Wie kann ich das weinen meiner Tochter (2) bei jeder Kleinigkeit abstellen?

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28 Antworten

Klar, man kann Kinder auf viele Arten erziehen und man kann sich - durch falsches Verhalten - auch schnell "kleine Tyrannen" erziehen! Ich kenne Dein Kind nicht und kann nicht beurteilen, ob es wirklich nur Aufmerksamkeit will und Dich tyrannisiert - DANN wäre MAL ignorieren sicher nicht verkehrt...

Andererseits gebe ich folgendes zu bedenken: Für Kinder sind Dinge, die in unseren Augen "lächerliche Kleinigkeiten" sind, oftmals große tragische Probleme! Wenn das Kind ein Selbstwertproblem hat und dann auch noch "schief angeguckt" wird - dann ist das eine Tragödie! Wenn diese Seelenqualen dann ignoriert werden, hört das Kind mit Sicherheit irgendwann auf zu heulen - weil es resigniert hat und kapiert: Meine Mutter/Eltern interessieren meine Probleme nicht - ich bin ihnen egal!

Ich bitte alle die, die hier für "ignorier Dein Kind" plädiert haben, sich einmal folgende Situation vorzustellen: Ihr seid mit Eurer großen Liebe zusammen, schwebt auf Wolke 7. Eure beste Freundin kann den Typen nicht ausstehen. Nun werdet ihr von dem Mann verlassen, eine Welt stürzt für Euch ein. Für die Freundin ist dieses Problem "lächerlich". Wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn Ihr Euch nun die Augen aus dem Kopf heult wegen diesem Typen und Trost braucht und Eure Freundin ignoriert Euch??? Wäre es nicht viel besser für Eure Seele, wenn sie Euch nun zuhört und Euch das Gefühl gibt "Du bist nicht allein, ich hör Dir zu!"?

Kinder müssen erst lernen, mit solchen Tragödien umzugehen und Vertauen aufzubauen! Was macht Ihr, wenn das Kind 15 ist und seinen ersten Liebeskummer hat? Auch ignorieren und belächeln? Am besten noch mit dem Spruch "Ach, DAS ist noch gar nichts..." oder "Es gibt noch soo viele Jungs"? Wie würdet Ihr Euch fühlen, diesen Satz von der Freundin zu hören?

Nun MEIN Tipp zu Deiner Frage: Gib Deinem Kind die Sicherheit, dass DU IMMER für sie da bist und NICHTS das Vertrauen zwischen Euch beiden zerstören kann! Das bedeutet konkret: Trösten, trösten, trösten... Das muss nicht immer mit vielen Worten passieren. Oft reicht schon eine kleine Geste wie übers Haar streicheln. Ablenkung oder Hilfe kann auch Trost sein! Wichtig ist nur, dass man mit dem Herzen dabei ist und dem Kind das Gefühl gibt, dass es nicht allein durch diese Situation muss! Mit unserer Hilfe (aufzeigen von Alternativen) lernen sie, damit umzugehen und können beim nächsten (oder eben übernächsten) Mal diese Situation alleine bewältigen! Klar, manchmal hat man einfach mal was anderes zu tun und oft nervt das "Geheule" auch einfach nur. Nimm sie dann nur kurz in den Arm oder streiche ihr über den Kopf und sag ihr "Ich bin da, alles ist gut" Abends beim Kuscheln bevor sie ins Bett geht, kann man das Thema von mittags ja wieder kurz ansprechen und sie fragen, was denn so schlimm war. So lernt das Kind, das es mit all seinen Sorgen und Problemen zu Dir kommen kann und Du zu ihr hältst - egal was passiert! Wegen "Kleinigkeiten" wird sie dann bald nicht mehr heulen!

Alles Gute und viel Glück!!!

1f2in 25.07.2009, 23:16

.. gut gedacht und gefühlt. So kleine Kinder entwickeln schnell Gefühle und vergessen auch wieder schnell, auch wenn es die Seele registriert hat. Wenn ihr Problemchen schnell und positiv kleinkindgerecht in diesem Fall, gelöst wurde, dann denke ich, ist für diesesmal wieder alles gut. Abends würde ich dann das Problem nicht noch einmal aufwärmen, da ich glaube dass sich Kinder in diesem Alter nicht noch einmal nachträglich selbst kontrollieren oder erinnern sollen müssen, damit sie erst einmal im "Jetzt" leben können.

