Wenn man einen dicken Ast eines Weidenbaums eingräbt treibt er im Frühjahr aus. Bei welchen Baumarten funktioniert das noch so?

8 Antworten

Es gehen auch dünne Zweige und nicht immer müssen sie unverholzt, also einjährige Triebe bzw. neue Triebe aus demselben Jahr (wenn im Herbst vermehrt) sein. Doch außer bei der Weide kann es auch bei dickeren Ästen schwierig werden.

Weide ist ja DER Inbegriff von Stecklingsvermehrung. Liegt wohl an der hohen Kontentration von Auximen (Wachstumhormonen) in der Rinde. Darum gibt es auch den Trick, Weidenrinde zu schälen, zu zerkleinern, aufzukochen und den Sud zur Stimulierung von Stecklingen anderer Arten zu nehmen, dann meist verdünnt mit Gießwasser oder Einlegen über Nacht.

Ansonsten geht die Stecklingsvermherung meiner Erfahrung nach vor allem bei Feldahorn, Ulme, Pappel, bei vielen Hecken (allen voran Liguster) und Rosengewächsen inkl. zahlreicher Obstbäume, darunter besonders Pfirsich, Pflaume, Zwetsche, Sauerkirsche und generell geht die Bewurzelung bei Stecklingen von wurzelechten (also nicht veredelten) Bäumen sehr viel leichter als bei den heutigen "Edelsorten", die die Bildung eigener Wurzeln oft verlernt haben.

Bei Nadelbäumen soll Eibe gut klappen. Hab da bisher keine Erfahrung mit.

Dazu nimmt man junge Triebe, so kann man zB einen Naturzaun schnell aufbauen auch verflechten aber auch einen Pavillon oder einen überdachten Weg der dann grünt und immer dichter wird so haben wir in der Kita so etwas angelegt - Weide eignet sich sehr gut dazu (nur gießen nicht vergessen). Du kannst jetzt schon damit beginnen (besser im zeitigen Frühjahr ) . Es eignen sich so einige Baumarten dazu aber Die Weide ist da am Besten geeignet.

Wichtig! der Boden darf nicht austrocknen und ca. 30cm tief die Stecklinge stecken sie können dabei auch sehr lang belassen werden - eben wie beötigt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Besitze 10 Ha Wald den ich auch pflegen muß

Hallo,

Neben den von Raubkatze genannten Arten möchte ich noch Pappeln anfügen, bei denen dies auch ohne weiteres funktioniert. Auf diese Weise werden auch die sog. Kurzumtriebsplantagen, meist aus Pappelhybriden, begründet.

Soweit ich weiß, ist es in manchen Fällen möglich, durch Behandlung mit Wachstumshormonen auch bei Baumarten, bei denen die Stecklingsvermehrung nicht spontan funktioniert, diese Methode zu praktizieren.

Die meisten Baumarten. Selbst Apfelbaum kann durch Stecklingsvermehrung neu austreiben.

Ich hab mal einen starken Ast als Stütze für einen Apfelbaum gebraucht. Der Stützpfahl trieb fast heftiger aus als der Apfelbaum;)

Die Stecklingvermehrung ist die häufigste Art der Vermehrung von Büschen und Sträuchern. Bei Bäumen weniger weil dort viele veredelt werden ist aber im Grunde auch dort möglich.

Bei Nadelbäumen funktioniert es meines Wissens nicht.

Das mit Apfel kenn ich. Im Kompost meiner Schwiegereltern lag mal ein Ast, der munter austrieb. Konnte ich bisher leider nicht reproduzieren.
Nadelbaum: Nur bei Eibe soll es klappen. Will ich noch selbst probieren.

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@Dongaman

Stimmt das mit der Eibe hab ich auch mal gehört.

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Arten wurdedn schon viele genannt, vllt. noch ein allgemeiner Eingrenzungstip: solche vegetative Vermehrung (Stecklinge, Ableger/Niederlegen) sind v. a. bei Gehölzen verbreitet, die in Lebensräumen wachsen, wo es immer wieder zu "Katastrophen" kommt, wo Bäume ausgerissen werden usw. = da haben sich Arten durchgesetzt, die auch dann wieder anwachsen/weiterwachsen können...

Das sind i. W. die Flussauen und Steilhänge mit Steinschlag etc. = Baumarten, die dort verbreitet sind, lassen sich i. d. R. gut per Steckling vermehren... (Weiden und Pappeln allen voran...)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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