Welpenerziehung, wie Beißhemmung trainieren?

8 Antworten

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So ein Verhalten zu ignorieren bringt überhaupt nichts. 

Die anderen Geschwister eines Welpen schreien quitschend AUA, um zu zeigen dass der Welpe ihm/ihn weh getan hat und stärker ist als er/sie. Daher machst du mit diesem "AUA" nur deutlich dass er der Ranghöhere ist. 

Wenn du mal länger bei einem Züchter warst hast du bestimmt mal gesehen wie das Muttertier seine Welpen diszipliniert. Mit einem leichten Biss in den Nackenbereich. Damit zeigt die Mutter dass sein Verhalten falsch ist und er auf sie hören muss. 

Diese Methode benutzen sehr viele erfolgreiche Hundepsychologen (keine HUNDETRAINER) , die wirklich wissen was sie machen. Unter anderem auch der bekannte Hundeflüsterer Cesar Millan. 

Gleich werden hier bestimmt viele rumheulen, dass das angeblich Tierquälerei ist, aber diese musst du einfach ignorieren. Hier haben leider 90% überhaupt keine Ahnung und verbreiten lügen und lassen sich von Propaganda Videos einlullen. 

Ich kann dir den YouTube Kanal "RudelBossTV" empfehlen. Er benutzt ebenfalls diese Methoden, und erklärt alles schön und deutlich auf Deutsch. Sehr leicht verständlich, leicht umzusetzen und effektiv.

https://www.youtube.com/watch?v=rELEeJN0Zo8 

Hier in diesem Video wird dein Problem perfekt erklärt und gelöst.

Viel Erfolg und hör hier nicht auf alles und jeden. Ich selber bin von diesen Methoden überzeugt, da mein Großvater, der seit 50 Jahren mit starken Hunden wie Kangals etc. umgeht, diese Methoden anwendet und immer Erfolg hatte. Ich selber besitze Momentan einen Rottweiler Rüden und bin ebenfalls sehr erfolgreich damit.

Habe mir das Video schon angeschaut aber leider bewirkt das bei ihm eher das Gegenteil. 

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@JeannyMolt

Kommt natürlich auch auf deine Energie dabei an. Du musst dabei ruhig und gleichzeitig bestimmend sein. Ohne jegliche Aggression, Versagensängste oder Frust.

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Manche Hunde sind leider besonders "eigenwillig" :D Du machst das doch schon super und ich denke, er braucht einfach viel Zeit. Ich würde das Spiel SOFORT unterbinden, Spielzeug weg (bloß nicht mit Spielzeug von dem Handbeißen oder so ablenken!). Das "Spiel" muss beendet werden. Sobald er ruhig wird, lobst du ihn überschwenglich. Und sobald er wieder aufdreht, ignorierst es. Bei deiner "Hosenbeinatacke" klingt es fast so, als wäre er in einem hohen Erregungszustand. Dann würde ich mit ihm ein Ruhesignal trainieren und das NEIN auch so aufbauen, dass er genau weiß, was es heißt.
Man baut das ja gerne mit Futter in der Hand auf. Also linke Hand mit einem Hundekeks hinhalten. Sobald er die schnappen will schnell die Hand schließen und NEIN sagen. Wenn er nicht mehr versucht in die Hand zu beißen, diese wieder öffnen. Das machst du so lange, bis er dich wartend anschaut. Dann lobst du ihn wieder überschwenglich und gibst ihm dafür etwas Höherwertiges (wie Wurst). Meist klappt das schon seeehr schnell, so dass er das Nein als Abbruchsignal versteht.
Ich habe dann meist den Raum verlassen wenn es zu wild wurde, habe sie im Garten an einer langen Leine festgemacht und bin außer Reichweite gegenagen etc. "Auf den Kopf klappsen..:" Öh, NEIN! Lieber mit Liebe und Fressen Übungen aufbauen. Du kannst ihn auch Klickern, das lastet den Kopf aus und er lernt spielerisch Übungen.

