freundes als wertlos ansehen (wird) und nach Aktenlage entscheiden wird.

Der Rechtsanwalt der Fragestellerin wird -wenn er umfassend über die Vorkommnisse informiert ist- schon wissen, was er zu tun hat.

Anm.: Ein guter Rechtsanwalt würde den Ex-Freund vor Gericht "zerpflücken".

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