Wie oft kommt es vor, dass man vor Gericht kommt wegen Beleidigung im Internet?

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8 Antworten

Beleidigung ist ein Antragsdelikt. Ohne Strafantrag passiert da gar nichts.

Dann kann der Staatsanwalt immer noch wegen geringer Schuld einstellen, oder ermitteln lassen und ggf. einen Strafbefehl erwirken.

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Ja, macht sie. Jedoch dürfte dieses Vergehen durch einen Strafbefehl abgehandelt werden - vor Gericht brauchst du somit nicht erscheinen.

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Wegen "Dummkopf" wird man wohl kaum vor Gericht gezerrt. Zum Teil kursieren Im Internet aber auch üble Verleumdungen, Volksverhetzung und sogar Morddrohungen. Gerade stehen muss für sowas trotzdem fast niemand, denn dazu müsste der Geschädigte sich die Mühe machen, die Person zu verklagen, und die wird sich hüten, ihre Adresse oder Telefonnummer herauszugeben.

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Kommentar von maxixisso
17.06.2016, 01:42

Besser konnte man dass nicht schreiben!

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Kommentar von kevin1905
17.06.2016, 10:58

Du schmeißt hier zwei Dinge ein wenig durcheinander, nämlich die strafrechtliche Seite und die zivilrechtlichen Ansprüche.

Strafrechtlich wäre zu sehen ob es sich um Antragsdelikte handelt und daher der Geschädigte erst einmal einen Strafantrag stellen müsste, oder nicht. Bei Volksverhetzung ist das nicht der Fall, hier muss von Amts wegen ermittelt werden.

Davon aber unabhängig ist ein zivilrechtlicher Anspruch auf Unterlassung und ggf. Schadenersatz.

Die zivilrechtlichen Ansprüche können ggf. im Adhäsionsverfahren abgehandelt werden, wenn der Geschädigte als Nebenkläger aufrtitt.

Ermittelt die Staatsanwaltschaft/Polizei so kann sie auch Beschlüsse erwirken, die die Provider zur Herausgabe der Daten zwingt und der Nebenkläger bzw. dessen Anwalt erhalten durch die Akteneinsicht Zugriff darauf und können dann zivilrechtlich aktiv werden.

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Hmmmm...  ist eher unwahrscheinlich solange es nicht irgendwie von Bedeutung ist weil es viele Menschen mitbekommen oder so, wer zeigt denn wegen sowas überhaupt an. Denke die machen da vielleicht das nötigste. Kommt halt auch drauf an wen man beleidigt. Generell vielleicht aber doch ne nicht so gute Idee..

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Bei uns war mal in Schule so, dass eine Schülerin nen Lehrer beleidigt hat und dann später noch gemeinen Gerüchte verbreiten hat. Konsequent war: Schuldirektor+der geschädigte Lehrer+Zeugen+Polizei+Eltern der Schülerin mussten vor Gericht. Ich weiss leider nicht wie der Fall jz entschieden wurde, aber laut Bekannten war es sehr heftigt. Du siehst, wenn jemand vor hat zu beleidigen, dann bitte vorher scharf nachdenken, ob es sich überkaupt lohnt ... kann schnell nach hinten los gehen.

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Kommentar von KaiMaluschka90
17.06.2016, 01:48

Ich vergas zu erwähnen, dass der Lehrer bei Facebook war und die Schülerin hat ihn dadurch direkt beleidigt mit unangenehmen Kommentare. Letztlich stellte sich heraus dass die Schülerin mit nem gefakten Acc unterwegs war und man hat die Schule informiert wegen Image und die widerum die Polizei. Ist zwar schon lange her aber naja, wollt nur mal erzählt haben.

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Nein, der Inhaber der IP Adresse kann bzw. Wird bei einer so geringen Straftat ( Beleidigung)  nicht ausfindig gemacht werden. 

Es muss schon eine schwerere Straftat vorliegen damit der Inhaber der IP Adresse zurückverfolgt wird. 

Folgende Paragrafen sind hier interessant: 100 g StPO 

Eine Liste von den schweren Straftaten findet sich in 100 a STPO.

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Da passiert nichts. Es sei denn du kündigst einen Mord mit Zeitangabe an, das wird schon härter bestraft und dann lohnt es sich manchmal den Anwalt einzuschalten, aber auch da nur manchmal.


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Kommentar von Ifm001
17.06.2016, 07:03

Was ist das denn für ein Quatsch? Zivilrecht und Strafrecht vermischen ist keine gute Idee.

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die polizei macht gar nichts. sie leitet das an die statsanwaltschaft weiter. diese prüft dann, ob es sich um ein strafverfahren handeln könnte und eröffnet dann eben eins- oder nicht ....aber vwenn die jeden verdacht naczgeheh würde, wären die gerichte mehr als beschäftigt, wie jetzt eh schon, weil jeder honk jeden honk anzeigt

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