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Kolibri 23.04.2010, 11:36

Vielen Dank für den Stern! Freut mich sehr, dass ich helfen konnte!

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Hallo,

manche Kinder schreièn, werfen sich auf den Boden, kreischen und strampeln, manche weinen eben.. Wenn du den Eindruck hast, das Kind meldet sich, um Aufmerksamkeit zu bekommen, mag das so richtig sein. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es sich vernachlässigt fühlt ,durchaus möglich ist, dass es einfach die vermehrte Aufmerksamkeit genießt. Du kannst es zunächst in den Arm nehmen und es liebevoll fragen, warum es weint. Dann sprich ganz ruhig und nehme dein Kleines mit an einen Tisch. Da kannst du einen Spiegel und Malutensilien bereit legen. Zeige dem Schätzchen das weinende Gesichtchen im Spiegel und mache auch du ein gaaanz trauriges Gesicht. Dann sage dem Kind, dass du und alle anderen auch traurig werden, wenn es weint. Erkläre, dass niemand gern traurig ist, weil man sich selbst gar nicht mehr erkennen mag, wenn man weint. Dann male ein lachendes Smily auf ein Blatt Papier und lächele selbst. Schau mit dem Kind gemeinsam in den Spiegel und frage es, wann es sich selbst und auch dich lieber mag. Mache mit dem Kind ein "Lacchspiel" das heißt, lache einfach los, in verschiedenen Tonarten und sei ruhig albern.. Dein Nachwuchs wird sich höchstwahrscheinlich erst einmal vom Spiegel abwenden, den Smily möchte es vielleicht öfter sehen und du kannst dazu sagen, wie hübsch es doch aussieht, wenn es lacht, wie dieses Gesicht! Selbst die kleinsten Kinder sind schon ein wenig eitel, du wirst staunen! Das wiederhole einige Male, wenn du Gelegenheit dazu hast. Wenn du zu der ganzen "Prozedur" dann noch ein kleines Liedchen singst, genügt es schon bald, diese Melodie zu summen, sobald dein Kind wieder einmal weint. Natürlich darfst du das nicht tun, wenn das Kind sich verletzt oder erschreckt hat, dann ist wichtig zu betonen, dass es j e t z t sogar weinen soll, um dir zu helfen, den Schmerz zu erkennen und helfen zu können.

" Heile, heile Segen, sieben Tage Regen(dabei weinerlich gucken) " / Tage Sonnenschein bald schon wird es besser sein!" Dazu breites Grinsen aufsetzen: Bei meinen Kindern-eigene und anvertraute- hats immer geklappt ich wünsche auch dir Geduld und viel Erfolg!

Nur weil das Kind aufhört mit dem vielen Weinen, heißt es ja nicht das die Strategie erfolgreich in dem Sinne war, das das Kind einen Schritt in der emotionalen Reife gegangen ist. Es kann auch sein,d as die gefühle in dem Kind genau so geblieben sind und es sich nun einfach nicht mehr traut zu wienen. Wenn es zum Beispiel denkt die anderen Kinder oder gar die Mutti belustigen sich darüber oder ist genervt. Dann dauert es nicht mehr lange und das Kind wir die unerwünschten Gefühle, die es doch hat verdrängen, denn regulieren kann es sie nicht.

Mit 3 ist ein Kind ja in der Trotzphase und manch ein kind drückt die Wut eben mit weinen aus. Es ist schon richtig, das Kind sollte lernen dürfen, das es seine gefühle nach und nach selbst regulieren kann. Noch (viele Jahre) mit Mutti zusammen, Mutti als Hilfe.

In dem Alter beginnt ein Kind Frustrationstoleranz zu entwickeln, bzw. sollte die Möglichkeit dazu bekommen.

Find es NICHT richtig ein Kind einfach links liegen zu lassen. Stärke sie in ihren gefühlen darfür brauchst du sie nicht unbedingt trösten.Der legostein passt nicht (nun das ist für sie frusrtriend da sie das spiel im kopf schon geplant hat) da ist es eigentlich nachvollziehbar das sie heult dann könntest du ja hingehen und sagen "der passt nicht das ist doof aber versuch mal den,..." sodass sie lernt mehrere wege führen zum ziel.was das heulen betrifft wenn sie schief angeschaut wird,nun vielleicht braucht sie noch mehr selbstvertrauen sag ihr regelmäsig was für ein tolles kind sie ist usw dann wird sie auch schnell damit umgehen können.links liegen lassen hat was vonich komm mit meinen gefühlen nicht klar und mama hilft mir nicht das kanns ja nicht sein.

