Wer hat Erfahrung einer Ausbildung als Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung?

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3 Antworten

Nur, weil es eine Recycling-/Druckfirma ist, heißt es noch lange nicht, dass die Firmen die Ausbildung nicht erst nehmen. Ich würde es versuchen. Bei meinen ersten Anlauf, als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung war ich einige Monate in einer Firma, welche Software für Zahnärtze programmiert. Und was war? Ich hab Rechner zusammengeschraubt, war im Support tätig, durfte den Wagen putzen und warten und hab alles gemacht, nur nicht programmieren. Und programmieren sollte absolut die Haupttätigkeit sein. Wie du siehst, dass muss nichts heißen. Es kann so und so laufen. Ich hätte mich auch schon über einen Kumpel als Programmierer bei einer Versicherungsfirma vorstellen können, weil die händeringend nach einen Entwickler suchen. Da würde man auch nicht vermuten, dass die ihre eigenen Entwickler für ihre Software haben.

Schau es dir an und versuche es. Du kannst immer noch auf die BOS danach. Oder eben die FOS, falls es doch nichts taugt.

Fest steht auf jedenfall, dass du programmieren solltest. Programmieren, programmieren und nochmal programmieren. Sonst läuft was schief. Das muss mindestens 50% deiner Tätigkeiten ausmachen. Durchleuchte das auf jedenfall alles beim Vorstellungsgespräch. Da müssen Fragen kommen, wie

  • wo genau wirst du beschäftigt
  • mit welchen Programmiersprachen wirst du vertraut gemacht
  • in welchen Bereichen wird entwickelt (Web, Client-Applikationen (Linux, Windows), Mobile-Devices) ....

klopf das alles ruhig ab, um dir ein Bild zu machen.

Die Art der Firma sagt absolut nichts über die Qualität der IT/EDV aus.

Selbst eine Programmierfirma könnte ein schlechter Ausbilder im Bereich Anwendungsentwicklung sein, während eine Recyclingfirma auch richtig gut sein könnte.

Ich habe meine Ausbildung bei einem Bildungsträger gemacht (also als reguläre Ausbildung, nicht im Zuge einer Maßnahme), der viele Schulungsräume, Büroarbeitsplätze (insgesamt weit über 200 PCs) und mehrere Server hatte.

Es war zwar nicht immer jemand da, der mir spezielle Fragen beantworten konnte, aber durch die Vielschichtigkeit der Anwendungen und der Struktur hatte ich viele Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, die andere nicht haben.

Je nachdem wo du landest kannst du also eine Menge lernen oder nicht. Schau dir die Betriebe einfach vorher an. Druckereien zum Beispiel haben meist eine sehr umfangreiche IT-Struktur. Es gibt meistens einen oder mehrere Server, mehrere Arbeitsplätze, du machst Erfahrungen mit Design und Vektorgrafiken (was zum Beispiel im Web-Bereich unverzichtbar geworden ist) und erfährst viel über Steuersoftware.

Wenn du kompetent bist, kannst du diese Erfahrungen nachher leicht auf andere Bereiche transerieren und bist somit gut vorbereitet. Nicht zu vergessen, dass du auch in der Schule noch Dinge lernen kannst, die dir der Betrieb nicht vermitteln kann.

Trotzdem ist gerade im Anwendungsentwicklungsbereich eine gewisse Bereitschaft zum selber lernen und "learning by doing" unabdingbar.

Hi

Die ausbildung ist Pinzipiell durchaus gut Kann natürlich auch schwarze Schafe geben.

Ich habe Meinen FISI fast fertig, die berufe unterscheiden Sich am ende nur minimal in den Lehrinhallt aber Eindeutig interesant.

PS für Studium informatik ist das eine Supper grundlage

Marbuel 23.01.2014, 23:22

Anwendungsentwicklung und FISI unterscheiden sich gravierend. In der Schule spätestens ab dem zweiten Lehrjahr, wo beim AW voller Fokus auf Entwicklung liegt und in der Firma - wenn alles richtig läuft - solltest du mit völlig anderen Aufgaben betraut werden. Ich habe 3 Monate während meiner Ausbildung im Rechenzentrum verbraucht. Das ist ein gänzlich anderes Berufsbild.

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