Wie geht man damit um, wenn man gehasst wird?!

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17 Antworten

Du gibst den Stab der Verantwortung, dich als guten Menschen zu sehen, an ALLE deine Kontakte ab. Das ist äußerst riskant und MUSS einfach irgendwann scheitern. Wenn du 1000 Leute kennen würdest, ist es vollkommen klar, dass darunter irgendwann mindestens einer sein wird, der dich nicht mag.

Man kann es nie allen recht machen. Außerdem sind die anderen Menschen auch nur Menschen. Sie können sich irren oder dich falsch einschätzen. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass sie sich irren, je mehr positives Feedback du von anderer Seite dir einholst. Du bist vielleicht schon zuuu gut, sodass eine kleine "Niederlage", die andere für eine Lapidalie halten würden, dir wie der Untergang der Welt vorkommt. Sehe es als mildes "Training" an, dich daran zu gewöhnen, dass es immer wieder solche Menschen geben wird.

Mir würde sofort eine Person einfallen, bei der du in Ungnade fallen könntest, vor lauter Verbiegerei:

nämlich dich selbst.

Was du versuchst, gehört für mich in die Kategorie Selbstverleugnung und "Wendehals" spielen, um ja nicht einem auf die Füße zu treten.

Ich habe bestimmt schon manchen auf die Zehen gelatscht und werde es - ob bewusst oder nicht - wahrscheinlich wieder machen. Aber ich kann damit leben, weil ich mir selbst so treu wie möglich bin.

Andererseits kann ich auch Kompromisse eingehen, wenn mir die betreffende Person und / oder Sache wichtig sind.

Wenn du einem Menschen großes Leid zugefügt hast und er dir das nie verzeihen wird, dann solltest du damit leben und einen Schluss Strich machen. Auch wenn es dich sehr belastet du aber weiß dass du es nicht mehr Rückgängig machen kannst, du musst entweder mit dem Gedanken leben oder es aus deinem Gedächtnis löschen… Diese besagte Person hat es auch getan…dich gelöscht Ich habe auch mal einen sehr großen Fehler in meinem leben gemacht, den mir meine Schwester nie verzeihen wird…Die ersten Jahre habe ich gelitten und dann musste ich meine Einstellung ändern und bemerken das nichts mehr zu retten ist… Wir gehen uns seid 23 Jahren aus dem weg, es tut weh aber ich muss es akzeptieren. Frage dich: wie wäre es im umgedrehten fall, versetze dich in die Lage der anderen Person und versuche zu verstehen. Ich tue es heute und lebe mein leben, den das muss und wird ja weiter gehen.Lerne und akzeptiere vergessen zu können, nur so hört die Qual deines Unterbewusstseins auf. Es gibt dinge die lassen sich nicht mehr ändern…

Ich finde die Frage wunderschön, zumal sie sich wahrscheinlich jeder einigermaßen nachdenkliche Mensch schon einmal gestellt hat.

Und es gibt ganz bestimmt nicht die Antwort auf die Frage, weil jeder grundlegend anders mit seiner Umwelt umgeht, und die Umwelt mit der Person. So ergibt sich oftmals ein auf kurzfristige Effekte angelegtes Verhaltensmuster, das die allgemeine Position des Individuums zu der Frage lokal überschreibt.

Ich persönlich glaube jedoch, dass die Frage nach "gut" und "böse" ein Programm in uns ist. Was für den einen "gut", ist für den anderen "böse". Was Freude erzeugt, erzeugt auch Leid, und wie auch immer wir unsere Handlungen drehen und wenden, so landen wir am Ende doch immer in einem moralischen Konflikt, der gefühlt nur eine Schlussfolgerung impliziert: Wenn die Summe von Freud und Leid gleich Null ist, dann erhält unser Handeln nur die unmittelbare Bedeutung, die wir ihm geben.

Das heißt nicht, dass es völlig in Ordnung ist, zu tun und zu lassen, was man möchte. Es beißt sich auch nicht mit dem Prinzip von Karma. Ich glaube, dass jeder gesunde Mensch ein grundlegendes Verständnis von Glück hat, sei es nun angeboren und unserer menschlichen Rasse eingraviert, oder nur gesellschaftlich geprägt.

Einen Lösungsansatz hätte ich: Gleichmut. Auch wenn es ein Gefühl ist, so kann man versuchen, es hier rationell zu umreißen:

  1. Akzeptieren, dass die Einstellung jeden Versuch wertvoll macht, wenn sie sich gut anfühlt (um Gottes Willen...).
  2. Wir sind oftmals viel weniger Schmied unseres Schicksals, als wir denken oder wünschen.
  3. Die Erkenntnis, dass unsere Vorstellung von Moral keine feste Einstellung ist, sondern in jeder Situation neu geschaffen werden muss.

