Wie konnte man herausfinden, dass Goethe einen IQ von 210 hatte

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Alles Mutmaßungen, eine Mischung aus der errechneten Hirngrösse und seiner Belesenheit und Intelligenz, die man aus seinen Werken ableitet. Unseriös.

Selbst wenn ein und dieselbe Person mehrfach hintereinander einen IQ-Test macht, wird nicht dasselbe herauskommen.

Obwohl ich bezweifele, dass er einen IQ über 200 hatte (ich hab mal was von 180 gehört),kann man in gewissen Umfang aus seinem Sprachschatz, seinem theoretischen Erkenntnissen (Farbentheorie – heute widerlegt), Entdeckung des Zwischenkieferknochens, politischen Aktionen usw. sowie aus den Zeugnissen seiner Zeitgenossen Rückschlüsse auf seine doch recht hoch entwickelte Intelligenz ziehen.

Sicher hatte diese Intelligenz viel mit Sprache zu tun, ob er eine gute Raumvorstellung, mathematische Intelligenz usw. hatte, ist eher spekulativ.

Zwei Dinge sind gewiss, solche posthumen IQ-Schätzungen sind eher Spielerei als Wissenschaft und eines fehlte Goethe mit hoher Sicherheit in manchen Situationen: an sozialer Intelligenz. Denn ein Kotzbrocken konnte er schon mal sein.

Und wenn man zu viel bewundert wird, schwindet die soziale Kompatibilität. Schau Dich mal bei den Prominenten um ;-)

Der Wortschatz eines Menschen sagt natürlich etwas Wesentliches aus, weil dieser umfassender in der Lage ist etwas zu beschreiben. Und Goethe soll 20000 Worte aktiv benutzt haben, während ein Bundesbürger im Schnitt mit 2400 auskommt. manche mit noch weniger ;-) Übrigens, zwischen Vergötterung und Vernichtung Goethes liegt irgendwo die Wahrheit.

Der IQ steigt nicht automatisch mit fortschreitender Technik. Im Gegenteil, viele verlassen sich zwar darauf, verstehen sie aber nicht. Der Bauer vor 150 Jahren musste viel mehr im Blick haben, um seine Wirtschaft zu erhalten und zu vermehren als viele Spezies heute. Dem könnte man doch nicht einen niedrigen IQ geben, bloß weil er kaum schreiben konnte.

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