Wie geht man mit Behinderten Menschen am besten um?

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25 Antworten

Hallo Jess, wenn man noch nie mit Menschen mit geistiger Behinderung (was ein sehr weites Feld ist) zu tun hatte, ist Unsicherheit eine ziemlich häufige Reaktion.

Es gibt aber im Umgang mit Geistigbehinderten keine anderen "Spielregeln" als bei anderen Menschen.Du kannst genauso sagen, wenn Du etwas nicht möchtest und die Leute, die Du kennenlernen wirst tun dies ebenfalls. Vielleicht manchmal anders als Du es gewohnt bist, aber ziemlich klar! ;)

Lass Dich einfach drauf ein. Je nachdem, was ihr in der Einrichtung tut, wirst Du rasch merken, dass viele "Downies" etwa sehr herzlich und zugewandt sind, nett und witzig. Es gibt keinen Grund sich abgestoßen zu fühlen.

Hoffe, Du lernst Behinderung mal anders kennen, als sie immer vermittelt wird.Denn der Umgang mit Geistigbehinderten kann enorm bereichernd und positiv sein. So. Viel Spaß also !

Ich bilde mir ein, die meisten meiner geistigen Tassen im Schrank zu haben, weshalb es mir IMMER höchst unangenehm auffällt, wenn "normale Fußgänger" grundsätzlich NICHT den Menschen im Rolli ansprechen, sondern immer die Begleitperson, die evtl. den Rolli schiebt. Mit etwas Glück wird dem Sitzenden gerade noch freundlich zugenickt.....

Ist ne schöne Frage, ich trag mal meine Erfahrungen bei. habe 1 Jahr lang auf einem Pferdehof als Stallbursche und Reitlehrer gearbeitet. Es gehörte auch dazu, die 4 Behinderten anzuleiten, ihnen ihre Aufgaben zu geben und die Ausführung zu überwachen. Es gibt Behinderte, die freuen sich über jede Aufmerksamkeit und sind froh, wenn sie helfen dürfen. Da hilft es, ihnen Komplimente zu machen oder so. Andere fühlen sich geistig fit und die denken, sie können ihre Aufgaben selbstständig erledigen. Sie lassen sich nur ungern etwas sagen. So jemanden musste ich dort auch betreuen und der hat es mir sehr schwer gemacht. Aber mit der Zeit hat er sich dran gewöhnt und am Ende des Jahres waren wir ein gut eingespieltes Team. Ich habe stehts versucht nett aber konsequent zu sein. Natürlich scheucht man niemanden unnötig durch die Gegend oder so....

Zu Anfang war ich sehr vorsichtig und wusste auch nicht wie ich sie händeln sollte. Am besten du schaust dir die Bezeihung zu den Betreuern an und fragst die Betreuer vorher, ob es Dinge gibt, die du nicht ansprechen solltest oder so. Meistens empfinden es die Behinderten aber nicht als lästig, wenn man sie nach ihrer Behinderung fragt und Anteil nimmt. Nur kein Mitleid zeigen, das mögen sie absolut nicht und das ist durchaus verständlich. Also einfach mal die Leute kennen lernen und dann schauen wie man am besten damit umgeht.

Ich hatte mal während meiner Ausbildung, mit anderen zusammen, an einem Behinderten Sporttag mitgemacht(villeicht kennt ja jemand PluSporttag) Aufjedenfall solltest du sie nicht wie jemanden behandeln der auf Hilfe angewiesen ist. Ich sage dir, die haben sehr grossen Willen! Und falls dich mal einer umarmen möchte, dann darfst du Ihn nicht wegschubsen, sondern leicht wegstossen. Mach dir aber keine Sorgen, es wird sehr interessant werden.

ja ich freue mich ja auch total auf diesen "Ausflug", Danke =)

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Hallo, Du bist Azubi und Du hast Angst vor einer Begegnung mit behinderten Menschen. Das geht für mich aus Deiner Art zu Fragen hevor. Ich bin selbst behindert und doch Hochschulingenieur. 3 meiner im Haus lebenden Kinder sind geistig behindert. Und doch sind sie lieb, hilfsbereit, manchmal auch zickig wie jeder andere auch.

Ich kann Dir nur einen Grundsatz geben:

Behandele jeden anderen Menschen, wie Du selbst von Ihm behandelt werden möchtest!