Das kenne ich auch,mitlerweileist meine Tochter 5,sie hat noch eine grosse Schwester und wenn da was ist kommt das heulen doch noch manchmal.Aber nur weil sie weiss ich reagiere darauf.Als sie jünger war hat sie immer geheult wenn irgendwas nicht so war wie sie es wollte,ich habe sie dann einfach gelassen.Naja einfach war es nicht :-)Sie machte auch immer stress in Gaschäften weil sie was haben wollte.Du musst hart sein egal wie schwer es dir fällt.Wir wren zb.mal schwimmen und sie jammerte nur rum,dann habe ich ihr esagt höre auf wir gehen nach Hause,sie hörte nicht aufund wir fuhren nach Hause.Das muss man durchziehen,denn man spricht oft was aus hält sich nicht dranund das nutzen Kinder aus.Wenn diene Tochte zb.mitetwas spielt und jammert wenn sie es nicht hin bekommt würde ich sagen so dann räume ich das weg,oder setzte dichdazuund tue so als wenn du es auch nicht schaffst dann sagst du das du es nochmal versuchst und sie sieht dann oh es kann ja doch klappen.Möglichkeiten gibt es genug man muss nur geduld zeigen undmanchmal eben auch härte.

starlight0673 03.07.2009, 12:20

mit härte meine ich Konseqent sein..

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Das ist leider normal, Kleinkinder durchleben verschiedene Phasen die unterschiedlich lang anhalten können. Bei Niederlagen würde ich schon Lösungsvorschläge anbieten, beim Puzzlen,Lego,Sachen wegnehmen etc,aber ganz ehrlich, wenn Kinder ihren Willen nicht bekommen weil Mama z.Bsp. NEIN sagt, dann solltest Du auch dabei bleiben.Wenn Du sagst, es gibt kein Süßes mehr, sollte man nicht nach fünf Minuten nachgeben und sagen na gut aber nur noch ganz wenig oder so. Das verwirrt die Kinder und Kinder brauchen Grenzen. Dein Kind wird früher oder später merken das sich andere Kinder distanzieren und Du kannst es ihm Kindgerecht erklären. Wie zum Beispiel Die anderen Kinder bekommen Ohrenschmerzen wenn du so viel weinst, deswegen möchten sie nicht mit Dir spielen, du kannst doch zu mir kommen und mir sagen wenn dir etwas nicht gefällt. Wichtig ist dabei mit dem Kind auf einer Ebene zu sein,sprich nicht von oben zu sprechen, gehen sie zu ihrem Kind herunter und halten Augenkontakt. Viel Glück

es ist schwierig, so aus der ferne rat zu geben. ich denke durch staendiges troesten verstaerkt man dieses verhalten noch. offensichtlich hat dein kind wenig selbstvertrauen und eine aeusserst geringe frustrationstoleranz. also ich wuerde nur im wirklichen notfall (wenn es grosse schmerzen hat oder sehr grosse angst) troesten, ansonsten auch nicht mehr viel worte machen, sondern einfach ignorieren oder so "na ja ,dann bauen wir den turm wieder auf" oder auch mit ablenkung arbeiten. aber vielleicht besuchst du auch einen familientherapeuten, weil manchmal schleifen sich so mutter-kind verhalten unguenstig ein, dass man es schlecht aendern kann. ausserdem wuerde ich ueberpruefen, ob dein kind organisch gesund ist. ich weiss, dass ich auch ein "heulkind" war-erst als ich erwachsen war, hat man dann festgestellt, dass ich eine missbildung im kiefer hatte(ich heulte bei jedem essen,weil es weh tat)...

danke erstmal für die vielen antworten hier ...

aber ich glaube ich werde es handhaben wie immer ... wenn es einen wichtigen grund gibt zum weinen dann tröste ich, wenns aus trotz passiert dann ignorier ichs und wenns in anderen situationen passiert reagier ich halt flexibel. ich denke das ist die beste lösung...

nochmal zu meiner kindergärtnerin... sie meinte ich solle meine marie halt bei jedem kleinen weinerchen überschwänglich trösten... aber ich kenn mein kind gut genug und weiss, dass sie das gar nicht möchte. weil meine kleene ist kein überaus großes kuschelkind. mal ein "ei ei" zwischen durch ... n bissi drücken und ein bussi, das ist aber dann auch schon alles...

