Wie lange leben Autos?

13 Antworten

Nunja, es gibt die Autos, welche bei bereits bei 100.000km den Geist aufgeben immer mehr. 

Wer sein Auto regelmäßig wartet, es nicht im Eiskalten Zustand in den Begrenzer jagt und es normal pflegt, wird nie Probleme damit haben-solange das Auto hochwertig ist.

Der Mercedes von meinem Onkel hat oder wird bald die eine Millionen knacken, ist 50 Jahre alt und fährt wie am ersten Tag.

Eine Bekannte hat/hatte (keinen Kontakt mehr) einen Starlet, 500.000 km, alles was gemacht wurde, waren die normalen Intervalle (4x Zahnriemen, Ölwechsel und sowas).

Viele weitere Beispiele könnte ich jetzt aufzählen, aber die beiden sollten erstmal reichen.

Das Problem bei vielen moderneren Autos liegt unter anderem zum Beispiel im Downsizing. 

Es gibt die Faustregel, die besagt, je weniger PS aus dem Hubraum geholt werden, desto länger hält das Auto. Logisch, wenn man bedenkt, dass ganz andere Kräft auf einzelne Teile wirken. 

So hat der Mercedes zum Beispiel 55 PS-aus einem 2 Liter Nutzfahrzeug-Diesel (was damals üblich, einfach Nutzfahrzeug-Diesel zu nehmen, da Diesel so gut wie nicht gefragt war). 

Dazu kommt, es ist ein Diesel. Dieser muss nicht sehr hoch drehen. Je höher ein Motor drehen muss, um die Leistung zu bekommen, desto schneller verschleißt er. Ein Diesel dreht seine 1000-3000 Umdrehungen, da braucht der Verschleiß ewig. Vor allem, wenn ich bedenke, dass ich auf der Autobahnauffahrt gelegentlich an die 6000 Touren rankomme, wenn ich mal etwas Leistung brauche.

Auch der Starlet holt aus seinen 1,3 Litern 75 PS. Das ist immer noch wenig. 

Zum vergleich gibt es Dreizylindermotoren mit Aufladung (also Turbolader), die 110 PS aus einem Liter Hubraum holen. Das das absolut schädlich ist, muss ich wohl nicht erwähnen. 

Dann kommt die ganze moderene Elektronik ins Spiel. All das kann kaputt gehen. 

Solche Dinge wie Fußraumbeleuchtung bringen nichts, können aber kaputt gehen. Wenn man schaut, welche Autos denn die zuverlässigsten sind, so wirst du zu dem Fazit kommen, dass es die ohne komplizierte Technik sind. 

Vergleiche mal den Aufbau eines modernen Motors mit dem eines alten. Den alten wirst du relativ simpel selbst nachbauen können. Die Technik ist einfach, und auch Preiswert zu reparieren. 

Moderne Motoren werden extrem Belastet, unter anderem auch, um Unsinnige Umweltstandards zu erreichen (was völlig in die Hose geht, und den gegenteiligen Effekt hat), dadurch leben sie nicht mehr so lange. Auch die zunehmende Elektronik in den Fahrzeugen macht mit zunehmendem Alter Probleme. 

Und ja, auch "Zerstörungsmachanismen" werden von Herstellern eingebaut. Beispielsweise gibt es Kabel, die rosten von innen. Dadurch fällt die Elektronik aus -> teure Reparaturen, eventuell wird der Karren auch weggeworfen.

LG

300tkm waren schon für Autos aus den 70ern keine Hürde mehr, am robustesten sind aber wohl Autos aus japanischer Produktion aus den 80er und 90er Jahren.

Toyota hat von 1980 bis 1999 den selben 1.6er Block gebaut, bis 87 mit nem Vergaser drauf und ab da dann auch als Einspritzer. Genau der Block is recht bekannt unter Toyota Fahrern und gilt bei uns als eine der besten Maschinen überhaupt, 400tkm sind kein Problem und auch bei 600tkm oder gar 800tkm macht die Maschine selbst keinerlei Probleme in der Regel. Eher isses der Rost der die Autos drumrum ins Grab bringt, würde Blech nich rosten würden wohl die Straßen noch voll sein von alten Toyota.

Aber zurück zu den Motoren selbst, der 1.6er war ansich ein größerer 1.3er. Mehr oder weniger waren in den 80ern 1.3er,1.5er,1,6er und 1,8er Motoren alle baugleich - den 1.6er 16V der 83 auf den Markt kam lasse ich mal außen vor.

8 Ventiler mit Vergaser, der 1.3er wurde 85 ersetzt durch nen 12 Ventiler der dann bis 1992 gebaut wurde bevor er wiederrum vom neuen 1.3er ersetzt wurde der dafür wiederrum aus dem 1.6er entwickelt wurde.

Vereinfacht:

2A 8V Vergaser - 1,3l > 2E 12V Vergaser- 1,3l (weiterentwickelt aus 2A) > 2E-E 12V Einspritzer - 1.3l > 4E-FE 16V - 1,3l (kleinerer 4A-FE)

3A 8V Vergaser - 1,5l > 5A-FE 16V Einspritzer (kleinerer 4A-FE)

4A 8V Vergaser - 1.6l > 4A-F 16V - 1.6l Einspritzer Magermix > 4A-FE 16V Einspritzer

7A 8V Vergaser - 1,8l > 7A-FE 16V - 1,8l Einspritzer (größerer 4A-FE)

Alle Motoren sind bekannte Langläuferm, in der Regel sind die Autos drumherum aber auch langlebig. Außer Verschleißteile hat man ansich keine Probleme, ab 300tkm kommen dann eben die Radlager irgendwann wobei manche auch erst bei 400tkm davon berichten. Natürlich sind die Autos dann schon etwas älter und dadurch allein schon dem Tod geweiht gewesen, wer investiert schon in ein 20 Jahres Auto? Da kann es noch so zuverlässig gewesen sein über die 400tkm, die werden dann einfach fallengelassen und müssen moderneren und anfälligeren Autos weichen.

Hallo!

Ich kannte einen Mercedes C280 (W202), der bei seinem einzigen Besitzer in etwas mehr als 20 Jahren mehr als 550000 Kilometer vollgemacht hat ------> allerdings landeten da gern mal höhere vierstellige Eurobeträge im Auto, was Wartung, Pflege, Ersatzteile, Rostentfernung, neue Reifen usw. anging. Der Benz hat jedoch diese biblische Laufleistung mit erstem Motor und erstem Getriebe erreicht.

Will sagen: Allgemein hat es der Besitzer selbst in der Hand, wie lang sein Auto lebt... und es hängt auch mit der Bereitschaft ab, in Wartung und Pflege zu investieren -------> der Benzfahrer hat z.B. im hohen Fahrzeugalter oft mehr Geld bei Mercedes investiert, wie sein Auto eigentlich wert gewesen ist! Und wer das nicht scheut, kann ein Auto generell beliebig lang fahren...

Die robustesten Autos stammen aus den Jahren 1985 bis 1995 (siehe auch Mercedes W202!), neuere Modelle haben zu viel kurzlebige Elektronik an Bord... zu mir meinte mal ein Mercedes-Verkäufer, dass die aktuellen Baureihen für ca. zwölf Jahre ausgelegt sind, günstigere Autos sind für rund acht bis zehn Jahre bestimmt. Das Langzeitauto wäre an sich machbar, allerdings merkten die Hersteller, dass die zwischen 1985 und 1995 gefertigten sehr haltbaren Fahrzeuge ohne sinnlose Elektronik zu lang hielten & man damit kein Geld verdiente.

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