Ein letzter Tipp, geistig behinderte Menschen in einem Heim sind oft einsam, da der Kontakt mit anderen Menschen nicht mehr so gut ist. Dafür gibt es viele Ursachen, die sicher bei jedem Andere sind. Nimm ein paar Kleinigkeiten mit, zum Verschenken und sieh Dir die Menschen an, denen Du ein Geschenk gibst. WICHTIG sieh nicht nur hin, reagiere darauf! Schreib bitte an gleicher Stelle über Deine Erlebnisse in der Stfftung, ich bin Dir Dankbar über eine Nachricht zu Deinen Erlebnissen dort. LG Ralf Pietzner

meine behinderte Tochter und ich - (Menschen, Verhalten, Behinderung)

Du machst,wie leider die meisten Menschen, den Fehler nur die Behinderung zu sehen und den Menschen auf diese zu reduzieren und nichts nervt die Betroffenen mehr. Anstatt den Künstler, Sportler, Computerexperten, Schhriftsteller, Familienmensch usw.. zu sehen was den Menschen tatsächlich ausmacht, heißt es oft nur der oder die Behinderte. Eine Beeinträchtigung ist zwar auch Teil der Person aber halt nur ein Teil und sicher nicht der wichtigste.. Selbst bin ich zwar auch auf einen Rollstuhl angewiesen aber ich sehe mich selbst als Sadhu (Yogi) der jedes Jahr etliche Monate in Indien verbringt. Meine Lebensart und mein durch Yoga (Meditation) trainierter Geist ist was mich ausmacht und nicht der Rollstuhl, der ist nur Mittel zum Zweck und ersetzt meine Beine. Ganz normaler Umgang mit Menschen welche körperlich nicht 100% funktionieren ist wichtig. Bei geistigen Defiziten sollte man sich halt schlau machen ob derjenige auf etwas nicht gut reagiert. In der Regel kann man sich auch da ganz so verhalten wie im Umgang mit den sogenannten "normalen" Menschen! Hoffe viele lesen meinen Beitrag.

Diese Menschen empfinden es als lästig und unangenehm wenn man sie schneidet. Gerade weil sie es nicht verstehen können, wohl weil es ihren geistigen Horizont übersteigt und nebenbei auch völlig unverständlich ist, dass man sie anders behandelt, verunsichert sie das. Warte ab, wenn du dich darauf einlassen wirst wirst du eine Menge Spaß haben. Das WIchtigste dabei ist mit Ihnen zu lachen und nicht über Sie.

verhalte dich ihnen gegenüber genauso wie allen anderen. Sei nicht anders oder verhalte dich auch nicht vorsichtiger oder in einer anderen weise speziell. die haben durch ihre behinderung, in welcher weise, die auch immer auftritt eh immer einen gesonderten status denn sie oft gar nicht wollen. ich kenne jemanden, die eine behinderung hat und wenn ich sie im rollstuhl durch die stadt geschoben habe, die menschen schauen alle hin. aber sobald man zurückschaut wenden sie sich alle peinlich erwischt schnell ab. also was ich damit sagen will. die menschen wollen auch nicht anders behandelt werden. nicht oh, der ist behindert, da muss ich jetzt vorsichtig sein was ich tue oder sage. behandele sie so wie alle anderen menschen.

Man sollte sich so normal wie möglich ihnen gegenüber verhalten. Nichts ist für sie unangenehmer, als wenn man mit ihnen wie mit einem "Bekloppten" redet oder sie anstarrt. Auch geistig Behinderte bemerkten das und führen sich bei ungut. Einfach ganz normals ansprechen und auf die Reaktion warten. Wenn man ein bisschen sensibel ist, bemerkt man schnell, welche Art der Komunikation die Richtige ist.

Wie wäre es mit NORMAL? Hilfsbereit, freundlich, humorvoll wenn es passt, ernst wenn es passt. Wie würdest Du wollen, dass man Dich behandelt, z.B. wenn Du einen Gipsarm hast, oder etwas zerstreut und müde bist, traurig bist, fröhlich bist? Menschen behandelt man wie Menschen, egal ob sie behindert sind oder nicht, ganz einfach.

Bin davon überzeugt, dass sie die gleichen Dinge als unangenehm empfinden, wie Du auch. Nur vielleicht noch ein wenig sensibler ausgeprägt, denn ich denke geistig Behinderte haben ein sehr feines, emotionales Gespür.