Ich habe erlebt, wie Schreikinder ruhig wurden, Trotzkinder sich wieder zu ihrer Mutter/ihrem Vater zuwendeten und kuschelten, wie 1-jährige Tränen in den Augen hatten, als die Mutter ihrem Kind von der Geburt erzählen - ich kann's Dir nicht im Detail erklären, aber es gibt Craniosacral Therapeuten, welche sich auf Kinder spezialisiert haben, welche u.U. eine Ausbildung als Hebamme im Vorfeld absolvierten, oder als Kinderkrankenschwester.

Ich kann Dir nicht versprechen, dass das Weinen nachher auffhört, aber ich vermute es und sicher wird eine solche Sitzung sehr aufschlussreich.

Viel Glück wünsch ich Euch :-) !

Hallo natzel, du hast schon wertvolle Antworten erhalten und doch schreibst du ein zweites Mal "ich weiß nicht weiter". Ich bin Mutter zweier Kinder, liebe sie über alles und weiß heute, wenn ich damals mehr über meinen Sohn gewußt hätt, hätte ich anders reagiert. Man kann ja nicht in die inneren Stimmung schauen.Macht sie das, um die Umgebung für sich zu intersseiren, ist das ihre einzige Form um Aufmerksamkeit zu bekommen oder ist sie raffiniert? Selbst wenn das alles zuträfe. gibt es einen guten Weg, sie zu lenken. Ich habe das bei einer Mitschülerin meiner Tochter mit erlebt, sie weint nicht mehr, aber im Grunde ist etwas in ihr gestorben. Die Lehrerin und die Mitsachüler konnten es nicht ertragen. Dabei ging es ihr nach dem Weinen immer sehr gut, es war für sie eine Art Ventil. Die Kindergärtnerin kann das Weinen nicht ertragen, es macht ihr Mühe. deswegen soll es aufhören. Leider kann man hier keine privaten Nachrichten senden. Gern würde ich dich unterstützen mit einer guten Methode, die ich in den letzten Jahren kennen gelernt habe. Eigentlich verdiene ich damit Geld, aber für eine verzweifelte Mutter, würde ich es auch so tun. Gibt es hier eine Möglichkeit, sich auszutauschen ohne, dass alle mitlesen? Lieben Gruß

Kolibri 03.07.2009, 09:23

@viovi: Du kannst ein Freundschaftsangebot senden. Wird es angenommen kannst Du private Nachrichten schreiben!

Deine Methode würde mich (als Mutter und Erzieherin) auch interessieren!

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...hallo natzel, wie Dein Gespräch mit der Kindergärtnerin weitergegangen ist, beschreibst du nicht. Es stört mich, dass sie Dir nur einen Wink gab mit ihrer Frage, ob du Dein Kind zu wenig tröstest. Deine Antwort darauf ist, dass Du nicht die beste oder größte Tröstermama bist. Kinder spiegeln den Eltern ihre Probleme, also ein fast 3jähriges Kind ist in einer Phase, in der es seine Gefühle entwickelt und zwar alle dazugehörigen, so wie sie auch zu Erwachsenen gehören. Nur der Unterschied ist, dass ein Kind nicht mit Deinem Gehirn denkt, sondern mit seinem sich gerade sich Entwickelndem. Deine sachliche Erklärung, es gäbe keinen Grund zum Weinen, kann Dein kleines "Baby" absolut so noch nicht verstehen, es lernt sich doch erst selbst auf subtile Art und Weise erleben. Du bist dafür da dieses kleine Würmchen zu verstehen und es zu trösten, was und wie Du es sagst kommt ganz auf die Situation an. Alle die Dir geraten haben, das Kind nur "links" liegen zu lassen, grundsätzlich keine Aufmerksamkeit zu schenken, dann löst sich das Problem von ganz alleine, finde ich so erst mal grauenvoll total daneben und depremierend. Was bleibt dem dem kleinen Wesen anderes übrig, als keinen Trost zu bekommen. Deine Kleine macht Dich auf Dein Problem aufmerksam.

ich hatte dieses problem auch ne zeitlang bei meinem sohn mann mag mich für mein verhalten als rabenmutter ect. darstellen aber ich habe meinen sohn einfach weinen lassen wenn es unnötige kleinigkeiten waren. So hat er keine Aufmerksamkeit bekommen und es relativ schnell sein lassen. Jetzt weint er eigntlich nur noch wenn er sich so richtig weh getan hat müde ist und es nicht so klappt wie er oder gerade der sturrkopf durchkommt ;-) einfach weinen lassen und wenn das kind sich nach 5 Minuten immer noch nicht beruhigt hat sollte man aber dann doch trösten also nicht darauf eingehen einfach ablenken

