Wie erfolgt eine Auflösung einer Eigentümergemeinschaft?

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7 Antworten

Indem alle Wohnungseigentümer zum Notar marschieren und die Aufhebung erklären.

§ 17 des Wohnungseigentumsgesetzes gibt hier einen kleinen Vorgeschmack. https://dejure.org/gesetze/WEG/17.html

Um hier der Gerüchtebildung vorzubeugen, weise ich darauf hin, dass § 11 ledigich den Anspruch eines einzelnen Wohnungseigentümers auf Auflösung der Gemeinschaft ausschließt. Wenn alle Wohnungseigentümer dies wollen und die Grundpfandrechtsgläubiger (z. B. Banken) zustimmen, spricht nichts dagegen, kann aber dennoch scheitern.

Denn das "Wie" hängt vor allem - von der Zustimmung aller Wohnungseigentümer und Grundpfandrechtsgläubiger einmal abgesehen - auch von baurechtlichen Vorschriften (z. B. eine Flurnummer, Grenzabstände, usw.), wie auch von örtlichen Gegebenheiten (gemeinsame Anlagenteile z. B. Heizung, Zu- und Ableitungen, Garagen, Zufahrten, usw.) ab.

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Daher würde ich an Deiner Stelle erst einmal eine Umfrage starten ob denn wirklich alle Eigentümer die Auflösung wollen und was sie bereit wären dafür zu bezahlen.

Als nächsten Schritt würde ich beim Bauamt mal nachfragen, ob die Grundstücke geteilt werden können, ob Baulasten vorhanden sind usw.

Wenn auch diese Dinge geklärt sind, würde ich die Wohnungseigentümer zusammentrommeln und die Sachlage erörtern, bevor Kosten entstehen (wird ohnehin nicht billig).

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Mein Rat: Prüft die Angelegenheit und holt euch eine fachlich qualifizierte Beratung, da ein Verwalter hier heillos überfordert sein dürfte. Da die Kosten neben dem Verkehrswert (Grundlage für Notar und Grundbuchamt) und den baurechtlichen Vorschriften z. B. bei Grundstücksteilung (Vermessung) sicherlich im fünfstelligen Bereich liegen, würde ich erst mal mit der Umfrage beginnen.

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gar nicht:

§ 11 Wohneigentumsgesetz

Unauflöslichkeit der Gemeinschaft

(1) Kein Wohnungseigentümer kann die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Dies gilt auch für eine Aufhebung aus wichtigem Grund. Eine abweichende Vereinbarung ist nur für den Fall zulässig, daß das Gebäude ganz oder teilweise zerstört wird und eine Verpflichtung zum Wiederaufbau nicht besteht.



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Die Gemeinschaft kann:

Sich weiter (endlos!) streiten (das ist in den allermeisten Fällen so).
Eine andere Verwaltung wählen.
Traktanden der Versammlung aufstellen, zufügen, ändern.
immer mit dem notwendigen Stimmenmehr. (Meist pro Anteil eine Stimme = egal ob 1 Zimmer-Wohnung oder 5 Zimmer, es ist immer ein Anteil)

Sie kann sich aber nicht auflösen.
Ein Austritt aus der Gemeinschaft ist nur durch Verkauf des Eigentums möglich.

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Die könnt ihr gar nicht aufheben. Das ist das Problem bei einigen Reihenhäusern, denn die werden oft auf einem großen Grundstück in Wohnungseigentum aufgeteilt. Das ist dieselbe rechtliche Konstruktion wie bei Eigentumswohnungen. Das WEG sieht eine Auflösung dieser Gemeinschaft nicht vor.

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Kommentar von Banke
16.08.2016, 13:11

Ronox, auch nicht, wenn alle Eigentümer für eine Auflösung wären?

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Kommentar von Ronox
16.08.2016, 13:30

Nein, wie willst du die denn auch auflösen? Allen Eigentümern gehört das Gesamtgrundstück in Miteigentum, jeweils verbunden mit dem Sondereigentum am einzelnen Reihenhaus. Man müsste also das Gesamtgrundstück in viele kleine Einzelgrundstücke aufteilen und diese Grundstücke müssten wiederum alle untereinander mit Dienstbarkeiten belastet werden um gemeinsame Versorgungsleitungen und dergleichen abzusichern. Gut, theoretisch wäre das schon denkbar, in der Praxis habe ich das aber noch nie gesehen.

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Die Unauflöslichkeit der Gemeinschaft bestimmt sich u.a. nach § 11 WEG u d ist häufig auch nochmals in der Teilungserklärung festgeschrieben.

Passt Ihnen etwas nicht, bleibt der Verkauf.

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bin kein fachanwalt, aber solange es ein mehrparteienhaus  bzw. einer WEG mehrere parteien als eigentümer hat, handelt es sich doch zwangsläufig um eine eigentümergemeinschaft?

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Kaufe alle Einheiten. Dann kannst du die evt. auflösen und das Grundstück teilen.

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