Wer zahlt die Kosten des Klempners bei der Besteitung einer Verstopfung ?

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10 Antworten

Selbstverständlich hast du für verschuldensabhängige Mängelbeseitigung vollumfänglich aufzukommen. Eine Bagatellschadensgrenze greift hier nicht.

Die weitaus häufigste Ursache sind hierbei nicht Einbringung von Fremdkörpern, sondern "Sparspülungen": Werden Urin (Urinsteinbildung) oder fetthaltige Speisereste bzw. Fäkalien nicht bis ins Hauptfallrohr schwallartig weggeschwemmt, sondern nur in die Querleitungen gespült, bilden sie mit der Zeit dort eine betonharte Barriere, die nur mechanisch oder mit einer Hochdruckfräse beseitigt werden kann.

Diese Annahme wie die Argumentation des Vermieters ist schlüssig: Wenn die Verstopfung innerhalb deiner Abwasserleitungen zum Hauptfallrohr entstand, muss einer der Nutzer deiner Wannen-, Dusch-, Toiletten- oder Küchenabwasserleitungen dort etwas falsch gemacht haben.

Dass das Küchenabflußrohr "3 Meter frei war" schliesst nicht aus, dass eine andere Leitung innerhalb deiner Wohnung zum Fallrohr zugesetzt wurde, was sich aber in der Küchenspüle zuerst bemerkbar machte.

Die anderen Parteien scheiden als Verursacher aus, da ihre Leitungen in das Hauptfallrohr frei sind.

Ein Gefälle- oder Konstruktionsmangel, der dem Vermieter/Eigentümer zufiele ebenso, da die Vormieter deiner Wohnung keinerlei Verstopfungen hervorriefen.

Im Ergebnis lohnt sich aus meiner Sicht keine gerichtliche Klärung - ein teures Gutachten würde diese Annahme eher stützen.

Eine Haftpflichtversicherung, die Schadensabwehr von Forderungen betreibt, nur bedingt: Bekanntermassen erheben die bei Schadensregulierung entweder einen deftigen Risikozuschlag oder kündigen. Dann bekäme man aber keine Haftpflichtversicherung mehr abgeschlossen, die man für wirklich existenzbedrohende Forderungen aber unbedingt benötigt.

G imager761


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Du kannst hier nur zur Verantwortung gezogen werden, wenn Du die Verstopfung schuldhaft oder fahrlässig verursacht hast.

Sobald die Verstopfung im Fallstrang des Hauses zu finden ist, kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, wer für die Verstopfung verantwortlich ist.

Wenn der Handwerker die Spirale bis zu 3 Metern in den Strang schieben konnte, kannst Du nicht beschuldigt werden.

"Ursache warscheinlich nutzungsbedingt (Mieter)"

Da hat er nicht unrecht. Es fragt sich nur, welcher Mieter.

Soll ich zahlen? oder ignorieren?

Weder noch. Rechnung zurückschicken und auf den nicht vorhandenen Nachweis der Schuld hinweisen.

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Kommentar von samo200200
02.06.2016, 16:59

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe meine Aussage an den Vermieter geschickt, hier war die Anwort des Vermieters:


"Es ist richtig, dass es Verstopfungen gibt, für die der Vermieter aufzukommen hat.


Das ist der Fall, wenn die Verstopfung im gemeinschaftlichen Rohr
ist. In  Ihrem Fall als Erdgeschossbewohner hätte es dann einen Rückstau
von Abwasser aus anderen Wohnungen gegeben, d. h. das Abwasser aus
höher
liegenden Wohnungen hätte Ihr Spülbecken geflutet. Das war jedoch nicht
so, es war nur Ihre Wohnung betroffen.



Ein anderer Fall, wann der Vermieter bezahlen muss, liegt vor, wenn
Baumängel
verantwortlich sind. Das wäre z. B. wenn in der nur von Ihnen 
genutzten Leitung auf dem Weg vom Becken in die gemeinschaftliche
Fallrohr ein Winkel eingebaut ist, an dem sich die Verstopfung ergibt.
Zum
einen hätte ein baubedingter Mangel sich in den letzten Jahren schon
mal zeigen müssen, zum anderen schrieben Sie selbst, dass der 
Handwerker die meiste Strecke ohne großen Widerstand in die Leitung kam.
Das bedeutet unter anderem, dass es keine besonderen baulichen 
Erschwernisse gibt (Winkel oder Engstellen), an denen die Spirale 
Probleme hätte durchzukommen.


