Wie lange brauch ich für Wing Tsun?

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3 Antworten

Du kannst alles lernen, mit der Zeit. Es ist relativ normal, dass man anfangs das Gefühl hat, oft über seine eigenen Arme und Beine zu stolpern. Also keine Panik, Du hast hast ja Zeit.   

 Falls Du eine gute Schule erwischt, deren Trainer dein persönlicher Fortschritt wirklich wichtig ist, kann es passieren, dass Du dich sehr oft als laufender Fehler fühlst.  Du mußt Du drüber stehen, denn das ist das Wesen des Lernens: Sich ständig neuen Herausforderungen stellen und Fehler machen. Beißen und dranbleiben, wenn Du diese Kampfkunst wirklich einsatzfähig beherrschen möchtest.   

Wie lange Du brauchst, den Kern der Kampfkunst kennenzulernen und auch einigermaßen umsetzen zu können?   

Natürlich ist das individuell verschieden, abhängig von deinem persönlichem Einsatz, deiner Lernfähigkeit, deinem Talent, deinem Vorwissen und auch der Schule, die Du erwischt hast.  

Bei viel persönlichem Einsatz (mind. 3x offizielles Training pro Woche durchgängig ohne Pause + Hometraining) würde ich eine Dauer von 4-5 Jahren schätzen.   

Bei Schulen mit Graduierung dauert es wesentlich länger, bis nie, bis man alle unbedingt notwendigen Bestandteile des Wing Tsun zumindest einmal gesehen, geschweige denn ausgiebig trainiert hat.   

Grund: Die einzelnen, unbedingt notwendigen Bestandteile sind bis in die hohen Lehrergrade (oder HG) verteilt, die man erst nach weit über 10 Jahren überhaupt erreichen kann - bei gleichem Einsatz.     

Es ist möglich, bei entspechender Lehrart, dass man schon eher (evtl 1 Jahr) den notwendigen "Biss", das notwendige Aufreten erlernt, mit dessen Hilfe schon 75% aller SV- Fälle regeln kann.  

Aber Wing Tsun anwenden kann niemand nach nur einem Jahr Training (bei Graduierungen ca 4.SG) Er kennt noch nicht einmal die notwendigsten Bestandteile, wie z. B. die komplette Schrittarbeit...Puppenschritt, Messerschritt)

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Hi creativkiller

Also, eine genaue Antwort wie lange du für WT brauchst kann ich dir nicht geben. Selbst die Großmeister in der EWTO sind noch nicht "fertig" mit WingTsun. Es gibt immer neue Dinge, Ansichten, Möglichkeiten und Aspekte auf die man sich konzentrieren kann. Denn so wie sich das Leben und die Umgebung verändert, so verändert sich auch unser WingTsun. 

Und zu deiner Angst dass du nicht weißt was du machen sollst wenn die dich angreifen, keine Sorge. Das Verständnis für gewisse Techniken und Zusammenhänge kommt meist später. Der eine erkennt es früher, der andere später. Wichtig ist aber dass du immer am Ball bleibst und versuchst es zu verstehen. 

Vielleicht ein kurzer Ausblick: Man sagt wenn man den 4 Schülergrad im EWTO WingTsun erreicht hast ist man für 90% der Situationen auf der Straße gut gewappnet. Aber mehr schadet ja nie^^

Kurze Zwischenfrage, ist deine WT schule bei der du bist eine offizielle EWTO schule? Darauf sollte man heutzutage achten,  da es viele Nachahmer gibt die meist nicht mehr so authentisches WT unterrichten, da sie viele andere Stile miteinfließen lassen. 

Wenn du willst kannst du mir gerne noch andere Fragen zu dem Thema stellen, falls du noch welche hast. Das Angebot gilt natürlich auch für alle anderen Interessenten. 

Ich hoffe ich konnte deine Frage einigermaßen zu deiber Zufriedenheit beantworten. ^^

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Kommentar von Shiranam
23.02.2016, 16:55

Die EWTO ist selbst stolz darauf, kein authentisches Wing Tsun zu unterrichten, schrieb Herr Kernspecht zumindest. Der Lehrweg bei der EWTO ist im ständigem Wandel - weder positiv noch negativ gemeint, sondern objektiv.

Das Nicht-EWTO-Schulen schlechter sind, als EWTO-Schulen, ist eine glatte Lüge. Genauso ist es sehr respektlos, alle Schulen der Trainer, die mal in der EWTO waren, als Nachahmerschulen zu bezeichnen.  Es kann bei einigen so sein, aber längst nicht bei ALLEN.

Kinder sammeln ihre Erfahrungen hier und dort, werden erwachsen und flügge. Ähnlich ist es bei Trainern und Kampfkünstlern. Auch sie sammeln ihre Erfahrungen, einen Teil evtl in der EWTO und gehen dann ihren eigenen Weg. Genauso wie das Oberhaupt der EWTO können sie erkennen, welchen Lehrweg sie für sinnvoll erachten und ihn dementsprechend anpassen. Da gibt es kein Monopol.  

Nur, weil die EWTO ihren Meistern verbietet, eigene Wege zu gehen, aus organisatorischen und finanziellen Gründen, müssen nicht alle Trainer diese Maßnahme für sinnvoll erachten.   

Es gibt gute Gründe, eigene Wege zu gehen.

Zudem gibt es noch genügend gute Schulen, die niemals etwas mit der EWTO zu tun hatten.   

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Ist normal sofern du keine "Kampferfahrungen" hast. An den vielen Körperkontakt wirst du dich aber auch bald gewöhnen und anpacken lernen..

Bis du ein bisschen hilfreiche Sachen kannst, das dauert nicht lange. 
Bis du wirklich vieles beherrscht (nicht können, sondern beherrschen), bis dahin vergehen Jahre. 

Trainiere weiter, dann wirst du auch besser. Irgendwann musst du nicht mehr drüber nachdenken was du jetzt machen musst, sondern blockst und schlägst ganz routiniert, dafür übt ihr es ja. 

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