Werde ich mit einer Pollen-Allergie die Polizeiärztliche Untersuchung bestehen?

5 Antworten

Du musst ja auch eine medizinische Selbstauskunft ausfüllen. Hast du da schon etwas verschwiegen?

Fakt1: Wenn der Polizeiarzt das hört, erfährt, herausfindet, bist du PDU, wenn er es als  Allergie einstuft. Meinungen von allen HNOs dieser Welt sind völlig unerheblich.

Fakt 2: Wenn es später herauskommt, weil du eben erkrankst und es jemandem auffällt (du kannst dir ja nicht immer frei nehmen), wirst du entlassen. Bei einer glaubhaften Ersterkrankung mit "Bedauern". Ausgezahlte Anwärterbezüge darfst du in diesem Fall behalten.

Gnaden- und fristlos, wenn der Umstand des bewußten Verschweigens zwangsläufig erscheint, Bezüge werden zurück gefordert.

Fakt 3: Wenn du lügst, könnte es auch gutgehen. Aber Fakt 1 und Fakt 2 schweben wie das Schwert des Damokles über dir. Willst du das? Wie willst du da entspannt studieren? Lernen? Mit deinen Kollegem umgehen, die es dann vielleicht bemerken? Oder deine Ausbilder? Es wird ein nächstes Frühjahr geben und du bist mit Dienstsport viel draußen und damit mittendrin.

Gruß S.


Und - ganz ehrlich - wäre dir nicht ein Polizist, der geradlinig ist, sich an Regeln hält und immer in dem Bewußtsein handelt, daß diese für ALLE gelten, auch lieber?

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Eine Selbstauskunft habe ich bis jetzt nicht gemacht und deswegen nichts verschwiegen. Mein Hausarzt (in dem Formular war ausdrücklich der Hausarzt aufgefordert Auskunft zu erteilen) weiß nicht, dass ich eine Allergie habe. Ich selbst wurde nicht gefragt, ob ich krank bin. Ich habe nicht vor das zu verschweigen; aber werde ich sofort aussortiert, sobald ich bei der Selbstauskunft bei der Polizeiärztlichen Untersuchung bei Allergien "Ja" ankreuze?

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@JaMan187

Ja.  Ich verstehe, daß du das nicht willst.

Du kannst NEIN ankreuzen und dies dann beim Polizeiarzt (solltest du soweit kommen und er diesbezüglich fragen) damit begründen, daß bisher niemand von einer Allergie gesprochen hat, sondern von einer Überempfindlichkeit, die KEINER medikamentösen Behandlung bedarf.

Vielleicht geht das dann gut. Aber er wird nachfragen. Nach dem Arzt, den Befunden, den Ergebnissen, der Medikation ...

Gruß S.

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@Sirius66

Ich mache ja aber leider eine medikamentöse Behandlung (in welcher ich einmal im Monat eine Spritze bekomme (auch Hyposensibiliserung genannt)), um dann in einem Jahr komplett beschwerdefrei zu sein. Eine Besserung ist schon jetzt zu erkennen.

Es wäre wirklich Jammerschade wenn es aufgrund solch einer Lapalie (ist es in meinen Augen) nicht zu einem Dienstverhälltnis kommen sollte. Vorallem da ich da ja eigentlich nichts zu kann, wenn der Hausarzt seinen Bogen korrekt ausfüllt und keiner expliziet nach allen Ärzten fragt, wie es bspw. die Bundespolizei tut.

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@JaMan187

Die Fragen werden aber kommen.

Es ist auch nicht die Frage, ob es eine Lappalie ist. Die Polizei bewertet die Tauglichkeit nicht nach WHO, sondern nach PDV300. Was für einen Hausarzt eine Lappalie ist, ist für den Pol.arzt der Super-Gau.

Beamtenrechtliche Einstellungskriterien unterliegen scharfen Gesetzen. Der Polizeidienst hat einen besondere Anspruch an den gesundheitlichen Status. Das hat einerseits mit der enormen physischen und psychischen Bealstung zu tun, aber andereseits auch damit, daß Vorerkrankungen oder Dispositionen hier eher eine schlechte Prognose haben als anderswo.

Ein Aspekt ist die Tatsache, daß der Bürger künftig für dein Gehalt und deine Krankenversicherung aufkommt. Wie soll man ihm erklären, daß man von 100 denjenigen einstellt, der bereits Kosten mitbringt, erwartungsgemäß immer mal wieder krank sein wird und ggf. lebenslange Behandlungen und Medikationen braucht, wenn 99 andere gleicht gut geeignete zur Verfügung stehen, bei denen das nicht der Fall wäre.

Ein anderer Aspekt ist noch, daß wirklich ALLE Beweber nach den gleichen Kriterien angenommen oder abgelehnt werden. Würde man bei dir eine Ausnahme machen, weil du und dein HA es für eine Lappalie halten, hätten ALLE Bewerber mit gleichlautendem Ausschlussgrund eine sehr gute Chance auf einen erfolgreichen Widerspruch.

Außerdem sind sicher ALLE Bewerber überzeugt, wegen einer LAPPALIE abgelehnt worden zu sein. Der eine ist 2 cm zu klein oder 5% über dem BMI. Ein anderer läuft 10 Sek zu lange, wieder einer macht 3 Fehler zu viel im Diktat. Der nächste hat leider nur 3,9 Punkte in Mathe, anstatt der geforderten 4,0 (die ich übrigens für SEHR moderat halte).

Wo soll das hinführen?

Ich mache dir einen weiteren Vorschlag. Ruf - oder lass anrufen - den Medizinischen Dienst an und frag, wie es sich verhält, wenn man einen Desensibilisierung laufen oder hinter sich hat. Ob du dich schon beworben hast, musst du  ja nicht sagen.

Gruß S.

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Also aus eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen:
Ich habe diese Allergien+die Dazugehörige Dauermedikation angegeben und der Amtsarzt des Landes Hessen hat sich minimal dafür interessiert. Er wollte lediglich wissen, wann die Behandlung angefangen hat und wann sie vorraussichtlich enden wird.

Hey :) ist zwar schon ein bisschen her aber wollte mal fragen wie es letztendlich ausgegangen ist? War die Allergie kein Problem?

Habe nämlich ein ähnliches Problem 

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Über medizinische Behandlungen im Zusammenhang mit bestehenden Krankheiten zu einer Berufseignung sich nicht an die Fakten zu halten ist schon deshalb dumm, weil es ja leicht nachvollziehbar ist. Der Test fällt eben etwas gründlicher aus. Sollten keine Bedenken vorliegen geht es dann ganz einfach seinen Weg. Wie schon in einer weiteren Antwort erwähnt, fast schon jeder 3. heute geborene Mensch hat Allergien. So gesehen muss man sich dann auch im Polizeidienst etwas dazu einfallen lassen, denn Polizisten sind ja nötig. Viel Glück! 

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