Welches sind die wichtigsten Eigenschaften guter Eltern?

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8 Antworten

Kinder zu haben ist eine riesige Verantwortung, und es ist schon ein großer Schritt, wenn man sich dessen bewußt ist. Man muß bereit sein, sein ganzes Leben umzustellen und anders auszurichten. Und was man sonst noch braucht: Geduld, Phantasie, gute Nerven, Zeit, Optimismus, Freude am Leben und Liebe, Liebe, Liebe. Geld wäre auch nicht schlecht, aber es ist nicht unbedingt notwendig. In meiner Kindheit sind wir nicht in den Urlaub geflogen, sondern an die See oder nach Österreich gefahren. Wir haben keine Markenklamotten getragen und wurden Weihnachten und zu Geburtstagen nicht mit Geschenken überhäuft. Hat mir das geschadet? Nein! Dafür war meine Mutter immer zu Hause, wenn wir von der Schule kamen. Wenn man das Glück hatte, in einem "guten" Elternhaus aufzuwachsen, hat man schon einen guten Grundstein gelegt, später mal selber gute Eltern zu sein. Ob wir gute Eltern gewesen sind, werden uns später mal unsere Kinder sagen können. Ich weiß, daß meine Familie zusammehält, und daß meine Eltern und Geschwister immer für mich da sind - umgekehrt ist es natürlich genauso. Wenn meine Kinder das später auch mal sagen werden, dann habe ich es richtig gemacht.

Du sagst es schon in Deiner Frage: Sie sollten sich der Verantwortung sehr bewußt sein. Verantwortung für sich selbst, dem Partner und dem Kind gegenüber. Sie sollte bereit sein, dem Kind viel Liebe und Fürsorge zu geben (ist heute leider überhaupt nicht mehr selbstverständlich). Sie sollten wissen, dass ihre eigenen Wünsche/Bedürfnisse zugunsten des Kindes stark eingeschränkt werden und das auch akzeptieren. Sie sollten IMMER für das Kind da sein, dem Kind ein gutes Zuhause und eine schöne Kindheit bieten.

Das hast Du schön gesagt! :)

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  • Sie sollten bereit sein, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu stillen
  • sie mit Respekt zu behandeln
  • ihre eigenen Grenzen zu kennen
  • kompromissbereit sein
  • Humor haben
  • sich in Gelassenheit üben - auch wenn es mal schwer fäll
  • zugeben können, dass sie nicht unfehlbar sind
  • sparsam mit dem Wörtchen nein umgehen
  • die Kinder auf ihren Weg begleiten

Viele Menschen, die Kinder bekommen, werden erst damit erwachsen und wachsen langsam in die Verantwortung hinein, denn es ist eine große Veränderung, die junge Eltern erstmal ordentlich durchrüttelt. Auch die Liebe wächst oft erst, wenn das Kind dann da ist. Aber die Offenheit dafür sollte vorhanden sein, auch die Fähigkeit zu lieben. Wichtiger, als dass die Eltern "immer da sind", finde ich, ist, dass sie dem Kind vermitteln, dass sie immer für es da sind und da sein werden, wenn das Kind sie braucht. Und die Eltern sollten lernen, ihrem Kind von Anfang an zuzuhören, es kann ihnen so viel vermitteln. Auch sollten sie lernen, Vertrauen in ihr Kind zu haben. Damit meine ich nicht, dass man einem kleinen Kind zutrauen sollte, über eine belebte Strasse zu laufen, sondern ihm in seinem Rahmen zutrauen, richtig zu entscheiden. Wenn es sich in der Lage fühlt, auf einen Baum zu klettern, hat es mit Sicherheit auch das Gleichgewichtsgefühl, das es braucht. Und wenn dem Kind der Kindergarten zuviel ist, sollte man darauf hören und den Ursachen nachgehen. So etwas meine ich. Wenn meinem Kind mit 7 Monaten Kartoffelbrei nicht schmeckt, dann laß ich es, weil ich denke, dass es dem Kind vielleicht jetzt noch nicht gut tut und dieses das unbewusst weiß (oder der Körper weiß es). Trotzdem müssen Eltern auch konsequent sein. Grenzen aufzeigen können, Halt bieten und Richtung weisen. Eltern müssen offen sein für Unerwartetes, für Liebe, für Vertrauen, für Wachstum.

