Wie gewöhne ich meinem Welpen das Beißen in die Hände ab?

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7 Antworten

Dass das ständige nein sagen nichts bringt, wird zwei Gründe haben: Zum einen entfaltet das Kommando gar nicht erst die gewünschte warnende Funktion, wenn es mehrmals wiederholt werden muss und zum anderen können Hunde sehr selektiv hören - immer wiederkehrende Geräusche, denen der Hund keinerlei Bedeutung zuordnet, werden daher nach kurzer Zeit im wahrsten Sinne des Wortes "überhört". Es ist daher nicht zu empfehlen, Kommandos überzustrapazieren.

Hunde können ihre Beißkraft durchaus einschätzen und dosieren - Welpen sind es aber meist von ihren Wurfgeschwistern gewohnt, dass die Zähne eingesetzt werden. Dieses Spielverhalten wird nun auf den Menschen übertragen. Dass die wesentlich empfindlicher sind, muss ein Welpe erst lernen.

Eine Möglichkeit dazu wäre, sofort nach dem ersten unerwünschten Einsatz der Zähne kurz aufzuschreien, einzufrieren und das Spiel so zu unterbrechen. Bei sensibleren Welpen kann das völlig ausreichend sein, bei sehr aufgedrehten allerdings kann auch das wirkungslos bleiben. Dann bleibt nur, das Spiel umgehend nach dem Zahneinsatz zu beenden und den Welpen konsequent zu ignorieren. Das gestaltet sich anfangs unter Umständen schwer, da Welpen dann gerne anfangen, einen wiederum mit ihren Zähnen zum Weiterspielen aufzufordern - auf keinen Fall drauf eingehen. Wenn er das Kommando schon beherrscht, kannst du ihn auch auf seinen Liegeplatz schicken.

Die Kinder sollten gar nicht mit dem Hund spielen, so lange das Problem nicht gelöst ist. Kinder sind oft inkonsequenter und ihnen wird von Hunden grundsätzlich weniger Respekt entgegengebracht. Hinzu kommt, dass die Kinder das Problem ja bereits kennen und dann mit einer entsprechend unsicheren Erwartungshaltung ans Spielen gehen, was absolut kontraproduktiv wäre. Der Welpe weiß nicht, was von ihm erwartet wird, daher braucht er auch beim Spielen zunächst selbstbewusste und konsequente Spielpartner. Unsicheres Verhalten seiner Menschen signalisiert dem Hund, dass hier genau der richtige Platz ist, sich mit seinen eigenen Regeln breit zu machen. Das würde das Problem nicht nur vergrößern, es würde auch noch andere Probleme nach sich ziehen...

ein trost, die beisserei hört meist mit dem zahnwechsel ab. wenn er 4-5 monate alt ist, könnt ihr das thema vermutlich abhaken. unser schäferhund ist jetzt 6 monate alt und die beisserei ist bereits geschichte. mit den neuen zähnen hält er uns beim spielen nur noch ganz vorsichtig fest, aber glaub mir, vorher sah ich an armen und händen aus! alles verkratzt und voller blauer flecken. steh auf und lauf weg wenn er dir weh tut, sag auch nein, diese kommandos brauchst du sowiso, auch in anderen situationen, aber die milchzähnchenbeissereien hören sowiso bald auf.

Hallo Nausche,

euer Hund ist 3 Monate alt, dass "nein" habt ihr vermutlich nie auftrainiert, d.h. das sagt dem Hund gar nichts, bis auf die bedrohliche Stimme, die einschüchternd wirkt und vielleicht auch eine dazu kommende bedrohliche Körperhaltung.

Der Hund weiß gar nicht, was er falsch macht und wenn er es wüßte, dann könnte er es vermutlich trotzdem nicht ändern, weil die Spiele vermutlich einfach zu schrill und zu erregend sind.

