Wer meditiert und wem hat es geholfen? Steht Meditation im Widerspruch zu Religion?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meditation ist hilfreich - jedenfalls dann, wenn man einer seriösen und erprobten Praxis folgt und nicht etwa einem Sektenguru auf den Leim kriecht. Die bekannten großen Religionen haben alle ihre eigene Form der Meditation entwickelt und meist stören Grenzüberschreitungen dabei überhaupt nicht.

Die längste Tradition dabei hat vielleicht der Buddhismus oder die vorbuddhistischen Religionen. Die Buddhisten verfügen heutzutage auch über die durchdachtesten und praktikabelsten Anleitungen zur Meditation, jedenfalls was Geistesruhe- und Achtsamkeitsübungen betrifft. Aber auch Christen haben Jahrhunderte über Meditation praktiziert, unter dem Begriff "Kontemplation" zum Beispiel oder - etwa bei Teresa von Avila - "Inneres Gebet". Die deutsche und spanische Mystik hat reichlich Schriften hierzu hervorgebracht, anhand derer Du z. B. die Praktiken von Buddhismus und Christentum vergleichen kannst. Auch der Islam hat verschiedene Arten von Meditation entwickelt, z. B. unter dem Begriff "dhikr khafi". Im Islam steht Meditation allerdings heute sehr häufig unter Häresie-Verdacht. Generell - so weit ich den Islam kenne - wird die Sufi-Tradition von den meisten Muslimen vehement abgelehnt.

Ich kenne viele Christen, die bei den Buddhisten das Meditieren gelernt haben, was ihren Glauben vertieft hat, statt von ihm abzubringen. Meditation als Technik ist grundsätzlich "religionsneutral" würde ich meinen. Es schadet also nicht, wenn Du Experimente machst. Gruß, q.

Ich bin leider schon so einigen Gurus auf den Leim gelaufen... Gangaji, Eckhart Tolle, Mooji, Zanko... die Liste lässt sich forsetzen -.-

Aber im arabischen Fernsehen bringen sie zum Ramadan manchmal die Sufi-Tänze :P Und in Damaskus und Aleppo und in der Türkei tanzen sie auch öffentlich, soweit ich weiß... Und in Pakistan und Indien ist die Sufi-Religion sehr beliebt, sozusagen als "Volksglaube" mit vielen Schreinen, besonders unter Frauen...

Das hat ihren Glauben vertieft? Na wunderbar, so etwas erhoffe ich mir auch.

Danke für die Antwort!

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@LeylaAlJamila

Gerne, danke für das Sternchen! Wenn die Begegnung mit Gott in Deinem Herzen das Ziel Deiner Meditation ist, kannst Du von den Sufis ganz sicher eine Menge lernen, aber auch von den christlichen und jüdischen Mystikern. Für sie ist ja auch Gott - Gotteserkenntnis oder Vereinigung mit Gott - das letzte Ziel aller religiösen Übung, anders als bei den Buddhisten. Ich wünsche Dir alles Gute! Lieben Gruß, q.

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@quopiam

Hallo quopiam,

du schreibst hier in deinem Kommentar Folgendes:


*"Für sie ist ja auch Gott - Gotteserkenntnis oder Vereinigung mit Gott - das letzte Ziel aller religiösen Übung, anders als bei den Buddhisten."


Was wollen denn die Buddhisten-deiner Meinung nach?

Ich freu' mich auf deine Antwort ;-)

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Ich meditiere seit acht Jahren sporadisch und seit etwa 1 1/2 Jahren täglich, in einer christlichen Meditationsgruppe und alleine. Einen wichtigen Anstoß hat mir die Meditationsanleitung in dem Buch "Zen-Meditation für Christen" von Hugo Enomiya-Lassalle, einem der Pioniere des Christlichen Zen, gegeben.

Ich habe durch die tägliche Meditation z.B. die Derealisationen (etwas ähnliches wie Panikattacken), die mich früher regelmäßig überkamen, überwunden und bin auch ansonsten dadurch ruhiger und stabiler geworden.

Und ich sehe in meiner Meditationspraxis keinen Widerspruch zu meinem Christlichen Glauben, warum auch?

Meditation hat absolut nichts mit Religion zu tun. Das kann jeder machen. Im Christentum gibt es auch eine Form der Meditation, die sich Kontemplation nennt. Wichtig ist beim meditieren, dass man sich einen ruhigen Ort sucht, an dem man ungestört ist. Die Augen hält man am besten halb geschlossen und dann beobachtet man seinen Atem, solange, bis man innerlich ruhig geworden ist und sich keine Gedanken mehr einstellen.

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