Wie kondoliert man richtig?

7 Antworten

Hallo Solf! Nein, beim Kondolieren muß das Wort "kondolieren" nicht auftauchen. Es geht darum, Beileid und Trauer auszudrücken und beides hängt davon ab, wie gut man den A) Hinterbliebenden und B) den Verstorbenen kennt. Außerdem hängt es natürlich stark davon ab, in welcher Situation der Todesfall eintrat: Überraschender Autounfall, hohes Alter oder nach langer Krankheit.

Im großen und ganzen ist es wie immer: Mit Gefühl und Menschenverstand am besten Deine wirkliche Meinung sprachlich geschickt verpacken.

Danke!

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Das hängt doch ganz davon ab, in welcher Beziehung man zu dem Verstorbenen bzw. den Hinterbliebenen steht. Die Skala reicht von ganz allgemeinen Floskeln (mein herzliches Beileid) bis hin zu ganz persönlichen Worten (ich bin auch unendlich traurig und fühle mit Euch). Bei guten Bekannten sind mir immer sehr persönliche Worte eingefallen, da mache ich mir im Vorwege gar keine Gedanken. Die spontanen Worte kommen aus dem Herzen und sind ehrlich.

Sehr schön, danke.

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ich versuche, individuelle worte und gesten zu finden, anstatt der üblichen sprüche wie "aufrichtige anteilnahme" oder "herzliches beileid". etwa so: ich fühle mit dir und ich weiß genau, wie es dir jetzt geht. ich möchte dir helfen, dir kraft geben. merke dir, jeder lebt weiter in unseren gedanken an ihn. manchmal kann ich keine passenden worte finden, sondern einfach nur festhalten und drücken, mein inniges mitgefühl damit ausdrücken.

Schriftlich oder mündlich? Wie eng sind die Verhältnisse mit demjenigen? Das sind so die Grundfragen, würde ich sagen. Wenn du die Leute näher kennst, finde ich persönlich, dass du von diesen abgedroschenen Floskeln Abstand nehmen und lieber ein persönliches Wort finden solltest. Wie z.B., wie traurig dich das Passierte macht und dass du deine Hilfe wobei auch immer anbietest. Ich finde, ehrliche und einfache Worte kommen besser an als belanglose Formeln. Ich finde auch, dass man unbedingt aufmunternde Parolen vermeiden sollte, wie z.B. "Kopf hoch", "du musst jetzt nach vorne blicken", "dein Leben geht weiter", "du musst jetzt an dich denken".... Auch wenn das vielleicht irgendwie stimmen mag, so will man das in diesem Moment nun wirklich nicht hören.

Es hängt auch davon ab, wie nach man den Hinterbliebenen steht bzw. dem Verstorbenen gestanden hat. Kondolieren heisst, sein Beileid aussprechen. Und genau so darf man es auch. Z.B. "Mein herzliches Beileid". Meiner Meinung nach darf man aber auch ruhig persönlicher werden und es so aussprechen, wie man es fühlt. Wenn man das nicht gut kann, besteht auch die Möglichkeit sich "sprachlich" kurz zu fassen (Mein herzliches Beileid) und die Gefühle auf einer Trauerkarte schriftlich auszudrücken. Das ist meine bevorzugte Art mit solchen Situationen umzugehen. Aus Erfahrung weiss ich, dass es es Hinterbliebenen gut tut, wenn sie später noch einmal die Beileidskarten lesen können und sich so noch einmal vergewissern können, das der Verstorbene auch von anderen vermisst wird.

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