Wir sind selber die Behinderten, weil uns der Umgang mit diesen Leuten ungewohnt ist.

Meine Erfahrung: Körperlich Behinderte helfen uns gerne. Wir müssen nur fragen, bevor wir uns ungeschickt anstellen.

Ein Tipp: Mit Leute im Rollstuhl diskutiert man nicht stehend von oben herab, sondern setzt sich auf einen Stuhl dazu.

Bei geistig Behinderten müssen wir uns immer viel Zeit nehmen, sie nicht bedrängen und nicht auf sie einschwatzen.

sprech die Leute an - interessiere dich für sie. Meine Erfahrung ist, je normaler du damit umgehst, desto besser. Und Frage zu stellen ist normal, wenn man irritiert ist. Unangenehm ist eher, wenn alle "glotzen" aber keiner was sagt oder fragt

Verhalte dich ganz normal so wie du mit einem normalgeistigen Menschen auch reden würdest. Die Tochter von Freunden meiner Eltern hat auch Down-Syndrom. Inzwischen ist sie 18 Jahre alt und ich kenne sie von klein auf. Natürlich kann man mit ihr nicht die gleiche Unterhaltung führen wie mit einem normalgeistigen Mädchen aber falsch wäre es z.B. sie völlig zu ignorieren oder in irgendeiner vereinfachten bzw. Babysprache mit ihnen zu sprechen

Man geht mit ihnen ganz normal um. Meine Schwester sitzt ebenfalls im Rollstuhl, ihr gehen am meisten die mitleiden Blicke auf die Nerven, und daß die Leute eher mich ansprechen, als sie. Sie kann nicht laufen; ihr Kopf funktioniert noch ganz gut - das ist meine Standardantwort, wenn ich gefragt werden, was "sie" wohl trinken möchte.

Wenn man nicht weiter weiß, kann man einen behinderten Menschen auch fragen, wie es ihm am liebsten ist, wie man am besten helfen kann - nur keine Berührungsängste.

Verlass dich ganz auf dein Gefühl und deine Intuition!

Je mehr der Kopf die Regie übernimmt, desto komplizierter machst du es dir und umso verkrampfter wirkst du.

Gehe genau so aus sie zu, wie du auf jeden anderen auch zugehen würdest und handle dann aus dem Bauch heraus.

Beobachte mit Offenheit und unvoreingenommen. So kann es ein enorm spannender Tag werden ;-)

Ersteinmal solltest Du sie so behandeln, als hätten sie keine Behinderung. Nicht das man sagt "Sie sind ja kerngesund", aber über die Behinderung hinwegschauen. Sie wie ganz normale Menschen behandeln.

Gehe auf sie zu, sprich sie an. Interessiere Dich dafür, was sie erzählen wollen. Wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt, ist das schon einmal viel wert. Man sollte ihnen helfen, falls sie etwas nicht können, z.B. beim Treppensteigen.
Wenn sie einen Umarmen wollen, oder sich nah neben einem setzen, sollte man darauf eingehen und sie auf gar keinen Fall wegschupsen.

Schlimm ist es, wenn man sie komisch "anglotzt". Oder abschätzend betrachtet. Ein körperlich beeinträchtigter Mensch kann sehr liebenswürdig sein. Diese Menschen kommen gerne auf einen zu und schließen schnell Freundschaft, darauf sollte man eingehen.

Ich kenne solche Situationen. Sie sind für uns und die Behinderten schwierig. Aber sie können sich sogar zum Angenehmen wenden. Man kann neue Freunde finden. Sie können die Behinderten von ihrer Behinderung ablenken!

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Der Umgang mit Behinderten kann lustig und bereichernd sein!

der Umgang mit Menschen kann lustig und bereichernd sein!

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Sehr gute Antwort. Die Behinderung liegt nicht, in dem was wir sehen, sondern mitten in unseren Köpfen.

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Ganz normal grüßen, nichts weiter Besonderes machen, Unsicherheit ist gar nicht nötig.

Und dann vielleicht von einigen Behinderten abgucken oder auf sie eingehen, wenn sie mit etwas ankommen - viele Behinderte haben da wenig Probleme.

behandle sie mit respekt und so, wie du normale menschen auch behandelst.

ruhig und normal

versuche verständniss aufzubringen für gewisse eigenheiten

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