Welche Zielgruppe liest die Zeit?

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5 Antworten

Ich habe mal gehört "Die Zeit" wäre die Zeitung der Studenten. Da sie eine Wochenzeitung ist und das Abo günstiger als bei einer Tageszeitung und die Leserschaft nicht jeden Tag die Zeitung lesen muss um zu wissen, was sich die Woche so alles entwickelt hat. Zudem hat sie ein vergleichbares Sprach-und Bildungsniveau wie die Süddeutsche, FAZ, Züchricher, usw. Aber im Prinzip glaube ich nicht, dass sie sich vollkommen einem politischen Lager zuordnet. Tendenziell würde ich sagen, dass sie links der Mitte agiert, und vermutlich die Anhänger der "Grünen" prozentual die größte Lesergruppe ist.

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Die Zeit ist eine Zeitung für Menschen mit sehr viel Zeit.

Denn als berufstätiger Bürger hat man kaum die Zeit, sich darin zu vertiefen. Also wird sie wohl in erster Linie von Studenten und Rentnern gelesen. ;-)

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Kommentar von earnest
01.12.2013, 20:47

Ich kenne viele Nicht-Studenten und Nicht-Rentner, die sich die Zeit für DIE ZEIT nehmen. Schließlich kommt sie nur 1x die Woche.

Gruß, earnest

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Hi.
Nein pro-CDU ist sie sicher nicht. Auch für linksliberal halte ich sie nicht (aber ein CSU-Anhänger, der ich nicht bin, würde sie sicher sogar als "links" bezeichnen).

Sie wird gelesen von Linken, Halblinken, Viertellinken, Linksliberalen, Sozialdemokraten, Anhängern der Grünen, Anhängern der Linken, Rentnern, Studenten, Referendaren, Pensionären, Politikern, Wissenschaftlern, Lehrern, Studienräten, Intellektuellen, Halb-Intellektuellen, Anintellektualisierten, Bildungsbürgern und solchen, die meinen, das sie es sind - und ein paar weitere Schubladen habe ich sicher noch vergessen ...

Ich halte die ZEIT für die beste Wochenzeitung Deutschlands und wahrscheinlich die niveauvollste Wochenzeitung in Europa - viel weiter reicht mein Blick leider nicht (in den USA jedenfalls gibt es meines Wissens nichts Vergleichbares).

Gruß, earnest

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Das Bildungsbürgertum - da hast Du recht! Ein Zeit-Abo gehört zum Habitus. Logo ist die Zeit politisch - wie kann eine Zeitung unpolitisch sein? Du meinst wahrsch. "parteilpolitisch"?

Die Zeit ist erklärtermaßen überparteilich und ist die einzige überregionale Zeitung , die das auch konsequent durchhält.

In der Leserschaft sind bezgl. der Parteien, die kleineren Eliten-Parteien FDP und Grüne überrepräsentiert! Linksliberal - auch richtig! Die meisten VErantwortlichen, einen Vorstand hat die Zeitung nicht aber Herausgeber und (Chef)redakteure, da sind die meisten wie gesagt linksliberal: bürgerlicher Flügel von SPD und Grünen

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Kommentar von earnest
02.12.2013, 08:05

"Linksliberal" ist eine schwierige "Schublade". Und zwar, weil der Begriff (jedenfalls für mich) untrennbar verbunden ist mit linksliberalen Vertretern der FDP wie z.B. K.H. Flach, E. Hamm-Brücher, G. Baum usw.

Diese Vertreter sind aber entweder verstorben oder befinden sich im politischen Ruhestand (ein G. Baum meldet sich noch gelegentlich - nicht zum Schaden der politischen Diskussion). Die inzwischen in der Bedeutungslosigkeit versunkene Gesamtpartei FDP wurde aber in ihrer Linie schon lange nicht mehr von "Linksliberalen" bestimmt.

Auch die Linie der ZEIT finde ich nicht "linksliberal" im Sinne des "bürgerlichen Flügels von SPD und Grünen"; ich sehe auch nicht, daß die Redakteure diesem Flügel angehören. Ich halte die Zeit für "multi-perspektivisch" im besten Sinn - was ja auch gleich die ihr von dir zu Recht attestierte Überparteilichkeit einschließt.

Mein Fazit: Eben keine Schublade für die Zeit. Das zeichnet sie aus. Und das finde ich gut so.

Gruß, earnest

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Die Zeit wird ganz gern von Linken, Linksliberalen und Liberalen gelesen. