Wer ist bei einem Hundekampf im Recht?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Wenn der Hund eines Halters einen Schaden verursacht. Egal ob er einen Fahrradfahrer zum Sturz bringt oder einen anderen Hund beißt, oder der Hund am Gartenzaun Leute anbellt und dabei eine vorbei laufende Oma erschreckt und zum Sturz bringt, spielt immer die Gefährdungshaftung eine Rolle, nicht wer hat Schuld.

Zudem musst du als Halter immer dafür sorgen, das keine Gefahr von deinem Hund ausgeht. Ob außerhalb vom Grundstück oder innerhalb. Melde den Schaden deiner Hundehaftpflichtversicherung und diese wird dafür aufkommen.

Hast du keine solltest du anstandslos die entstandenen Tierarztkosten zahlen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

bei der Hundehaltung gilt immer die Gefährdungshaftung, bedeutet: ein Halter haftet erst einmal grundsätzlich für alle Schäden, die sein Hund anrichtet. Ein Verschuldungsprinzip gibt es dabei i.d.R. nicht.

Kommt es also zu einer Beißerei unter den Hunden, dann zahlt im Grunde jeder die TA-Kosten des anderen. Genau dafür ist eine Hundehalterhaftpflichversicherung so wichtig.

Wenn Hunde sich untereinander beißen und dein Hund nicht schon öfter bzgl. einer Beißerei aufgefallen ist - passiert weiter gar nichts.

Dazu braucht man also weder ein Gericht noch sonst etwas - nur eben die Versicherung.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Niemand ist im Recht. In welchem Recht auch?

Jeder haftet für den Schaden, den sein Hund anrichtet. Nennt sich Gefährdungshaftung, da gehts tnicht um Recht haben oder schuld sein.

 Gefährdungshaftung ist die Haftung für Schäden, die sich aus einer erlaubten Gefahr (z. B. Betrieb einer gefährlichen Einrichtung, Halten eines Haustieres) ergeben. Im Unterschied zur Haftpflicht wegen unerlaubter Handlung kommt es bei einer Gefährdungshaftung auf die Widerrechtlichkeit der Handlung oder ein Verschulden des Schädigers nicht an. https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrdungshaftung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

im Grunde hat man seinen Hund jederzeit unter Kontrolle zu haben.

Sprich der Hund sollte (ist heutzutage vollkommen aus der Mode gekommen) abrufbereit sein.

Welchen Beruf dein Nachbar hat oder warum er den nicht ausübt, ist für die Geschichte vollkommen belanglos. Warum erwähnst du das?

Auch ob er sich unbefugt auf dem Grundstück aufhielt. Denn dein Hund war scheinbar nicht ausreichend gesichert und einen nicht abrufbereiten Hund sollte man so halten, das er Andere nicht gefährden kann noch das Grundstück einfach nach Gusto verläßt.

Kann ja sein das der Nachbar dich oder jemand anderes im Zuge des Wegerechts besuchen wollte oder in den Wald wollte und dafür Wegerecht bestand und schon hatte er einen Grund die Straße zu nutzen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Luca9975
28.05.2016, 17:32

Ich habe einfach alles erwähnt was ich über ihn weiß. Und das Gartentor war offen, weil in diesem Moment jemand durch gegangen ist. Weiß nicht ob das ausreichend Gesichert ist. Und weil du sagst Wegerecht um in den Wald zu kommen. Der Wald ist auch Privatbesitz... Darf er da überhaupt rein?

0
Kommentar von brandon
28.05.2016, 17:33

Welchen Beruf dein Nachbar hat oder warum er den nicht ausübt, ist für die Geschichte vollkommen belanglos. Warum erwähnst du das?

Das frage ich mich auch.

2

Schwierig sowas vorherzusagen. Aber wenn dein Hund nicht angeleint war und der des Nachbarn schon, dann hast du eher schlechte Karten vor Gericht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sag deinem Nachbarn du hast den Schaden deiner Tierhalterhaftpflicht gemeldet und er soll dir die Tierarztrechnung bringen, du reichst sie dann dort ein. (Bei deiner Versicherung)

Sollen die sich doch mit dem Mann streiten, dafür hast du doch diese Versicherung. Sie prüfen die Sachlage und wehren unberechtigte Ansprüche ab. Wahrscheinlich werden sie jedoch zahlen müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wurde der Hund verletzt?

Was will er für eine Anzeige erstatten? Sachbeschädigung?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich möchte hier mal einen anderen Ansatz reinbringen.. 

