wie deute ich dieses zitat in elchem der könig preuß. den kaisertitel ablehnt?

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Der Text ist ein Auschnitt aus der offiziellen Erklärung, die König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen am 3. April 1849 gab, als er die Kaiserdeputation (Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung) im Berliner Schloß empfing und sie ihm die Kaiserkrone anbot.

Die Antwort ist ausweichend und sagt nicht deutlich nein. Friedrich Wilhelm IV. nimmt das Angebot nicht an, zeigt aber seine Einstellung nicht deutlich, sondern verschleiert sie mit volltönenden und wohlklingenden Bekenntnissen und Versicherungen. Er versichert seine Bereitschaft zur Tat, beteuert – mit Nationalgefühl auftretend - seine Liebe zum gemeinschaftlichen deutschen Vaterland, begründet sein Verhalten mit dem Ziel, Deutschlands Einheit zu errichten, verkündet seine Orientierung an Werten (deutsche Ehre und Treue). Er will im Bedarfsfall auch ungerufen mit der preußischen Militärmacht (Schild und Schwert) gegen Feinde zur Stellle sein. Welche Zielsetzung er dabei verfolgen würde, sagt er nicht deutlich, sondern redet nur pathetisch vom Weg seines Hauses (der Familie der Hohenzoller) und seines Volkes.

Die Schaffung einer Kaiserwürde eines geeinten Deutschland wird als schwerwiegende Entscheidung mit höchst bedeutenden Folgen verstanden. Friedrich Wilhelm IV. möchte nicht ungern eine preußische Führungsrolle in einem geeinten Deutschlands übernehmen, erklärt dies aber nur mit dem Einverständnis der Regierungen der deutschen Einzelstaaten, der Herrscher, Fürsten und Freien Städte für sinnvoll denkbar. Friedrich Wilhelm IV. beruft sich darauf, nur so dem Sinn des deutschen Volkes zu entsprechen. Die vom Volk gewählte Nationalversammlung wird damit (zumindest alleingenommen) indirekt als nicht ausreichend zur Vergabe der Kaiserwürde berechtigt beurteilt. Eine Annahme ohne Einverständnis der Regierungen der Einzelstaaten wird deutlich als Verletzung heiliger Rechte bezeichnet und damit ausgeschlossen.

Die von der Nationalversammlung viele Monate lang beratene und schließlich beschlossene Verfassung wird wie ein Entwurf behandelt, der erst darauf zu prüfen ist, ob er den einzelnen Menschen und einem deutschen Staat/dem deutschen Volk insgesamt nützlich ist/zugutekommt/förderlich ist („frommt“) oder nicht. Das Ergebnis kann also auch ein weitgehendes Verwerfen der Verfassungsbestimmungen sein. Friedrich Wilhelm IV. läßt völlig offen, ob bzw. inwieweit er der Verfassung zustimmt. Ein genannter Maßstab ist die Fähigkeit des Herrschers, mit starker Hand zu leiten. Ob er die in der Verfassung vorgesehene Rechte für dafür passend hält oder mehr Befugnisse fordern würde, sagt er nicht.

An Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen, den preußischen Gesandten in London, schrieb König Wilhelm IV. am 7. Mai 1849 klarer und offener:

„Sie sind von den Eindrücken der Revolution von 1848 überwältigt. Sie haben dem scheußlichen Bastard von Mensch und Teufel einen ehrlichen Namen „Teutschland“ gegeben. – Ich hingegen habe vom 18.-19. März 48 bis heut Nichts darin erkannt, als den Abfall von Gott. … Wäre es der Paulskirchlichen Majorität wirklich um die Sache zu thun gewesen, so gebot der gesunde Menschen-Verstand so gut als ein Quentchen Rechtsgefühl … diesen Patrioten, zuvor die Zustimmung der rechtmäßigen Obrigkeiten … einzuholen. Ich frage warum nicht? Habe sie sich denn das nicht gefragt? Alles Ding hat seine Ursach. Also auch dies Ding. Warum nicht? Die Antwort ist mir … nicht zweifelhaft. Weil diese Patrioten (!) die Revolution, die Souverainetät teutscher Nation unwiderruflich dadurch befestigen wollen, daß sie dem Narren, dem Preußenkönig ein Hundehalsband umschnallten, das ihn unauflöslich an die Volkssouverainetät fesselte, der Revolution von 48 leibeigen machte! Das, theuerster Freund, ist des Pudels Kern; dieses schnöden Pudels einzige Entschuldigung … Daher rührt mein Bescheid an die … Deputation der Paulskirche. Des Bescheides Sinn ist: Ich kann Euch weder ja, noch nein antworten. Man nimmt nur an und schlägt nur aus eine Sache, die geboten werden kann, - und ihr da, habt gar nichts zu biethen; das mach’ ich mit meines Gleichen ab; jedoch zum Abschied die Wahrheit: Gegen Demokraten helfen nur Soldaten; Adieu!“

