Wie bekomme ich eine Wohnung vom Arbeitsamt bezahlt?

10 Antworten

Richtig ist, dass deine Eltern grundsätzlich dir gegenüber unterhaltspflichtig sind bis zum Ende deiner Erstausbildung. Richtig ist auch, dass Unterhaltsansprüche vorrangig vor dem Bezug von ALG2 sind und geltend gemacht werden müssen. Falsch ist aber, dass du wg. der evtl. Unterhaltspflicht deiner Eltern automatisch keinen Anspruch auf ALG2- Leistungen hast... da hat das Jobcenter dich lediglich abgewimmelt.  Sie sind verpflichtet ,  Anträge anzunehmen und zu bescheiden.

Ab 18 müssen deine Eltern dich nicht mehr bei sich wohnen lassen bzw. nicht wieder aufnehmen - und da du bereits seit längerer Zeit nicht mehr daheim wohnst, greift bei dir auch nicht mehr das "Auszugsverbot" für unter 25Jährige. D.h. du hast grundsätzlich Anspruch auf eigene Unterkunftskosten und auch auf deinen Regelsatz. Vorrangige Ansprüche (wie z.B. Kindergeld, Unterhalt) müssen zwar geltend gemacht werden - das Jobcenter steht aber in der Leistungspflicht, deinen aktuellen Bedarf zunächst mal zu sichern.. Einkommen dürfen erst dann angerechnet werden, wenn sie dir tatsächlich zufließen und zur Verfügung stehen. Kommt es dann zu Nachzahlungen von KiGeld oder Unterhalt, sind diese Gelder bis zur erbrachten ALG2- Leistungshöhe an das Jobcenter rückzuerstatten bzw. sie werden mit deiner laufenden Leistung verrechnet.

Auf Arbeitsagentur.de /Formulare/ ALG2 findest du alle nötigen Formulare u. Ausfüllhilfen. Trage als Datum der Antragstellung den Tag ein, an dem du bereits beim Jobcenter  wegen Leistungen vorgesprochen hast (an dem Tag ist bereits deine mündliche Antragsstellung erfolgt). In einem formlosen Extraschreiben solltest du die "vorläufige Bewilligung " beantragen, um Verzögerungen wegen vermutlich noch fehlender  Unterlagen zu vermeiden. Alle bereits vorhandenen Unterlagen beifügen, noch fehlende Sachen können zeitnah nachgereicht werden . Und das Ganze dann per Rückschein-. Einschreiben ans Jobcenter. Sie melden sich dann wegen eines Termins für alles Weitere. (Lass dich nicht abwimmeln.. und immer auf schrifltliche Bescheide bestehen.)

Falls du (mit Einverständnis ihres Vermieters) in einer Wohngemeinschaft bei deiner Freundin wohnen bleibst, solltet Ihr eine Kostenbeteiligungsvereinbarung oder einen Untermietvertrag abschließen (Muster z.B. auf Hartz.info unter Rubrik Beispielschreiben) . Deine WG- anteiligen Unterkunftskosten müssen im Rahmen der örtlichen Angemessenheitskriterien des JCs für 1 Person bleiben; beim Jobcenter erkundigen, wie teuer eine Wohnung für 1 Person max. sein darf (das ist kommunal unterschiedlich). . Und so teuer darf dann max. auch dein Wohnkostenanteil innerhalb einer WG sein. Sofern Ihr nur die Wohnkosten und evtl. die Grundnahrungsmittel teilt, hat deine Freundin nichts mit dem Jobcenter zu tun und muss auch keinerlei Auskünfte erteilen. -

Solltest du nicht bei deiner Freundin wohnen bleiben können/ wollen, stellst du parallel beim JC auch einen formlosen Antrag auf Zustimmung zu einer eigenen Wohnung (ein Zweizeiler von deiner Freundin, dass du bis Datum X ausziehen sollst, wäre u.U. hilfreich als Nachweis für die Notwendigkeit). - Alle Unterlagen und Anträge (Kopien aufbewahren) dann nachweislich beim JC einreichen (z.B. im Beisein eines Zeugen eintüten und per Rückschein- Einschreiben hinschicken).

Deine Eltern sind wegen der Unterhaltsprüfung auskunftspflichtig. Den mögl. Unterhaltsanspruch "geltend zu machen" bedeutet aber ja nicht zwangsläufig, dass es überhaupt bis vor's Gericht kommt. Falls du deine Eltern wegen Unterhaltsauskünften anschreibst, mach's am Besten nachweislich (Kopie, Rückschein- Einschreiben) .. dann hast du gegenüber dem JC einen Nachweis, dass du deiner Mitwirkungspflicht nachgekommst bist und an der Unterhaltssache dran bist. Du kannst auch beim Jugendamt anfragen, ob sie bei deinem Alter noch für Unterhaltsfragen zuständig sind (ist unterschiedlich) . Ansonsten kannst du dir auch beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein holen u. damit zu einem Familienrechtsanwalt gehen.. der kümmert sich dann um alles Weitere und schreibt deine Eltern an.

(Falls du derzeit noch als Studentin eingetragen sein solltest - das habe ich dem Text nicht so recht entnehmen können- wäre auch Bafög vorrangig, u. ALG2- Leistungen wären nur unter bestimmten Umständen möglich; ansonsten aber evtl. Wohngeld vom Wohnungsamt: http://hartz.info/index.php?topic=2621.0 )

 

Bei mir sah es ähnlich aus...

Ich hab aber Arbeitslosengeld bekommen (übergangsweise)... (Da war dann Miete und sogar Kindergeld mit drinn... das haben die mir gezahlt...)

Sonst probier es mal mit einem Wohngeldantrag (gibts auch im Internet)...

Wenn du eine Ausbildung hast dann versuchs mit Ausbildungsbeihilfe...

Und wenn gar nix mehr geht, dann geh wirklich den Weg des Anwalts... da du ja kein Einkommen hast musst du den auch nicht bezahlen... da hast du dann Rechtshilfebeistand oder so ähnlich...

Und bei den Ämtern immer hartnäckig bleiben! Die haben alle eh keine Ahnung von dem was die erzählen... hab ich selber gemerkt... jeder erzählt was anderes und man weiß selber nich mehr was man glauben soll...

 

Kopf hoch und stark bleiben hilft da nur =) Ich wünsch dir viel glück =)

Naja, es gibt zwar PKH nur wenn die gewährt wird, wird zwangsläufig irgendwann geprüft ob sich deine Wirtschaftliche Situation geändert hat... (Hab ich auch schon erlebt) und dann darfst u. U. du irgendwann die Kosten abstottern (Es sei denn du bist arbeitsscheu und machst die nächsten paar Jahre auf ALG-II)

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Die Eltern müssen einen bis zum 25. Lebensjahr oder bis zum Abschluß einer Berufsausbildung unterstützen.

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