Wenn Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat und man ausgezogen ist und Monate danach hat er immer noch nicht die Wohnung verwendet. Welcher Anspruch besteht?

9 Antworten

Wie viele Monate sind es denn? Man kann nicht so generell sagen, nach welcher Zeit der Eigenbedarf "umgesetzt" sein muss.

Möglich wäre ja auch, dass die Wohnung erst noch aufwändig renoviert wird, dass die Mutter erkrankt ist oder sonstiges. Deshalb bleibt erstmal nur abwarten. Eine evtl. Klage ohne eindeutige Beweise für einen vorgetäuschten Eigenbedarf wäre ziemlich fahrlässig.

Pauschalen gibt es selbstverständlich nicht. Wenn du keine Quittungen, Belege oder eigene Aufstellungen gesammelt hast, dürfte es schwierig werden, Schadenersatzansprüche durchzusetzen, denn auch die musst du belegen.

Ggf. hilft das weiter: http://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=14061&ccheck=1

Welcher Anspruch besteht?

Keiner :-(

Bestand im Zeitpünkt der Kündigung ein "berechtigtes Interesse, (...) die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts zu benötigen", reicht die aus.

Auf das Datum oder den tatsächlichen Einzug des Berechtigten käme es hingegen nicht an es sei denn, man könnte nachwesien, das die Gründe rechtsmißbräuchlich vorgeschoben wären.

Will die Tochter die Wohnung nicht mehr, weil sie den Studienort plötzlich wechselte, der Enkel  nun doch zu seiner Freundin zieht, der Sohn Nachwuchs erwartet, für den die Wohnung zu klein wäre, die Mutter nach Schlaganfall die Treppen nicht hochkäme oder einen Sanierung vorgenommen würde, ist das eben so.

Selbst wenn im Sommer ein Mieter in eine Luxuswohnung zöge, müsste man nachwesien, das der VM genau das wußte und so vorhatte, als er EB-Kündigung aussprach.

G imager761

solange der Vermieter die Wohnung nicht an eine fremde Person vermietet und Du nicht nachweisen kannst, dass die Kündigung nur "vorgeschoben" war - gar nichts !

Vielleicht wird die Wohnung ja renoviert oder die Mutter musste ins Heim ?

Deinen Anspruch müsstest Du vor Gericht einklagen und da wird es problematisch, denn der Vermieter kann mit Sicherheit glaubhaft machen, dass er vorhatte, die Mutter aufzunehmen.

Anwalts- und Gerichtskosten kommen auf Dich zu - das lohnt sich nicht.

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