Und der Hinweis des Monteurs „es sei normal“ bezog sich sicherlich

nicht  darauf, dass Verstopfungen normal sind, sondern darauf, dass
sich beim  Reinigen nichts festes am Reinigungskopf festsetzt. Denn
wenn  Verstopfungen normal wären, dann würde ich bei einem Bestand von
bspw.  500 Wohnungen nicht mit etwa 5 Verstopfungen jährlich
„auskommen“.



Letztlich können Sie sich gern beraten lassen beim Mieterbund, ich

kann Ihnen  aber schon jetzt mitteilen, dass wir gegebenenfalls in
dieser  Angelegenheit gerichtlich mit Ihnen auseinandersetzen werden."


Wie Stark ist das Argument des Vermieters? meinten Sie, wird er den Instanz gewinnen? oder hat er keine Chance?

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Ich gehe davon aus, dass die Küche ebenfalls gemietet ist?! Dann musst du nicht zahlen, da die Rechnung höher als 100 € ausgefallen ist (Kleinreparaturklausel). Sollte auch so in deinem Mietvertrag stehen. Die Klausel besagt, dass Schäden (egal wer Schuld ist) bis zu 100 € vom Mieter bezahlt werden müssen. Manche Vermieter geben auch 75 € im Vertrag an. Der Vermieter ist jedenfalls generell dafür verantwortlich, dass alles in der Mietsache einwandfrei funktioniert. Außerdem kann der Grund bzw. die Schuld nicht eindeutig festgestellt werden. Ich würde das Gespräch mit ihm suchen und nicht ignorieren. Wenn es allerdings deine Küche ist, musst du zahlen. VG

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Kommentar von anitari
02.06.2016, 15:43

Mit Kleinreparaturen hat ein verstopftes Abflußrohr in der Wand absolut nichts zu tun.

Auch wenn die Küche (EBK) dem Mieter gehört müßte er das nicht zahlen.

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Melde es deiner privaten Haftpflichtversicherung. Diese wird dich vor einer ungerechtfertigten Forderung schützen. Auch vor Gericht.

Wenn du keine Haftpflichtversicherung hast, musst du dich selbst wehren oder zahlen.

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Kommentar von samo200200
02.06.2016, 16:32

h habe leider keine Haftpflichtversicherung, aber ich möchte mich wehren, wenn das was bringt.

Ich habe meine Aussage an den Vermieter geschickt, hier war die Anwort des Vermieters:

"Es ist richtig, dass es Verstopfungen gibt, für die der Vermieter aufzukommen hat.

Das ist der Fall, wenn die Verstopfung im gemeinschaftlichen Rohr
ist. In  Ihrem Fall als Erdgeschossbewohner hätte es dann einen Rückstau
von Abwasser aus anderen Wohnungen gegeben, d. h. das Abwasser aus
höher
liegenden Wohnungen hätte Ihr Spülbecken geflutet. Das war jedoch nicht
so, es war nur Ihre Wohnung betroffen.

Ein anderer Fall, wann der Vermieter bezahlen muss, liegt vor, wenn
Baumängel
verantwortlich sind. Das wäre z. B. wenn in der nur von Ihnen 
genutzten Leitung auf dem Weg vom Becken in die gemeinschaftliche
Fallrohr ein Winkel eingebaut ist, an dem sich die Verstopfung ergibt.
Zum
einen hätte ein baubedingter Mangel sich in den letzten Jahren schon
mal zeigen müssen, zum anderen schrieben Sie selbst, dass der 
Handwerker die meiste Strecke ohne großen Widerstand in die Leitung kam.
Das bedeutet unter anderem, dass es keine besonderen baulichen 
Erschwernisse gibt (Winkel oder Engstellen), an denen die Spirale 
Probleme hätte durchzukommen.

