Wie sah früher die Grenze um die DDR aus: Zaun, Mauer oder nichts?

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8 Antworten

Die Grenze zu Polen war ist wie heute die Mitte der Flüsse Neiße und Oder. Hier gab und gibt es keine Zäune.

Ähnlich ist es an der Grenze zu Tschechien nur das es hier eine Landgrenze ist. Die Grenze ist wie heute durch Grenzsteine (genauer Verlauf der Grenzlinie) und die Grenzsäulen gekennzeichnet. In der sächsischen Schweiz, wie auch im Lausitzer Bergland oder dem Erzgebirge, ist man schon damals beim Wandern öfter mal auf die andere Seite geraten. Das war vollkommen unproblematisch.

Eine Ausnahme gab es an der Grenze DDR-CSSR. Der Abschnitt vom Dreiländereck (bei Hinterprex) bis zum Dorf Ebmath (ca. 4 km) wurde genau so gesichert wie die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Der Ausbau der Grenzsicherung hat sich über die Jahre mehrfach geändert.

MEIN erster "Kontakt" zu den Sperranlagen zwischen der "Ostzone" und der Bundesrepublik sah so aus: Ich war fünf Jahre alt und musste sonntags mit Mutter und Tante "spazierengehen". Plötzlich standen wir vor einem rot-weiß angemalten Schlagbaum, hinter dem mehrere große Erdhügel aufgeschoben waren. Wie ich HEUTE weiß, war das die Grenze zwischen der hessischen Kleinstadt Tann (RHÖN) und dem thüringischen Ort Günthers. Natürlich fehlte mir in so jungen Jahren jegliche "Hintergrundinformation", warum hier nun plötzlich der Weg versperrt war...

Da siehst du jetzt nichts mehr. Es gibt nur noch wenige Stellen, wo ein Stückchen vom Grenzzaun bzw. der Mauer erhalten geblieben ist. 

In Marschhufendorf Konau, direkt an der Elbe gelegen, steht ein nachgebildeter Wachturm mit einem Stück Zaunanlage. Aber echt ist das auch nicht mehr, sondern rekonstruiert. In Rüterberg an der Elbe ist noch ein Stück Zaun aufgestellt. Das kannst du dir aber auch im Internet ansehen. Dafür lohnt es sich nicht, da hin zu reisen.

Es gab einen Grenzzaun zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland und hat sehr der innerdeutschen Grenze auf seiten der DDR geähnelt.

Hat mir wikipedia verraten :)

Ich komme aus Nordbayern und die ehemalige Grenze zur DDR ist von meiner Stadt ca. 15 km entfernt... Man sieht den Todesstreifen noch sehr gut. (Ich spreche hier von einem großen Waldgebiet) Man weiß aber natürlich nicht, dass er es ist, wenn man nichts über Deutschland weiß.

Vielfach wars lediglich ein Graben. Zäune gab es auch, aber nicht zu vergleichen mit den KZ-Zäunen an der Grenze zum Klassenfeind.

Habe noch irgedwo ein Foto, aufgenommen in der Umgebung von Hermsdorf/Erzgebirge. Da sieht man einen Graben und ein Schild "STAATSGRENZE. FOTOGRAFIEREN VERBOTEN".

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