Ich bin übrigens selbst ein Mensch, der in seiner Kindheit sehr viel Wert auf moralisches Handeln gelegt hat. Das hat sich nicht geändert. Aber ich musste schon so oft gegen meine Regeln brechen, und habe so oft erlebt, wie andere an ihrer Moral gescheitert sind, dass sich meine Einstellung dazu stark gewandelt hat. Man sollte sich auch für die Unfähigkeit akzeptieren, die Welt zu retten. Oder gar, perfekt zu sein.

Im Endeffekt kann man sich immer fragen, was man gelernt hat, und überlegen, wofür das Problem die Lösung war. Und manchmal ist es besser, bestimmte Dinge auch einfach zu vergessen. Eine nette Abkürzung, vorbei an Vergebung, die oftmals umso weniger greifbar wird, desto zielstrebiger man nach ihr fasst.

In meiner Klasse war mal ein Junge, der mich abgrundtief gehasst hat. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wieso. Ich habe ihn nie etwas angetan, ich habe ich auch kaum beachtet, obwohl ich ihn sehr lange in einer Klasse hatte. Erst als er anfing mich zu "mobben", fing ich an über ihn zu lästern. Nun... Er ist nach vier Jahren umgezogen und ich bin irgendwie traurig. Nicht, weil er weg ist. Ich vermisse ihn nicht. Sondern weil wir uns nie versöhnen konnten....Und das nimmt mich sehr mit. Ich träume manchmal davon, wie ich ihn zur Rede stelle und frage, was sein Problem sei, um mich für den Grund zu entschuldigen. Manche Menschen wissen, weshalb sie gehasst werden. Ich leider nicht. Weshalb ich es auch nie wieder gut machen kann, was auch immer ich falsch gemacht habe.

Wenn die andere Person dir nicht verzeihen kann oder will ist das zunächst mal deren Problem. Jeder bestimmt selbst wem er verzeihen will oder wem er bereit ist wirklich - auch mit dem Herzen, nicht nur den Ohren - zuzuhören und egal ob sie nun einen Grund dafür hat oder nicht, das liegt nicht mehr in deiner Verantwortlichkeit. Du hast ''nur'' den Grund bzw. Anlass dafür gegeben und um dir das zu verzeihen, dafür bist du zuständig.

Wenn deine Entscheidung oder Handlung aus deiner Sicht korrekt war (wir können nun mal nicht einfach jeden lieben der sich in uns verliebt hat um auf dein Beispiel einzugehen) ist das noch relativ einfach. Also das solltest du schon noch hinbekommen, schwieriger wird es wenn du wirklich einen (kleinen) Fehler gemacht hast, mit fatalen Folgen. Ich grüble manchmal wie man wohl weiterleben soll, wenn man durch eine kleine Unachtsamkeit einen anderen Menschen wirklich schwer geschädigt hat. Wenn du dich hinters Steuer setzt gehst du so ein Risiko grundsätzlich mal ein aber auch das sollte man schaffen. Man kann doch ein jahrzehntelanges Leben nicht an einem Wimpernschlag festmachen und messen.

Du könntest auch sagen, ok, ich lasse der anderen Person ihre Wut, Enttäuschung, Hass in der Hoffnung das es ihr hilft mit den Folgen meines Handelns besser umzugehen. Persönlich bin ich zwar davon überzeugt, dass nur verzeihen und loslassen uns helfen kann aber es ist ja deren Leben und wenn diese Person glaubt sich dann besser zu fühlen dann muss ich das akzeptieren.

Du solltest diese Dinge nicht persoenlich nehmen, gerade auch Hass als Beispiel schadet ja nur der Person, die sie empfindet. Dir macht es gar nichts aus. Es ist einfach passiert, du akzeptierst es und bleibst du selbst. Du kannst dich bei einer Person auch in Gedanken entschuldigen oder verzeihen, es muss nur aufrichtig sein und das Absolute erhoert dich. Du kannst es auf deinen Zettel schreiben und alle deine Gefuehle darlegen und den Zettel anschliessend verbrennen, das sollte reichen. Manche Personen sind einfach nicht mehr auffindbar oder sonstwie nicht zu erreichen, also mache es so, wenn du noch offene Rechnungen hast. Ob die jeweilige Person es akzeptiert oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Wichtig ist dein Erkennen, das es einfach passiert ist. Viel wichtiger als dem Nachhaengen von Dingen, die Du falsch gemacht hast, ist es, den Menschen, die dir Leid angetan haben, zu verzeihen. Du solltest fuer deinen Seelenfrieden mehr in diese Richtung gehen. Vergebung ist eigentlich das Wichtigste im Leben, neben Akzeptanz. Viel Erfolg!

Es wird immer Menschen geben, die dich nicht mögen, egal us welchen gründen und du darfst dein selbstwertgefühl nicht an andere knüpfen!!! Es ist dein Leben und nur du kennst dich gut genug, um zu wissen, ob du etwas "falsch" gemacht hast oder nicht. Mir ist schon klar, dass es nicht so einfach ist, wenn man weiß, dass eine bestimmte person einen hasst, aber versuch einfach mit dir selbst über dein Verhalten im reinen zu sein und diese Person zu vergessen bzw. ihr aus dem Weg zu gehen.

