Wer trägt vor Gericht die Beweislast für eine gefälschte Unterschrift, die Firma zu deren Gunsten oder die Person, zu deren Ungunsten die Unterschrift war/ist?

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6 Antworten

Im deutschen Zivilrecht gilt die ganz einfache Formel: Wer behauptet, der muss auch beweisen. 

Wenn Firma X behauptet, sie hätte mir dir einen Vertrag, so muss sich das auch beweisen, notfalls muss die Firma ein Schriftvergleichsgutachten beauftragen (oder das Gericht) wo deine und die des Ex überprüft werden. Dann fällt sehr schnell aus, ob gefälscht oder nicht.

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Kommentar von Dilsah
19.05.2017, 08:44

Siehst Du, bald habe ich hier genau so viele verschiedene Antworten wie beim Arzt. Soll ich jetzt auslosen welche die richtige ist? Aber Dir auch vielen Dank! Ich nehme mal Deine, die gefällt mir am besten! Hahaha.......

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Kommentar von PatrickLassan
19.05.2017, 08:49

Wer behauptet, der muss auch beweisen.

Das gilt in beiden Richtungen. Die Fragestellerin behauptet, es wäre nicht ihre Unterschrift.

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Den wirst Du aber brauchen.

Wenn es sich um eine größere Summe handelt und die klagende Partei darauf besteht, dass Du das unterschrieben hast, muss ein Gutachter für Handschriften ran. Ich bin mir nicht sicher, ob nicht Du den bezahlen musst.

Wie alt ist denn die Rechnung, also aus welcher Zeit stammt die Zahlungsaufforderung? Vielleicht inzwischen verjährt?

lg Lilo

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Kommentar von Dilsah
19.05.2017, 08:37

Danke, "bezahlen musst" ist gut, Du meinst sicher bezahlen kannst. Die Rechnung ist schon etwas älter, schätze so 5 Jahre, aber Fakt ist, dass die wohl regelmäßig gemahnt haben. Habe aber nie eine Mahnung bekommen. Die Geschichte ist zu aufwändig, um sie hier zu erzählen und der Details zu viele. Und Rechtsanwälte sind Schlawiner. Meine größte Allergie!

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Kommentar von Jewi14
19.05.2017, 08:48

Bezahlen muss derjenigen, den Prozess verliert und eine gefälschte Unterschrift enttarnt man sehr leicht. Bliebt die Sache also bei der Firma hängen.

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Du musst der Sache widersprechen und darlegen, dass Du es nicht warst, aber vermutlich Dein Mann, da er schön öfter Deine Unterschrift gefälscht hat.

Ideal wäre es, wenn Du letztes noch irgendwie untermauern könntest.

Im Zweifel geht es dann vor Gericht und da gehts nur darum, wem der Richter letztlich glaubt.

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Die Firma muss es beweisen, da sie von der Unterschrift profitiert.

Dazu gab es schonmal einen Gerichtsprozess, bei dem eine Firma ihre Angestellten beim Unterschreiben den Arbeitsvertrags gleich noch Blanko-Kündigungsschreiben unterzeichen lassen hat, so dass der Arbeitgeber nur noch irgend nen Grund eintragen musste und der Arbeitnehmer darauf hin von sich aus gekündigt haben sollte.

Das war dann im Endeffekt noch ne andere Nummer, aber es wurde auch geklärt, dass die Unterschrift vom Arbeitnehmer stammte und nicht einfach fotokopiert oder sogar gefälscht war.

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Kommentar von Dilsah
19.05.2017, 09:09

Weißt Du, im Arbeitsrecht, vor den Arbeitsgerichten geht es ja noch am fairsten zu, aber bei allen anderen musst Du Dich erstmal schlau machen, bevor Du d´ran bist, mit welchem Fuß zuerst Dein Beurteiler morgens aufgestanden ist.

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Du musst beweisen, dass es nicht deine Unterschrift ist.

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Kommentar von Dilsah
19.05.2017, 08:29

Ich möchte ja nicht unverschämt wirken, aber kannst Du mir auch sagen wie?

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Kommentar von Jewi14
19.05.2017, 08:32

Da es sich aber um Zivilrecht und nicht Strafrecht handeln wird, gilt der Grundsatz, wer behauptet, der muss auch beweisen und wer behauptet, ist die Firma.

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Gemäß Handschriftenüberprüfung

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