Da ich den Hund nicht sehe, kann ich es nicht 100%ig sagen, dass es an der hohen Erregung liegt, allerdings ist das häufig der Fall, wenn es sich eben um Welpenspiele handelt. Versucht doch einfach mal ein wenig ruhiger mit ihm zu spielen, wilde Renn-Fang- und Ballspiele würde ich unterlassen, eher ein Zerrspiel, welches aber ruhiger abläuft, auch Apportierspielchen oder Leckerchensuchspiele würden sich eher eignen, als wilde Rennspiele.

Du schreibst aber auch nicht, wie ihr spielt, somit hab ich jetzt einfach mal ins blaue getippt. ;-)

Zusätzlich kann man den Hund immer wieder zwischendurch beruhigen, dass Spiel abbrechen, ohne ein "böses" nein und mit ihm kuscheln, ruhig mit ihm reden und ihn langsam und entspannend streicheln, dass kann manchmal wahre Wunder bewirken ;-)

Liebe Grüße Anda

PS: Die Beißhemmung ist übrigens nicht angeboren, somit muß diese erlernt werden, was man auch gut mit Leckerchen machen kann, z.B. ein Leckerchen in die Hand nehmen, ein Schlecken an der Hand loben, ein knabbern bringt keinerlei Erfolg, d.h. das Leckerchen wird in die geschlossene Hand genommen schleckt der Hund daran, dann lobt man ihn und öffnet die Hand, knabbert er bleibt die Hand geschlossen. Sollte der Hund aber immer weiter knabbern, dann sollte man die Entfernung zur Hand loben, d.h. der Hund hört kurzzeitig auf zu knabbern, lob und ein Leckerchen aus der ANDEREN Hand geben.

Puuu...das sind viele tolle tipps ;) vielen dank,das probiere ich gleich mal aus. :)

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wir haben auch einen jungen schäferhund :)

die kinder sollten keine angst vor dem hund haben, bzw mit ihm zu spielen, denn auch sie sollten beim spielen mit dem hund das sagen haben, ich sag mal, der hund sollte auch sie respektieren und nicht zu grob werden. anscheinend versteht der hund das wort "nein" auch noch nicht. ignorieren geht halt schlecht, weil die spitzen welpenzähne ja echt weh tun können. ehrlich gesagt, auch wenn da viele nichts von halten, ich hab unsere weggestupst. nicht feste oder dass es ihr weh tat, aber so wie es ein anderer hund mit der schnauze auch zustande bringen könnte. und dann halt spiel abbrechen und weggehen, damit er lernt dass "so" nicht gespielt wird.

bei manchen bringt es auch was, wenn man selber wie ein welpe "quiekt", wenn er zu grob wird, und dann das spiel abbricht, weil die geschwister das im spiel genau so gemacht hätten, aber unsere hat das quieken nicht sonderlich interessiert.

vielleicht sonst auch einfach nicht mit den händen spielen, sondern spielzeug nehmen. und sowieso reichlich zum knabbern anbieten immer!! der verliert ja noch seine milchzähne und hat ein großes bedürfnis auf irgendwas zu kauen.

Hallo xxguit94,

auch hier möchte ich Dir gerne wiedersprechen, Du wirst auch hier nicht in der Lage sein, einen Hund nach zu ahmen, denn auch hier fehlen Dir immer noch alle 4 Pfoten, eine Schnautze, eine Rute und gaaanz viel Fell.

Ein Wegschubsen wird das Problem nicht lösen, sondern kann im schlimmsten Fall frühzeitiges Aggressionsverhalten auslösen, denn der Hund weiß nicht WOFÜR er weggeschubst wird!!! Das ganze dann noch von Kindern, kann nun wirklich und das sollte selbst Dir bekannt sein, potentiell gefährlich werden!!!

Ich finde man sollte doch wirklich erst nachdenken, bevor man solche pauschalen Tipps gibt, die weder dem Hund und erst Recht nicht dem Halter helfen!!!