Und der Hinweis des Monteurs „es sei normal“ bezog sich sicherlich

nicht  darauf, dass Verstopfungen normal sind, sondern darauf, dass
sich beim  Reinigen nichts festes am Reinigungskopf festsetzt. Denn
wenn  Verstopfungen normal wären, dann würde ich bei einem Bestand von
bspw.  500 Wohnungen nicht mit etwa 5 Verstopfungen jährlich
„auskommen“.

Letztlich können Sie sich gern beraten lassen beim Mieterbund, ich

kann Ihnen  aber schon jetzt mitteilen, dass wir gegebenenfalls in
dieser  Angelegenheit gerichtlich mit Ihnen auseinandersetzen werden."

Wie Stark ist das Argument des Vermieters? wird er den Instanz gewinnen?

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Am besten du meldest dich nochmal beim Klempner und fragst nach, was denn genau war bzw. wie die Verstopfung entstehen konnte. Wenn die Ursache dich betrifft: bezahlen. Ansonsten beim Vermieter melden und sagen, du seist nicht bereit, dafür die Kosten zu übernehmen, da du nicht der Verursacher bist.

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Meist haben Vermieter mit solchen Firmen Verträge, deshalb zahlt am Ende auch der Vermieter die Rechnung. Hatte vor kurzem auch ne Verstopfung im Bad (am Sonntag), habe dann die vom Vermieter angegeben Telefonnummer des Unternehmens angerufen. Verstopfung wurde beseitigt und Rechnung gezahlt. Solange das nicht selbst verschuldet ist und es eventuell sogar an den Leitungen liegt ist es nicht deine Schuld, da muss der Vermieter also ran. 

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Zahlen? Nein

Ignorieren? jein

Teile dem Vermieter mit das Du a) den "Klempner" nicht beauftragt hast und b) Solche Sachen unter Instanhaltungs-/-setzungskosten fallen, die nicht auf den Mieter umlegbar sind.

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Nicht ignorieren.. klären.

Das Doofe ist: der schreibt "warhscneinlich nutzerbedingt".. und bei diesen Kosten geht es immer nach dem verursacherprinzip.

Ich kenns so: VOR Mauer- Mieter


dahinter- Vermieter.


Und nun ist das so larifari.. warscheinlich?

Klar sagt der VM dann. aha, also M;ieter.. der zahlt.


Vielleicht, wenn Du hartnäckig (und höflich) verhandelst, einigt Ihr Euch auf 50-50?


Ignorieren würde ich auf keinen Fall,dann kommt irgendwann Mahnung und schlimmstenfalls noch Inkasso.


Und nb: in unserem letzten Büro schickte der VM dann auch immer eine bestimmte Firma.. und natürlich waren da IMMER DEFINITIV wir die Verursacher. Egal bei was.


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In der Rechnung steht "Ursache warscheinlich nutzungsbedingt (Mieter)" Der klempner ist nicht aber sicher, woran die Verstopfung lag



Sehr Vermieterfreundlich geschrieben, wahrscheinlich arbeitet er öfter für den Vermieter.

und hat kein Beweismittel, oder irgendwas was da nicht reingehört gefunden, er bezweifelt nur, hat sogar geäußert, dass es Normal ist.

Da man Dir kein Verschulden nachweisen kann, ist die Rechnung vom Vermieter zu zahlen.

Ist es ein sehr altes Haus bzw. die Leitungen sehr alt?

LG

johnnymcmuff

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Kommentar von samo200200
02.06.2016, 15:55

1996 Baujahr, also nicht so alt.

Ich habe meine Aussage an den Vermieter geschickt, hier war die Anwort des Vermieters:

"Es ist richtig, dass es Verstopfungen gibt, für die der Vermieter aufzukommen hat.

Das ist der Fall, wenn die Verstopfung im gemeinschaftlichen Rohr ist. In  Ihrem Fall als Erdgeschossbewohner hätte es dann einen Rückstau von Abwasser aus anderen Wohnungen gegeben, d. h. das Abwasser aus höher
liegenden Wohnungen hätte Ihr Spülbecken geflutet. Das war jedoch nicht
so, es war nur Ihre Wohnung betroffen.

