wer hat einsicht ins erziehungszeugnis?

2 Antworten

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Ich bin der Ansicht, dass du dir relativ unnötig Gedanken machst.

 

Ins Erziehungsregister kommen nur Verwarnungen und Ermahnungen gem. § 45 / 47 und Diversionen § 45 / 2 JGG. Einstellungen gem. 153 / 154 StPo und Einstellungen gem. 170 Stpo stehen nicht im Erziehungsregister. Ansonsten muss es oben "über 90 Tagessätze" heißen.

Bist du soweit bist das Führungszeugnis zu brauchen ist da nix. Es wird immer das Führungszeugnis angefordert.

Ab einem Alter von 14 Jahren wird das Führungszeugnis auf Antrag vom Bundeszentralregister in Bonn erstellt.Folgende Registereinträge finden keinen Eingang in das Führungszeugnis (Aufzählung ist nicht abschließend):

  1. Jugendstrafen bis zu einer bestimmten Höhe,
  2. erstmalige Geldstrafen, die nicht höher als 90 Tagessätze liegen (§ 32 Abs. 2 Nr. 5 BZRG),
  3. erstmalige Verurteilungen von drogenabhängigen Straftätern, die zwei Jahre Freiheitsstrafe nicht überschreiten und die Vollstreckung der Strafe nach (§ 35 BtmG) zugunsten einer Therapie zurückgestellt, und nach erfolgreicher Therapie nach § 36 BtmG zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie wenn die weiteren diesbezüglichen Bedingungen des § 32 Abs. 2 Nr. 6 BZRG erfüllt sind. Bestimmte Behörden (genannt in § 41 BZRG - z. B. Gerichte und Staatsanwaltschaften) haben ein unbeschränktes Auskunftsrecht aus dem Bundeszentralregister und können einen entsprechenden Auszug aus eigener Veranlassung direkt beim Bundesamt für Justiz anfordern, ohne dass der Betreffende davon Kenntnis erhält.

Früher war es üblich, zusätzlich zu den persönlichen Daten den Geburtsnamen der Mutter anzugeben, um Verwechslungen bei gleichem Personennamen und -geburtsdatum ausschließen zu können.

Na, DAS war doch mal ne fachkompetente Antwort - DH!

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Das ist eigentlich relativ einfach zu beantworten: Einsicht ins Erziehungsregister (das im Übrigen mit Erreichen des 23. Lebensjahres gelöscht wird, wenn nix neues dazu gekommen ist) erhalten all jene Behörden, die unbeschränkten Zugang zum Bundeszentralregister haben. Das sind in jedem Fall Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizei sowie jene Institutionen, die Sicherheitsüberprüfungen durchführen. Und vermutlich auch noch das Jugendamt. Das wars dann aber auch. Einer Verbeamtung wird ein Eintrag nach § 45 JGG aber ganz sicher nicht im Wege stehen.

Im Grunde richtig, aber bei Bewerbungen bei Nato od. Lufftwaffe als Offizier kann die Grund für eine Ablehnung sein, obwohl man laut Gesetz nicht vorbestraft ist.

Die millitärische Sicherheit sieht das anders, im gegensatz zu Behörden in der inneren Verwaltug.

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danke für diese antwort ;)

ich hätte lieber jura studieren sollen :D

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