Nach der verklausulierten Ablehnung am 3. April 1849 wies Friedrich Wilhelm am 28. April 1849 endgültig die Kaiserwürde zurück.

Gründe:

  • Ablehnung und Verachtung des demokratischen Prinzips der Volkssouveränität: Friedrich Wilhelm IV. hielt am Gottesgnadentum der Herrscher fest und hatte außerdem die Auffassung, nur die Fürsten und die Regierungen der Freien Städte könnten die Kaiserkrone vergeben und seien dazu berechtigt, nicht das Volk oder eine Volksvertretung (Parlament).

  • Abneigung gegen die Revolution

  • Vermeiden einer Trennung von anderen Fürsten (die Macht der Fürsten war inzwischen wieder angestiegen und er wollte lieber die Liberalen scheitern lassen und von ihnen keine Aufträge annehmen)

Offiziell hat er zunächst erklärt, er könne die Kaiserkrone nicht ohne das Einverständnis der Fürsten und Freien Städte Deutschlands annehmen.

In nichtöffentlichen Äußerungen hat sich Friedrich Wilhelm IV. schärfer ausgedrückt. Er sei sich zu gut, um eine aus Dreck und Letten (Lehm) geknetete Krone anzunehmen, die ihn zum Knecht eines Prinzips, einer Nationalversammlung mache. Sie verdiene nur Ekel und Abscheu. Gegenüber dem Großherzog Ludwig III. von Hessen-Darmstadt bezeichnete er eine von der Nationalversammlung verliehene Kaiserkrone als Schweinekrone.

In einem Brief vom 23. Dezember 1848 an Joseph von Radowitz (preußischer General und Abgeordneter der Nationalversammlung) bezeichnete Friedrich Wilhelms IV. eine solche Kaiserkrone mit verächtlichen Ausdrücken: „Jeder deutsche Edelmann, der ein Kreuz oder einen Strich im Wappen führt, ist hundertmal zu gut dazu, um solch ein Diadem! aus Dreck und Letten der Revolution, des Treubruchs und des Hochverrats geschmiedet, anzunehmen. Die alte, legitime, seit 1806 ruhende Krone deutscher Nation, das Diadem von Gottes Gnaden, das den, der es trägt, zur höchsten Obrigkeit Deutschlands macht, der man Gehorsam schuldet um des Gewissens willen, das kann man annehmen, wenn man in sich die Kraft dazu fühlt und die angeborenen Pflichten es zulassen. Die Krone aber vergibt keiner als Kaiser Franz Joseph, ich und unseresgleichen und wehe dem! der es ohne uns versucht und wehe dem! der sie annimmt, wenn ihr Preis der Verlust eines Drittels von Deutschland und der edelsten Stämme unseres deutschen Volkes ist. Gott helf uns! Amen.“