Ein anderer Fall, wann der Vermieter bezahlen muss, liegt vor, wenn
Baumängel verantwortlich sind. Das wäre z. B. wenn in der nur von Ihnen  genutzten Leitung auf dem Weg vom Becken in die gemeinschaftliche
Fallrohr ein Winkel eingebaut ist, an dem sich die Verstopfung ergibt.
Zum einen hätte ein baubedingter Mangel sich in den letzten Jahren schon mal zeigen müssen, zum anderen schrieben Sie selbst, dass der  Handwerker die meiste Strecke ohne großen Widerstand in die Leitung kam. Das bedeutet unter anderem, dass es keine besonderen baulichen  Erschwernisse gibt (Winkel oder Engstellen), an denen die Spirale  Probleme hätte durchzukommen.

Und der Hinweis des Monteurs „es sei normal“ bezog sich sicherlich nicht  darauf, dass Verstopfungen normal sind, sondern darauf, dass sich beim  Reinigen nichts festes am Reinigungskopf festsetzt. Denn wenn  Verstopfungen normal wären, dann würde ich bei einem Bestand von bspw.  500 Wohnungen nicht mit etwa 5 Verstopfungen jährlich „auskommen“.

 

Letztlich können Sie sich gern beraten lassen beim Mieterbund, ich kann Ihnen  aber schon jetzt mitteilen, dass wir gegebenenfalls in dieser  Angelegenheit gerichtlich mit Ihnen auseinandersetzen werden."


Meinten Sie, dass der Vermieter wirklich gerichtlich den Fall gewinnen kann?

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Solange dir kein Verschulden nachgewiesen werden kann, zahlt der Vermieter und nicht du als Mieter.

Weise also die Recnung zurück wegen fehlender Rechtsgrundlage.

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Kommentar von samo200200
02.06.2016, 16:27

Ich habe meine Aussage an den Vermieter geschickt, hier war die Anwort des Vermieters:



"Es ist richtig, dass es Verstopfungen gibt, für die der Vermieter aufzukommen hat.



Das ist der Fall, wenn die Verstopfung im gemeinschaftlichen Rohr
ist. In  Ihrem Fall als Erdgeschossbewohner hätte es dann einen Rückstau
von Abwasser aus anderen Wohnungen gegeben, d. h. das Abwasser aus
höher
liegenden Wohnungen hätte Ihr Spülbecken geflutet. Das war jedoch nicht
so, es war nur Ihre Wohnung betroffen.





Ein anderer Fall, wann der Vermieter bezahlen muss, liegt vor, wenn
Baumängel
verantwortlich sind. Das wäre z. B. wenn in der nur von Ihnen 
genutzten Leitung auf dem Weg vom Becken in die gemeinschaftliche
Fallrohr ein Winkel eingebaut ist, an dem sich die Verstopfung ergibt.
Zum
einen hätte ein baubedingter Mangel sich in den letzten Jahren schon
mal zeigen müssen, zum anderen schrieben Sie selbst, dass der 
Handwerker die meiste Strecke ohne großen Widerstand in die Leitung kam.
Das bedeutet unter anderem, dass es keine besonderen baulichen 
Erschwernisse gibt (Winkel oder Engstellen), an denen die Spirale 
Probleme hätte durchzukommen.



Und der Hinweis des Monteurs „es sei normal“ bezog sich sicherlich
nicht  darauf, dass Verstopfungen normal sind, sondern darauf, dass
sich beim  Reinigen nichts festes am Reinigungskopf festsetzt. Denn
wenn  Verstopfungen normal wären, dann würde ich bei einem Bestand von
bspw.  500 Wohnungen nicht mit etwa 5 Verstopfungen jährlich
„auskommen“.



 



Letztlich können Sie sich gern beraten lassen beim Mieterbund, ich
kann Ihnen  aber schon jetzt mitteilen, dass wir gegebenenfalls in
dieser  Angelegenheit gerichtlich mit Ihnen auseinandersetzen werden."



Wie Stark ist das Argument des Vermieters? wird er den Instanz gewinnen?

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