Über die Benutzung der Straße wurde schon einiges gesagt. Aber ich hänge gerade an dem zweiten Teil des Satzes "auf den Hof kam". Wenn der Nachbar wirklich auf den Hof gekommen ist, dann müsste man die örtliche Gegebenheit prüfen. Wenn dem Nachbar bekannt gewesen ist, dass er sich nicht mehr auf der Straße sondern bereits auf dem Hof befand und ebenfalls bekannt gewesen ist, dass dort ein Hund ist vielmehr sogar frei rumläuft und es sogar mal zu heftigen Reaktionen unterwegs gekommen ist, dann kann das hier auch ganz anders ausgehen. Nämlich, dass dem Nachbar die Gefahr bekannt gewesen ist und so dann eben der Hund nur sein Heim beschützt hat. 

Ganz so klar ist die Sache hier für mich nicht. Natürlich hat der Halter immer eine gewisse Schuld und Verantwortung. Aber wie sehr kann der Halter selbst damit rechnen, dass jemand mit einem Hund auf den Hof kommt.

Wenn Post vom Nachbar, Anwalt oder gar Ordnungsamt kommt, würde ich selbst den Weg zum Anwalt suchen reichlich Bilder machen. Den Vorfall skizzieren und dann mal sehen was der Anwalt dazu sagt.. Nach den derzeitigen Infos und sollte das ganze wirklich vor Gericht enden, gehe max. von einer Teilschuld aus. 

Hängen den irgendwelche Schilder bezüglich des Hundes?

Egal wie du musst an der Abrufbereitschaft des Hundes arbeiten. Ebenso daran, dass dein Hund in einer solchen Situation max. Anzeigt und die Sache dir meldet und dir die Situation überlässt. Vielleicht ist es das nächste mal nen Kind auf dem Fahrrad oder nen Reh.. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich frage mich, warum sollte der Vorfall bei Gericht enden?

Es sei denn, Du hast keine Hunde-Haftpflicht-Versicherung und willst bzw. kannst ggf. Ansprüche der Gegenseite nicht bezahlen. Und der "Nachbar" würde seine Forderungen einklagen müssen.

Normal wäre, wenn er dich anspricht und erklärt, das er beim Tierarzt war und Du die Kosten übernehmen sollst. Dann musst Du das Ereignis deine Hunde-HP melden. Die kümmert sich dann um den "Rest".

Sie bezahlt oder wehrt (unberechtigte) Ansprüche ab. FERTIG !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du Schriebst Privat Strasse! Heist es das die Strasse zu deinem Grundstück gehört? Wenn ja hast du ein Schild zur Warnung aufgestellt wie: vorsicht Hund?

Falls ja hast du das recht auf deiner seite. Falls Nein! Kann dir nur was Passieren wenn der andere Hund und/oder Halter Verletz wurde (weist schon Tierarzt rechnung ect.)
Sollte nichts ernstes Passiert sein, steht aussage gegen Aussage wo keine Beweise da sind.

Tipp für die Zukunft, lass dein Hund Versichern, ich habe gehört die Versicherung kommt auch bei solchen fällen auf.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von EgonL
28.05.2016, 17:38

Ein Warnschild nützt gar nichts. Es nützt nur etwas, wenn das Grundstück befriedet wäre. Und man es nicht "einfach" betreten kann.

Z. B., wenn ein Blinder käme, könnte er das Schild dann sehen; lesen?

1
Kommentar von armabergesund
28.05.2016, 17:46

schwachsinnige Antworten sollten hier von Haus aus gestrichen werden...Warum sollte eine Versicherung zahlen für einen freilaufenden Hund.

0
Kommentar von KKatalka
28.05.2016, 17:53

Nein ein Blinder geht ja auch durch einen Wald vor dem geschrieben steht, vorsicht Jagt gebiet oder votsicht Zecken. ich denke das hat dann einen ganz anderen Rechts hintergrund wenn tatsächlich was Passiert. Hier ging es aber um ein Freilaufenden Hund der Keine Anzeichen von sonstiger Aggresivität gemacht hat. Und wenn auf einem Privat Grundstück, finde ich das ein Warn schild aussreicht. Wenn ich mit meinem Hund Laufen würde und würde so ein schild lesen, würde ich einen Großen Bogen drum machen.. alles andere wäre Fahrlässig, finde ich.

0

du musst für den Schaden aufkommen, den Dein Hund angerichtet hat, das sind normalerweise nur die Tierarztkosten.

Dein Nachbar kann verlangen, dass Du Deinen Hund anleinst, ggf. kann das Ordnungsamt auch Sanktionen anordnen.

Du solltest für Deinen Schaden einstehen und nicht auf den Makel Deines Nachbarn hinweisen, der mit dem Vorfall nichts zu tun hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Luca9975
28.05.2016, 17:35

Ich komme für jegliche Schäden auf aber ich glaube das ist dem Nachbarn nicht genug. Habe das mit seinem "Makel" geschrieben um zu verdeutlichen, dass er eine eher jähzornige Person ist.

0

Was möchtest Du wissen?