Warum ich übrigens nichts davon halte, ist ganz einfach, ich denke, dass Gewalt in keinster Weise, in die Hundeerziehung rein gehört und schon einmal gar nicht, wenn der Hund gar nicht weiß, warum er nun einen "Stups" bekommt, denn die Wurfgeschwister würden sich so mit Sicherheit nicht verhalten!!!

Liebe Grüße Anda

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Das gleiche Problem hatte ich auch mit meiner damals noch sehr jungen Deutschen Dogge, aus mir unbekannten Gründen kam sie auf die Hinterbeine und zwickte mir schmerzhaft in die Unterarme, oft hatte ch an jedem Arm 3 - 4 Pflaster.
Der Rat aus der Hundeschule (geht da hin, es ist das Geld wirklich wert!):
Sofort und ohne einen Blick auf den Hund, ohne ein Wort umdrehen und weggehen!
Nach nur drei Tagen kamen keine Armzickereien mehr vor!
Kein sozialer Kontakt - aber bitte nie länger als 2 Minuten!

Hallo,

Hunde untereinander Knabbern "beißen " sich nun mal beim Spielen.

Dein Hundi muss erst lernen, das der Menschen eine andere Schmerzgrenze hat und das das Spiel mit dem Menschen anders abläuft. Es ist keine Absicht von Deinem Hund. Folgendes würde ich Dir erst mal allgemein mit auf den Weg geben wollen:

  • Spiele immer mit einem Gegenstand mit Deinem Hund.Nie nur mit bloßen Händen.

  • Spiele nie zu wild und aufgeregt mit Deinem Hund. Also keine Raufereien wie man es so oft sieht. Wo man sich gegenseitig weg schubst und bedrängt und so weiter......

  • Spiele immer ausgelassen aber dennoch ruhig und besonnen mit dem Hund.

  • Gestalte die Spiele kurz gibt ein Anfang und ein Ende vor. Viele Hundebesitzer hören einfach mit dem Spielen auf wenn sie keine Lust mehr haben. Der Hund kann das als Strafe ansehen. Schau also , dass Du etwas sagst wie jetzt ist fertig oder Ende oder so. Schau Deinen Hund an liebkose ihn noch einmal und lege dann das Spielzeug weg.

  • Nimm dem Hund nie einfach so ein Spielzeug aus dem Maul oder weg. Das kann später zu Problemen führen.Immer tauschen mit Futter oder anderem Spielzeug.

Soooo :-)) nun zu Deiner eigentlichen Frage :-)).

Wenn dein Hund anfängt zu knabbern sagst Du Nein läßt alle stehen und liegen und gehst aus dem Raum. ( Beendest das Spiel). Kommst dann wieder rein und das Spiel geht weiter. Knabbert der Hund dann nicht dann loben. Fängt er wieder an zu beißen / Knabbern wieder raus gehen und so weiter.

Oder die Zweite und wie ich finde bessere Möglichkeit:

Mache ein etwas lauteres Höheres Quitschgeräusch wenn Dein Hund Knabbert undgefähr etwas wie uä also U Ä . Es muss sich so anhören wie bei einem Hund der kurz aufschreit.

Welpen machen das, wenn ihnen einer zu nahe kommt wenn sie einer zu dolle anrempelt oder sie im Spiel nicht weiter wissen. Es ist ein Laut den jeder Hund kennt .

Der andere Hund hört dann sofort auf mit dem was er tut. Also wird Dein Welpe auch aufhören dann kannst Du ihn loben und weiter spielen.

Ganz wichtig immer weiter spielen nie mit dem Geräusch das Spiel beenden.

Viel Glück dabei!

Die zweite Möglichkeit finde ich auch besser ;-)

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Womit soll er denn Spielen. mit den Pfoten kann er ja nicht greifen. Immer wieder ein nein bringt auf Zeit den Erfolg.

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