Wer kann mir eine Gegenposition zu Benjamin Lee Whorf formulieren?

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Eine gute kurze Zusammenfassung der Gegenthese nach Stephen Pinker findest Du unter : http://ezines.onb.ac.at:8080/mailbox.univie.ac.at/~a6301max/Vorlesung/Sapir-Whorf.htm (Institut für Publizistik Uni Wien) Ich gehe allerdings mit der Kritik nicht einig. Die Strukturen der unterschiedlichen Grammatiken der verschiedenen Sprachen schein sehr wohl Denkmuster zu prägen. So haben Muttersprachler einer Sprache, die z.B. verschiednen grammatikalische Vergangenheitsformen unterscheidet, also z.B. ob das Ereignis einmalig, abgeschlossen, noch weiter hin wirkend sei, ein differenzierteres Geschichtsverständnis. Natürlich könnte man auch - frei nach Bourdieu - auch argumentieren, dass eben dies eine sozio-kulturelle Prägung sei. Vielleicht sind wir aber damit im übertragenen Sinn bei der Frage angelangt, was denn zuerst gewesen, das Huhn oder das Ei. Auf jeden Fall lass Dich nicht entmutigen, mit Sprache und Sprachen sich auseinanderzusetzen es ermöglicht in jedem Falle differentere Art und Weise die Welt anzuschauen.

Der Linguist Lee Whorf, der sich mit Eingeborenensprachen befasste, stellte die (umstrittene) These auf, dass die Sprache (Muttersprache) eines Menschen sein Denken beeinflusse. Nun stehe ich von dieser Materie zu weit weg, als dass ich auf Anhieb eine verlässliche Gegenposition nennen könnte. Denken kann ich mir, dass neben der Sprache die praktische Erfahrung eines Menschen, etwa in einem Beruf, sein Denken durchaus beeinflussen kann.

hey guter gedanke

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