Danke für deine super Antwort. Wie kann ich das dann mit dem clickern verbinden? Hand auf mit leckerchen, hund wartet, clickern und leckerchen geben(anderes aus anderer hand), so? 

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@JeannyMolt

Klickern würde ich noch mal einzeln aufbauen. Erstmal ganz unabhängig. Das macht man i.d.R. so: Click und Hund bekommt einen Keks. Click und Keks. Click und Keks. Bis er versteht, dass das Clicken eine Belohnung ist. Dann kannst du das mit einem Kommando verbinden was er kennt. Wie sitz. Dann sagst du SITZ und wenn er das macht, gibst du einen Keks. Und so versteht er die Belohung und das Clicksystem. Hunde sind ja clever. Wenn er das kennt, kannst du natürlich auch das NEIN klicken. Also NEIN sagen als Abbruchsignal und wenn er aufhört, SOFORT clicken und einen Keks geben.
Da meine auch so ein wildes Untier ist, habe ich auch ein Ruhesignal aufgebaut. Das ist noch mal ein anderes Thema und auch sehr ausführlich. Aber wichtig ist, dass er versteht, dass es KEIN Spiel mehr ist und alles lustige sofort unterbunden und beendet wird. Manchmal hilft es auch, wenn du dich auf die Leine stellst und ihn ignorierst.

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Und was kann man gegen das Gesichtsbeißen unternehmen? Er beißt auch in den kopf wenn er kann ist halt echt ein wilder und meine haare sind ja auch so toll ^^

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@JeannyMolt

Da wäre ich glaub auch etwas strenger. Das geht halt mal gar nicht. Aber man muss eben SOFORT reagieren und abwehren. Da würde ich ihn sofort im Flug stoppen und versuchen abzufangen, auf den Boden setzen, festhalten und NEIN sagen. Wobei ich denke, dass wenn du die Tipps berücksichtigst, er das garantiert sehr schnell kapiert und du ihn schon mit einem NEIN sozusagen vorher abfangen kannst. Am besten solche Situationen vermeiden. Ich habe meine z.T. sogar in der Wohnung an die Leine genommen, weil sie nie zur Ruhe gekommen ist. Das war im Grund auch wie ein Ruhesignal und sie konnte sich einfach nicht mit Spielzeug beschäftigen. Nach wenigen Minuten hat sie sich beruhigt. Ich habe sie im Sommer bekommen und in der Wohnung wilde Spiele vermieden und diese in den Garten verlegt.

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Warst du mit dem kleinen mal in der Hundeschule? Wir sind mit unserem kleinen Rüden mit 10 Wochen in der Welpenstunde gewesen. Da konnte er mit anderen Welpen spielen und toben. In unserer Gruppe war auch ein Althund dabei, der eingegriffen hat, wenn sich die Welpen zu sehr in den Haaren hatten.

Die Beißhemmung hat er da gelernt und bei uns, wenn wir gespielt haben. Hast du mal gehört, wie Welpen "quietschen", wenn sie sich beißen? Das ist ein ganz hohes Fiepen (ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll). Das habe ich einfach nachgemacht, wenn er mich zu doll geknipst hatte. Das knipsen wurde mit der Zeit weniger und jetzt beißt er gar nicht mehr, auch wenn ich ein bisschen stürmischer mit ihm spiele. Er knabbert, weiß aber sofort, wann er aufhören muss.

Wie schon gesagt auf quietschen bzw fiepen reagiert er nicht. 

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Die Beißhemmung ist mit (in meinen Augen) das einfachste was einem Hund beizubringen ist. Du machst das ja schon richtig. Dein Kleiner braucht vielleicht auch etwas länger um das zu verstehen. Welpen müssen ja auch erst lernen, wie sie etwas von uns lernen können, wir "sprechen" ja anders als Hunde untereinander.

Vielleicht mutest du dem Hund noch zu viel zu?

