Wer zahlt bei chronischer Krankheit, wg der man immer mal wieder krank ist (nach 6 Wochen/Jahr?

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6 Antworten

Hallo,

wenn zwischen dem Ende der letzten Arbeitsunfähigkeit (AU) mit derselben Krankheitsursache und dem Beginn der neuen AU mindestens 6 Monate liegen, hat der Arbeitgeber erneut die vollen 6 Wochen Entgeltfortzahlung (EFZ) zu leisten.

Wenn die Abstände kürzer sind, gilt die 12-Monatsfrist:

  • Man ermittelt die erste AU aufgrund dieser Krankheitsursache (Wichtig: frühestens Beschäftigungsbeginn bei diesem Arbeitgeber!). Wenn eine 6-Monatslücke auftaucht, ist die erste AU nach dieser Lücke der Beginn der 12-Monatsfrist. Innerhalb dieses 12-Monatszeitraums hat der Arbeitgeber nur für insgesamt 42 Tage EFZ zu leisten.

  • Bei der nächsten AU nach diesen 12 Monaten beginnt eine neue 12-Monatsfrist (mit dem Tag der neuen AU) mit erneut 42 Tagen EFZ.

Ggf. die genauen AU-Zeiten hier einstellen.

http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__3.html

Gruß

RHW

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Kommentar von RHWWW
21.09.2013, 18:18

Danke für den Stern!

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Es kommt nicht auf das Jahr als Kalenderjahr an, sondern auf das Jahr als 12-Monats-Zeitraum.

Der Zeitraum von 6 Wochen (zusammenhängende oder mehrmalige Erkrankung) beginnt immer dann neu, wenn seit der ersten Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung 12 Monate vergangen sind; in diesem Fall hat der Arbeitgeber für 6 Wochen Lohnfortzahlung zu leisten.

Innerhalb diese Zeitraumes von 12 Monaten werden Erkrankungszeiträume nicht addiert, wenn zwischen einer Erkrankung und der gleichen Vorerkrankung die Arbeit für wenigstens 6 Monate ununterbrochen aufgenommen werden konnte.

Arbeitsunfähigkeiten aufgrund einer chronischen Grunderkrankung sind wohl das "einfachste" Beispiel für Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit.

Für alle Zeiträume über diese 6 Wochen hinaus (für die der Arbeitgeber Lohnfortzahlung zu leisten hat) entsteht ein Krankengeldanspruch gegen die Krankenkasse für die Dauer von maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren (das gilt dann für alle Erkrankungen überhaupt).

Der Anspruch auf Krankengeld besteht übrigens nicht für Arbeitnehmer auf "Mini-Job-Basis".

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Kommentar von Hexle2
04.09.2013, 06:01

Dem ist nichts hinzuzufügen

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Wenn es dieselbe Erkrankung ist, werden die Tage od. Wochen zusammengezählt. z.B. 4 Wochen im April und nochmal 2 Wo. im Juni ergeben ja auch 6 Wochen. Dann würde im Juni nach 2 Wo.und weitere Krankheitstage von der Kasse Krankengeld gezahlt. Ob das nur für ein Jahr giilt od,. für längere bzw. welche Zeiträume kann ich auch nicht genau sagen. Gesetze ändern sich immer mal wieder.

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Kommentar von Familiengerd
04.09.2013, 00:32

Das gilt innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten.

Innerhalb dieses Zeitraumes werden Zeiten der Arbeitunfähigkeit aufgrund derselben Krankheit auch dann nicht addiert, wenn zwischen ihnen die Arbeit für mindestens 6 Monate ununterbrochen aufgenommen werden konnte.

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Das gilt immer und auch bei einer chronischen Erkrankung. Habe auch eine chronische Erkrankung. War mehr als 6 Wochen letztes Jahr am Stück krank, das übernimmt dann die Krankenkasse. wenn das nur durch einen Tag unterbrochen wird, beginnt es wieder neu zu zählen. Also wenn du 36 Wochen krank bist, aber immer in Woche 6 dann einen Tag arbeitest, ist das für den Arbeitgeber eine mittlere Katastrophe ;)

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Kommentar von notextor0101
03.09.2013, 22:47

Meines Wissens nach werden 6 Wochen/Jahr und Krankheit gerechnet. D.h., wenn du chronisch erkrank bist, zahlt die KK alles, wenn du insgesamt über 6 Wochen daran erkrankt bist-egal, ob du zwischendrin arbeiten gehst oder nicht. Wichtig ist nur, dass es sich um ein- und dieselbe Krankheit handelt.

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Kommentar von Familiengerd
03.09.2013, 23:47

War mehr als 6 Wochen letztes Jahr am Stück krank, das übernimmt dann die Krankenkasse. wenn das nur durch einen Tag unterbrochen wird, beginnt es wieder neu zu zählen.

Das ist Unsinn, wenn es sich um ein und dieselbe Erkranung handelt!

Also wenn du 36 Wochen krank bist, aber immer in Woche 6 dann einen Tag arbeitest, ist das für den Arbeitgeber eine mittlere Katastrophe

Und dann kann die negative Gesundheitsprognose greifen und der Arbeitgeber kann eventuell personenbedingt (aufgrund der Erkrankung) ordentlich kündigen.

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in Österreich zahl die Krankenversicherung wenn du länger als 6 Wochen im Ganzen krank geschrieben bist

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Frag bei deiner Krankenkasse einfach nach, die kennen sich da aus und geben bereitwillig Auskunft.

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