Wie bekomme ich wieder einen vernünftigen Draht zu meiner 19 jährigen Tochter

13 Antworten

Was nun bereits 11 lange Jahr munter in die falsche Richtung lief, wird ganz sicherlich nicht im Handumdrehen und ein bis zwei Gesprächen wieder gut. Den Anspruch sollte man mal ganz schnell wieder vergessen. Um die Aggressionen in den Griff zu bekommen ist Abstand vielleicht wirklich zunächst mal ganz gut aber ''wieder gut'' wird es davon wohl kaum werden. Du kannst auch nicht erwarten, dass deine Tochter nach diesen langen Jahren plötzlich über all das redet was dazu geführt hat (was auch immer das war, es ist ohnehin fraglich ob ihr das so bewusst ist). Ich würde an deiner Stelle mal über eine Familientherapie nachdenken, den Beginn, den ersten Schritt zum Therapeuten kannst du alleine tun und dort wird dir auch Hilfestellung gegeben bezüglich des weiteren Vorgehens. Zur Not wenn es gar nicht anders geht, kann er dir auch helfen die Dinge zu akzeptieren wie sie eben sind, manche Dinge kann man einfach nicht mehr wieder gutmachen.

Nur noch eine kleine Frage zum besseren Verständnis: Wie kann eine 19jährige sich eine Wohnung und so viele Reisen leisten wenn sie wochenlang nur auf der Couch liegt? Woher nimmt sie das Geld dafür? Vielleicht liegt darin ja schon ein Schlüssel zum besseren Verständnis, wobei ich davon überzeugt bin, das Problem ist ein Buch mit mindestens sieben Siegeln wenn nicht noch mehr, du wirst also schon noch ein paar Schlüssel mehr brauchen.

Hallo! Den ersten und richtigen Schritt hast Du getan, indem Du Deine aus Deiner Wohnung gewiesen hast. Sie ist volljährig und hat eine eigene Wohnung. Sie hat kein Recht, sich in Deiner Wohnung bedienen zu lassen und Dich und ihre Schwester zu beschimpfen. Redet miteinander an einem neutralen Ort. Vielleicht solltet ihr zusammen eine Vergangenheitsbewältigung durchführen. Das ist in einer Familienberatungsstelle möglich. Für alles gibt es einen Grund. Wenn ihr die Ursachen aus der Vergangenkeit kennt, wird es vielleicht leichter für Euch, eine harmonischere Zukunft aufzubauen. Wichtig ist hierbei, dass Du für Dich klarstellst, was Du erwartest und das auch deutlich formulierst. Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen.

Das lässt sich so einfach und schnell nicht klären. Und vor allem nicht auf die Entfernung.

Es gibt eine Theorie, nach der in Systemen alles ausgeglichen wird, so auch im Familiensystem. Du kannst es dir wie ein Mobile vorstellen. Wenn auf einer Seite etwas runter geht, geht wo anders etwas hoch.

Kinder übernehmen dann manchmal unbewusst Rollen von Leuten, die ausgeschlossen sind. Falls deine Tochter keinen oder nur wenig Kontakt zu ihrem Vater hat, könnte da ein Schlüssel liegen. Seid ihr "gut" auseinander gegangen? Also habt ihr die Aggressionen und die Trauer und all diese Dinge wirklich durchlebt zusammen und einen Weg gefunden, dennoch gute Eltern für Eure Kinder zu sein? Falls nicht, könnte es sein, dass deine Tochter unbewusst einerseits diese Gefühle für Euch lebt (leben muss) und sie so wieder "ins System" bringt.

Was du tun kannst? Du kannst mit deinem ehemaligen Partner sprechen. Dafür sorgen, dass die beiden (und deine anderen Töchter) guten Kontakt haben und ihnen klar machen, dass die schlechten Gefühle, die du vielleicht gegenüber hast oder hattest, nichts mit ihnen zu tun haben. Das geht nicht, in dem du ihnen das einfach so sagst. Sie müssen es spüren: Dass du ihnen den Kontakt zum Vater ermöglichst, so gut es eben geht. Dass du dich mit ihm aussöhnst.

Deine Tochter ist ja nun schon "erwachsen", also muss für sich selbst heraus finden, wie und ob und welchen Kontakt sie zu dir nun will. Die SMS zeigt, dass sie zumindest durch den Willen, dich zu verletzen, stark mit dir verbunden ist. Sie ist aber in einem Alter, in dem eine gesunde Ablösung "eigentlich" an der Zeit ist.

Wie gesagt, das ist eine Theorie. Das muss für dich/euch nicht stimmen. Das kannst du einfach heraus finden. Wenn die Dinge, die ich geschrieben habe, für dich nur merkwürdig und nicht stimmig sind, ist es so. Wenn du dabei wütend, traurig oder sonst wie emotional reagierst, könnte es sein, dass da für Euch was dran ist.

Konkret im Umgang mit ihr kannst du ihr nur anbieten, jetzt auch für sie da zu sein, aber ihr gleichzeitig sagen, warum du als Person es im Moment nicht aushältst, mit ihr eine Wohnung zu teilen. Und Geduld haben.

Genau das habe ich schon vor Monaten getan sie möchte auch gar keinen Kontakt zu ihm Darüber habe ich oft und ausführlich mit ihr gesprochen sie erzählt mir so von ihren Problemen nur über ihre Aggressionen mir gegenüber ist nicht an sie heran zu kommen

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@Ria1944

Lass ihr Zeit. Vielleicht auch Jahre. Bis dahin "ganz einfach" - Sie darf nicht bei dir wohnen, außer unter Bedingungen, die DU festlegst. Und zwar genau so, wie es deine Grenzen sind und die Verantwortung für deine anderen Töchter. Geld bekommt sie natürlich keines bzw. eben so viel, wie sie für ihr Studium/Ausbildung eben braucht.

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habt ihr schonmal daran gedacht euch hilfe zu holen ?? beim psychologen zum beispiel, oder ihr geht zum familien therapeuten ? deine tochter hat doch irgendwas, was hat sie denn ? sie ist nicht gesund, ihr müsst euch hilfe holen

Bei einer solchen Erziehung kann ja nur ein Egoist rauskommen

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Zeig ihr ganz klare Grenzen auf und bestimme Regeln, an die sie sich halten muss, wenn sie in deiner Wohnung sein will. Klappt das nicht, setzt du sie sofort und ohne Diskussion vor die Tür.

Mach ihr klar, dass du gerne Zeit mit ihr verbringst, wenn sie sich anständig aufführt und dass sie alt genug ist um von ihr den Respekt erwarten zu können, den du ihr auch entgegenbringst.

Wenn sie das kapiert hat, kannst du wieder anfangen eine normale Beziehung zu ihr aufzubauen. Momentan sieht sie dich als emotional erpressbare Leibeigene, die sie unbegrenzt ausnutzen kann.

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