Wie lange sind eigentlich betriebliche Abmahnungen gültig?

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7 Antworten

Richterrecht (es gibt da keinen § in irgendeinem Gesetz) ist, dass Abmahnungen nach 2 Jahren verjähren, d.h. dann nicht mehr vor dem Arbeitsgericht gegen dich verwendet werden. Abmahnungen sind auch nur dann gefährlich, wenn du dir innerhalb von 2 Jahren ein vergleichbares Fehlverhalten hast zuschulden kommen lassen. Man kann durchaus innerhalb von 2 Jahren mit mehreren Abmahnungen zu unterschiedlichen Sachverhalten weiterleben. Bei einer Feststellungsklage vor dem Arbeitsgericht bzw. auf Entfernung aus der Personalakte wird natürlich immer nur der Einzelfall entschieden.

Es gibt keine bestimmte Frist,nach der eine Abmahnung ihre Wirkung verliert.

Das Bundesarbeitsgericht geht jedoch grundsätzlich davon aus,dass eine Entfernung aus der Personalakte nach 2 Jahren in Betracht kommt, wenn der Arbeitnehmer sein Fehlverhalten eingesehen und sich "geändert" hat.

Um sicher zu gehen,sollte der Arbeitnehmer nach zwei Jahren beim Arbeitgeber,evtl.in Verbindung mit dem Betriebsrat, den Antrag auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte beantragen.

Das hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und ist daher nicht zu pauschalieren. Aufbewahrungszeiten in der Personalakte hängen daher sehr stark davon ab, wie das Fehlverhalten von der Schwere her einzuordnen ist. Es ist abzustellen darauf, ob diese Information auch für den Arbeitgeber bei weiteren Entscheidungen noch relevant ist. www.rechtsanwaltdrpalm.de/abmahnung.htm

Abmahnungen haben idR eine Verweildauer von ca. 2 Jahren (als Faustformel)

An so einen Zeitraum dachte ich auch, im Vergleich mit Punkte in Flensburg oder Vorstrafen. Aber wusste es nicht, denn es wird immer von Abmahnungen berichtet, aber nie darüber, ob sie immer bestehen bleiben. Danke

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@369874

Abmahnungen verfallen nach längstens 2 Jahren und müssen aus der Personalakte verschwinden.

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@abiggi

Ob er es beantragt oder nicht. Wenn es einmal vor Gericht gehen würde sind "Alte" Abmahnungen nicht mehr relevant.

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Eine Abmahnung kann zw. 6 Monate und längstens 2 Jahre andauern.

Es kommt auf die schwere des "Vergehens" an.

Sie muss nach Ablauf aus der Personalakte genommen werden.

Wenn ihr einen Betriebsrat habt sagt er dir bestimmt mehr dazu.

Ja haben wir. Aber Gott sei Dank muß ich nicht fragen. Das werden noch genung andere machen müssen :-)

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@369874

Hast du ein schlechtes Verhältnis mit dem Betriebsrat?

Ihr dürft mit einer Abmahnung nicht spaßen. Wenn es der Arbeitgeber darauf anlegt ist bei der nächsten Abmahnung in gleicher Sache Feierabend in der Firma.

euer Betriebsrat hat allerdings nach § 87 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht in "Fragen der Ordnung im Betrieb" und kann einer Abmahnung entgegenwirken.

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@Zander1961

Ne, ich habe ein recht gutes Verhältnís zum Betriebsrat. Damals war ich ja über eine Zeitarbeitsfirma in dem Betrieb, Er war der, der sagte, ich werde alle anderen Zeitarbeiter rauswerfen lassen, wenn Du nicht übernommen wirst. Er ist immer auf der Seite der ,,schwächeren ". Würde ich aber zu Herrn B. ( er ist der einzige, vom dem ich weiß, dass er im Betriebsrat ist ) gehen und bezüglich einer Abmahnung fragen, dann würde er dahinter gleich wieder was vermuten und die verantwortlichen in meiner Abteilung ausquetschen. Er lässt nie etwas auf sich beruhen, bohrt so lange, bis er sicher ist, alle relevanten Infos zu haben. Und dieses Theater möchte ich vermeiden. Jeder wüsste gleich,dass ich bei ihm war und wegen einer Abmahnung gefragt habe. Er wird in der Firma auch als Quatschtante bezeichnet, weil er schlimmer ist, wie so manche Frau. In Sachen Reden, Tratschen usw.

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@369874

Es ist es schlimm wenn man weis das du beim Betriebsrat warst? Das ist dein gutes Recht und zum Glück gibt es eine solche Instanz denn sonst würde der Arbeitgeber bei der kleinsten Angelegenheit eine Kündigung schreiben.

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ich weiss nicht, ob ich mich trauen soll:

hättest Du vorher überlegen müssen

nee quatsch ich denke die verfallen auch irgendwann bei guter fuehrung. wenn das jetzt aber so weiter geht, natuerlich nicht.

Wenn das so weiter geht kann mit der nächsten Abmahnung in gleicher Sache eine Kündigung ausgesprochen werden.

Ob sie Bestand hat ist dahingestellt, aber möglich.

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ist Sache des Personnalers/Chefs aber vergessen wird sowas nicht.

bei uns musste das vom Akteninhaber beantragt werden

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