Hallo! Ich denke dass Deine Tochter wenig Frustrationstoleranz und Selbstbewusstsein hat. Diese zu stärken ist eigentlich ganz einfach. Lob, wenn sie was gut gemacht hat, bei Weinen, wenn was nicht klappt mit Ruhe eine Alternativlösung vorschlagen, zeigen, es sie selbst versuchen lassen und natürlich loben.Bei Weinen wenn einer sie schief anguckt: ruhige Frage was denn als so schlimm empfunden wird, warum sie so verunsichert ist.Rollenspiele können dabei hilfreich sein, zeig ihr, dass jeder Momente hat, in denen er sich im Umgang mit anderen vielleicht hilflos fühlt und führe sie mit Liebe und Verständnis mit Lösungsvorschlägen ( Standartsätze etc) zu einem besseren Umgang mit diesen Problemsituationen. Übrigens von solchen Aktionen können nicht nur Kinder Lernen.Schmunzel! Viel Spaß und Vereständnis miteinander und füreinander! LG

Weinen ist immer ein Ausdruck für irgendeinen Wunsch des Kindes. Es stellt sich nur die Frage, ob es ein berechtigtes Anliegen ist oder es einfach "Druck" ausüben will. das zu beurteilen, müsstest man mehr fakten kennen. Was sind für Dich Kleinigkeiten sind, könnten für das Kind die Welt bedeuten. nur mal so am Rande erwähnt. Aber genrell, einfach nicht beachten. Ohren zu, Mund zu, so tun als wäre nichts. Zum Kind selbst völlig normal, neutral weiterverhalten. Da stellt sich das "Weinen" ganz von selbst ein. Aber BITTE nur bei Kleinigkeiten, denn sonst wäre es absolut "Grausam". für das Kind.

Chiao

hi leute, hab das gleiche problem wie natzel. mein kleiner weint bei jedem bisschen. hab aber in den ganzen antworten hier bis jetzt nur einen einzigen sinnvollen lösungsvorschlag gelesen!! (die mit dem smiley und dem spiegel) ignorieren is jedenfalls völliger quatsch!! das hat nichts mit erziehen zutun und führt auch 100% nicht zu dem gewünschten ergebnis, auch wenn es für so manche mammi den anschein hat! jedes mal trösten is in meinen augen auch nicht wirklich sinnvoll. natürlich gibt es situationen in der das kind getröstet werden muss und auch weinen darf, aber sicher nicht bei jeder kleinigkeit. wenn es immer in jeder situation getröstet wird, hat das den gleichen effekt wie ignorieren, nur andersrum. anstatt abzustumpfen, verweichlicht es in meinen augen. ich tröste mein kind wenn es sich wirklich weh getan hat oder es einen triftgen grund gibt. wenn es wieder mal ohne grund heult, rede ich mit ihm freundlich aber sachlich und versuche ihm klar zu machen das es keinen grund gibt jetzt zu weinen. ich mache mich weder über ihn lustig noch ignoriere oder "verhätschel" ich ihn. wenn er trotzig ist und bockt, dann weise ich ihn mit lauterer bestimmter stimme darauf hin, das er sich gerage nicht richtig verhält. so weit so gut. aber geholfen hat mir das bei meinem problem immer noch nicht! bin mit meinem latein am ende. vielleicht kommt hier mal noch jemand mit ner wirklich sinnvollen lösung....

Das Problem kenne ich auch bei meiner Tochter. Sie hat auch immer geweint egal bei was. Ich habe sie dann immer darauf hingewiesen, dass Sie die einzige der Kids ist die immer heult und habe Ihr erklärt, dass die anderen Kinder schon über sie lachen. Außerdem habe ich sie konzequent ignoriert. Sie hat dann auch selber gemerkt das sich keiner mehr um sie kümmert wenn sie heult. Natürlich muss man dann aber auch hart bleiben. Seit dem ist das Thema heulen erledigt. Einfach manl ausprobieren. Viel Spaß dabei

Noona 02.07.2009, 08:31

.....dass die anderen Kinder über sie lachen.....

Wie kommt sie wohl klar damit, wenn sie mal erwachsen ist?