In einem Brief vom 13. 12. 1848 an Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen (preußischer Gesandter in London) nannte Friedrich Wilhelm IV. als Gründe der Ablehnung einer von der Nationalversammlung stammenden Kaiserkrone: „Mein theuerster Bunsen! … Ich verstehe Sie und Ihre Raisonnements; Sie aber nicht die meinigen, sonst hätten sie nicht so schreiben können, das heißt, Sie hätten dann nicht … den absoluten Hindernissen, die zwischen mir und der !!! Kaiserkone stehen, einen leichten und leicht zu beseitigenden Namen gegeben. Sie sagen (wörtlich wie Herr v. Gagern mir sagte …): „Sie wollen die Zustimmung der Fürsten; gut und recht, die sollen sie haben.“ Aber, mein teuerster Freund, da liegt der Hund begraben. Ich will weder der Fürsten Zustimmung zu der Wahl noch die Krone. Verstehen Sie die markierten Worte? …. Die Krone ist erstlich keine Krone. Die Krone, die ein Hohenzollern nehmen dürfte, wenn die Umstände es möglich machen könnten, ist keine, die eine, wenn auch mit fürstlicher Zustimmung eingesetzte, in die revolutionäre Saat geschossene Versammlung macht, … sondern eine, die den Stempel Gottes trägt, die den, dem sie aufgesetzt wird nach der heiligen Oelung, „von Gottes Gnaden“ macht … Die Krone, welche die Ottonen, die Hohenstaufen, die Habsburger getragen, kann natürlich ein Hohenzoller tragen; sie ehrt ihn überschwänglich mit tausendjährigem Glanze. Die aber, die Sie – leider meinen, verunehrt überschwänglich mit ihrem Ludergeruch der Revolution von 1848, der albernsten, dümmsten, schlechtesten -, wenn auch, Gottlob, nicht bösesten dieses Jahrhunderts. Einen solchen imaginären Reif, aus Dreck und Letten gebacken, soll ein legitimer König von Gottes Gnaden und nun gar der König von Preußen sich geben lassen, der den Segen hat, wenn auch nicht die älteste, doch die edelste Krone, die Niemand gestohlen worden ist, zu tragen? … Ich sage es Ihnen rund heraus: Soll die tausendjährige Krone deutscher Nation, die 42 Jahre geruht hat, wieder einmal vergeben werden, so bin ich es und meines Gleichen, die sie vergeben werden. Und wehe dem, der sich anmaßt, was ihm nicht zukommt!“

An König Ernst August I. von Hannover schrieb er im April 1849. „Man nähme nur das an und schlüge nur das aus, was angeboten werden könne. Die Paulskirche aber habe keine Krone anzubieten und ich folglich keine auszuschlagen und anzunehmen. Diese sogenannte Krone sei aber an sich keine Krone, wohl aber ein Hundehalsband, mit dem man mich an die Revolution von 48 ketten wolle.“

Bücher informieren über die geschichtlichen Hintergründe und erklären die Ablehnung der Kaiserkrone 1849, z. B.:

Wolfram Siemann, Die deutsche Revolution von 1848/49. 1. Auflage. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1985 (Edition Suhrkamp : 1266 = N.[eue F.[olge] Band 266; Neue Historische Bibliothek), 203 - 204

Dieter Hein, Die Revolution von 1848/49. Originalausgabe, 4. Auflage. München : Beck, 2007 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2019), S. 122 - 124

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@Albrecht

danke das du dir so viel mühe gegeben hast aber leider konnte ich es nicht mehr verwenden aber wenn sie sich so sehr für geschishte interessieren dann schrewiben sie mir doch ma den ich bin derzeit im anfangsstadium zu erstellen einer Websirte über wichtigge geschichtshistorische personen

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Hat er das alles gesagt? Du meinst doch den Wilhelm. Eigentlich war ja Bismarck der heimliche Kaiser. Er hat auf Bismarcks Willen hin den Kaisertitel übernommen. Selber war er wohl nicht so ganz überzeugt. War ja auch nicht einfach. Es gab z.B. den bayrischen König, der nicht so recht wollte und die vielen anderen Fürsten er einzelnen Länder. Er wollte keinen Krieg, Unfrieden usw. mit den anderen, denn er sollte ja über denen allen stehen. Der hatte wohl auch begründete Angst das das nicht gutgeht und hat aber durch seine Worte seinen guten Willen gezeigt.

Hallo Klaraaha

Sie haben sich ein wenig in der Zeit vertan. kevinmeister ging es um Friedrich Wilhlem IV., der, kurz zusammengefaßt, die Kaiserwürde, angetragen durch die Abgeordneten der Frankfurter Paulskirche, ablehnte, da er dieses nieder Parlament für überhaupt nicht berechtigt ansah jemandem die Kaiserwürde anzutragen. Er warnte auch ander Fürsten davor von diesem Oragn die Kaiserwürde annehmen zu wollen. Dies geschah im April 1848. und wurde von Albrecht recht ausführlich und gut beschrieben. Bismarck wurde erst 1862 preußischer Ministerpräsident...

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