Ich meine damit, dass du vielleicht versuchst zu viele Kommandos auf einmal beizubringen, konzentriere dich anfangs evtl. nur auf die Beißhemmung und bring ihm maximal noch das "nein" bei. Gerade am Anfang ist es ja wichtig, dass diese beiden Sachen ("nein" ist absolut essentiell) trainiert werden und schnellstmöglich (ohne Gewalt) sitzen.

Wenn der Hund aufdreht und du das gerade nicht möchtest, einfach wegdrehen und ignorieren bis er ruhig ist. Das so lange durchziehen bis er wirklich ruhig ist, danach kannst du ihn ja direkt mit einem Spiel oder Leckerli belohnen.

Ansonsten, wie immer, Zeit, Geduld und Hingabe :)

Welpen können schon ein paar Wochen brauchen bis sie einigermaßen erzogen sind, das kommt auch immer auf den Charakter des Hundes und des Halters an.

Schöne Antwort Floppy :-)

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Nein zu viel zumuten tue ich ihm nicht. Er ist sehr intelligent und hat "sitz" an einem Tag erlernt, was ich selbst erstaunlich finde. Mein eigentliches Problem ist das er beißt, ich mache ihm deutlich das ich das nicht möchte er hackt nochmal nach. Vorhin waren wir draußen ich hatte eine jogging Hose an und ihn an der leine. Dann meinte er meine Hose ist ein Spielzeug und hat sich darin verbissen. Dann habe ich nein gesagt und meinen arm ausgestreckt das er gar nicht mehr an meine Hose kam, als er sich dann beruhigt hatte habe ich die leine wieder lang gelassen und das gleiche Spiel von vorn. Meine Hose hing auf halb 8 und er hätte sie mir auch ausgezogen :D bin dann mit ihm rein und es war Ruhe. Ich weiss es ist anstrengend und braucht Zeit/Geduld. Wollte nur erfahrungen und Tipps sammeln. Wir üben täglich "nein" und "aus". Aber fortschritte sind keine sehr großen da. 

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Ja wenigstens eine vernünftige :D

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@JeannyMolt

Danke für die Blumen! :)

Fortschritte sind erst später zu erkennen, dass mit dem Sitz kenne ich ja auch. Da gibt es Turbolerner oder eben welche die Zeit brauchen.

Ich kann dir vielleicht noch den Tipp geben, beim Gassi die Leinenführigkeit beizubringen, das lenkt vom Spiel mit der Hose ab, vor allem ist irgendwann die Umgebung eh interessanter als du, das kannst du jetzt noch nutzen.

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@floppy232

***Wir üben täglich "nein" und "aus". Aber fortschritte sind keine sehr großen da.***

einfach weiter üben, und den hund ruhig abhalten. sowas kommt mit der zeit die kleinen sind sehr schnell übermütig. geduld geduld und weiterhin konseqent sein

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Im Voraus: hab den Text nur überflogen. Meine kleine (Jack Russell) ist gerade eine Woche älter. Ihre Mutter wurde vergiftet, als sie zwei Wochen alt war und wurde dann auch mit Flasche aufgezogen. 

Wenn es mir zu viel wird, dann sage ich ruhig "Nein" und suche nach einem Spielzeug. Klappt meistens und ansonsten gebe ich ihr kaustangen (ab und an auch mal Leckerlie, aber das ist auf Dauer weniger effektiv). Es kam bisher selten vor, dass sie sich nicht hat bändigen lassen. Wenn es zu weit geht, setze ich sie in ihren Korb und lege sie auf den Rücken, um ihr klar zu machen, dass ich der Chef bin. 

Es kann echt nervig werden, weil man sich immer wieder im selben Tonfall wiederholen muss oder den Hund immer wieder auf ihren Platz setzen muss. Zum Glück ist sie nicht so anstrengend. Dir Wünsche ich auf jeden Fall noch viel Ruhe und Geduld. Hoffentlich legt es sich bald.

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