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Sungirl85 02.07.2009, 12:40
@Noona

ist schwer das zu beurteilen.Vielleicht merk sie selber, dass wenn sie heult, dass sie damit nicht weiter kommt und kein Erfolg hat

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Agenda1948 02.02.2010, 19:22
@Sungirl85

Vielleicht wird sie sich aber gar nicht mehr wagen, Gefühle zu zeigen, das kann zu Frustration und vielen Problemen im Erwachsenenalter und bereits in der Schulzeit führen. "Ausgelacht werden" vermittelt Minderwertigkeits-Komplexe!

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Indem du ihr zutraust, mit ihren Gefühlen auch selbst umzugehen. Also nicht bei jeder Kleinigkeit trösten, sondern auch mal "links" liegen lassen. Wenn sie nicht beachtet wird merkt sie schnell, das sie auf diese Weise auch alleine ist. WEnn es einen trifftigen Grund für ihr Weinen gibt dann tröste sie auch.

also man sollte unbedingt unterscheiden ob ein kind dauernd heult um seinen willen zu bekommen oder ob es wirklich leidet.

da es von dir wie du schreibst bisher nicht zu viel getröstet wurde, halte ich es für unwahrscheinlich dass sie dich damit tyrannsiert.

möglich ist aber dass sie kein anderes mittel weiß um dir zu zeigen, adss sie den trost wirklich braucht.

ich kenne von pädagogen, die ich bei sehr guter erziehungsarbeit beobachten durfte, den grundsatz "das kind erst mal da abholen wo es steht" - das will heißen, ihm zeigen, dass man seine situation wirklich versteht "das macht dich jetzt sehr sehr traurig, dass die kinder das zu dir gesagt haben", "...der baustein nicht passt." oder "...die knete nicht halten will" usw. wenn das kind merkt ich werde verstanden muss es auch nicht mehr weinen um verstanden zu werden. (es sei denn der kummer ist so groß, dass die vielen gefühle erst mal abfließen müssen) auf dieser basis kann es tief luft holen und (evtl. mit deiner hilfe) weitermachen oder einen neuen anfang wagen.

unterwegs 02.07.2009, 11:34

wenn das auf dauer nicht hilft würde ich zur erziehungsberatung oder zum kinderpsychologen gehen. dann lass dir aber bei der auswahl gute empfehlungen geben!

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Für meinen eigenen Seelenfrieden und meine Nerven habe ich ganz schnell herausgefunden, wann es angebracht ist wirklich zu trösten und wann zu ignorieren. Sie hat schnell gelernt wenn ich denn Knopf drücke dreht sich die Welt um mich. Es kostet zwar viel Geduld, Nerven und spöttische Blicke von anderen aber ich kann mich nur anschließen. Einfach weinen lassen, und da sein wenn wirklich nötig.

1f2in 01.07.2009, 12:09

... . Sicher gibt es Situationen in denen Kinder ihre Grenzen suchen und man dann manchmal "Standfest" bleiben muss. Aber bitte Vorsicht! Es ist die Kunst, der Eltern unterscheiden zu lernen, wann Grenzen sinnvoll und angebracht sind. Erstmal mit Kindern friedfertig zu sprechen, mit einer sinnvollen Logik, die Kinder je nach Alter auch verstehen können, ist oberstes Gebot.

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Also ignorieren ist zwar am Anfang eine gute Lösung, aber nach einem längeren Zeitraum kann es passieren, dass das Kind sich dadurch vernachlässigt fühlt. Bei größeren Situationen könnte man dadurch anfangen, indem sie sagen wenn sie aufhört zu weinen, bekommt sie etwas Kleines (z.B. Lutscher, etc.).

Kolibri 03.07.2009, 09:21

Dadurch lernt das Kind vor allem: "Wenn ich schreie, bekomme ich einen Lutscher!" So erzieht man kleine dicke Schreikinder!!!

Warum muss positive Bestätigung immer mit Süßigkeiten erfolgen??? Selbst wenn dem Kind immer eine Karotte geben würde, würde man so ungesunde Ernährungsweisen erziehen! Gegessen wird am Tisch und nicht ständig zwischendurch! (Klar, auch bei mir gibt es mal Süßigkeiten - aber nicht als BELOHNUNG!)

Lob und Trost als positive Verstärker sind besser für Leib und Seele - brauchen aber halt auch ein wenig mehr Geduld, Zeit und Aufmerksamkeit der Eltern!!!

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