Von der 6. bis in die 8. Klasse wurde ich gemobbt, also auch nicht gemocht von den meisten Leuten aus meiner Stufe. Damals habe ich mit sehr viel Ablehnung zu kämpfen gehabt, aber damit muss man umgehen können. Wenn du weiterhin mit den Leuten zu tun haben musst/willst/sollst, die dich abweisen, musst du versuchen, zu beweisen, dass du nicht so bist, wie sie denken, dass du bist. Wenn du das nicht kannst, weil du dich dadurch selbst entfremdest, lass es! Dann erfährst du vielleicht von einer macke, die du hast, (nobody is perfect!) oder dass die leute, mit denen du dich da auseinandersetzt, eine haben. Wenn du jedoch nicht unbedingt etwas mit den Leuten zu tun haben musst, lass sie ("einfach") in ruhe. Es macht beiden die Sache leichter. Wir können ja nicht Wochenlang versuchen, uns bei jedem Fremden zu entschuldigen, der uns nicht verzeihen kann, dass wir ihn ausversehen angerempelt haben.

Wie können engere Freundschaften entstehen, wenn man keine gemeinsamen Feinde hat? Der Kontrast zwischen "Freund" und "Kein Freund" wird größer, und man weiß seine Freunde auch mehr zu schätzen, wenn man von anderen abgelehnt wird.

ist es in anderen Situationen oft so, dass man Menschen verletzten MUSS, weil man z.B. bestimmte Gefühle nicht (mehr) erwidern kann und es vorzieht, sich von diesen Menschen zu trennen.

Das ist auf jeden Fall keine "schlechte Tat" und in vielen Fällen sogar fairer für die andere Person. Wie diese dann damit umgeht, hast du nicht mehr zu verantworten. Jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich, daher musst du dich vor niemandem rechtfertigen.

Kann man diese Tatsache dann einfach übergehen, in den Spiegel schauen und sagen, dass man ein guter Mensch sei, auch wenn man weiß, dass es irgendwo jemanden gibt, der gegensätzlicher Überzeugung ist?

Diese Person kennt vielleicht nur einen Bruchteil deines Lebens und deiner Überzeugungen und wird das sagen, weil sie verletzt ist. Einzig und allein du kennst dich komplett, weißt was dein Gewissen sagt und bist somit auch der/die Einzige, die dich selbst beurteilen darf, das steht sonst niemand anderem zu. Wenn dein Urteil positiv ausfällt, dann sollte daran auch eine evtl. unsachliche Person nichts ändern können, schon gar nicht, wenn diese dir nicht einmal zuhören will.

Niemand ist dazu da oder imstande, es allen recht zu machen.

Wenn dir jemand nicht verzeihen kann, ist es an dir, ihm zu verzeihen, dass er dir nicht verzeihen kann.

So gibst du zumindest dem Hass des anderen keine neue Nahrung und schützst dich selbst vor eigenem Hass.

Machtnix53 28.08.2013, 23:19

Noch etwas: Einem Versagen geht meist ein Versprechen voraus. Eine Enttäuschung und daraus folgende Wut und Hass kommt oft dadurch, dass zu viel erwartet wird , weil zuviel versprochen wird (oft auch ohne Worte).

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ich hätte ein schlechtes gewissen, aber nicht für immer. irgendwann würde ich es langsam vergessen. und versuchen ihm aus dem weg zu gehen.

Wenn du weisst und es dir selbst eingestanden hast, das du Schei..e gebaut hast , aber den inneren Frieden des anderen nicht erreichst , musst du damit leben . Es nützt dir Nichts mit Schuldgefühlen rum zu rennen . Du musst dir selbst auch vergeben können und zwar aufrichtig , denn du kannst es nicht mehr ändern und ich weiss das es manchmal auch dafür zu spät sein kann, wenn dieser jemand z.B. von uns gegangen ist....

Von jeden geliebt werden zu wollen wäre für mich zum Beispiel ein Grund jemanden zu hassen :D

Aber mal ernsthaft, wenn mich jemand hasst, ohne dass ich wirklich etwas falsches/schlimmes getan habe, dann braucht es mich nicht zu interessieren. Wie es dich nicht zu interessieren braucht, dass du mir unsympathisch bist! :)

Vllt mußt du Karma abarbeiten, das Gute kann man nur schätzen, wenn man auch das Böse kennt.

Wie geht man damit um, wenn man gehasst wird?!

Man akzeptiert, respektiert und toleriert die Meinung anderer, lächelt, dreht sich um und weiß das man etwas ganz besonderes ist...

Svagatam ! Garnicht, denn das ist nicht dein Hass.

Einen schönen Tag Jaisadchittanand

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