Wie Du schon schriebst, ist die Verantwortung sehr gross und es ist nicht immer einfach, dieser Verantwortung heute bei den vielen "Miterziehern" wie etwa den Medien gerecht zu werden

Zu Deiner Frage: Wird heutzutage diese Verantwortung nicht oft einfach zu leicht genommen?

Ich habe den Eindruck dass viele Eltern die Verantwortung nicht einmal leicht, sondern überhaupt nicht wahrnehmen, sondern versuchen, sie an die Schule oder wen immer abzuschieben.

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Eltern ist, "nicht Wasser predigen und Wein saufen". Kinder lernen nicht durch das, was man ihnen sagt, sondern durch das,was sie bei uns beobachten. Wenn es da 'mal Abweichungen gibt - kann ja passieren - erklären. Es gibt inzwischen so viele Bücher, Videos,Gurus und wasweißichnochalles darüber, was man alles falsch machen kann, dass man nachgerade verzweifeln könnte. Kinder sind aber sehr robust, sie sind durch ihre Biologie aufs Überleben programmiert. Man muss nicht gleich Angst haben, dass wenn man ihnen etwas kocht, was sie nicht mögen, sie gleich zu Kettensägenmördern werden. Eine Sache, die ich für wichtig halte, ist, klare einfache Grenzen auf zu zeigen. Kinder können exzellent mit Regeln umgehen. Aber die müssen einfach sein und nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit gebrochen werden können. Das gibt ihnen Sicherheit. Shag d'Albran

Das meiner Meinung nach Wichtigste für Eltern ist:

Sie sollten in jeder Hinsicht schon erwachsen sein.

Viele Menschen sind leider noch selbst sehr unreif, wenn sie Kinder in die Welt setzen. Ich mache das nicht an einem bestimmten Alter fest, sondern vor allem am Abnabelungsprozess zu den eigenen Eltern.

Danke an Anonymus für den DaumenRunter.

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@Kabark

Da ist wieder einer mit Daumennachuntensyndrom. Von mir gibt´s einen nach OBEN

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Da erwächst in mir die Frage: ab wann ist jemand "erwachsen", wenn er Bereitschaft zeigt, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen?

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@ArianeHD

Ich wurde "quasi über Nacht" mit 25 erwachsen, als ich die Angst vor meinen Eltern und das Bedürfnis verlor, ihnen alles recht zu machen. Seit dem Tag hatte ich das Bewusstsein, auf eigenen Beinen zu stehen, selbst bestimmen zu können, wohin ich meine Schritte lenken und was ich denken will.

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@Bruno

Huhu Bruno. Ich kenne viele Menschen, die selbst mit 40 oder 50 noch nicht erwachsen sind. Ich denke, mit 25 lag ich ganz gut "im Rennen". :-)

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Die erste Antwort, diesmal, absolut top die Beste. Eine Ergaenzung. Das Ueben der Konsequenz. Ein Ja ist ein ja. Ein Nein ist ein nein. Erlebte es mit meinen Soehnen. Es fuehrte zu gegenseitiger Achtung. Fairen Gespraechen hinterher. Aufarbeitung des Verdikt. Sieger ? Manchmal die Soehne, manchmal Mutter/Vater. Vorbei das Ereignis, um das es ging. Neue Fragen offen, wartend auf eindeutig Antwort. Ja. Nein. Ohne wenn und aber.

Na, da freu ich mich aber. Gruß in die griechische Sonne

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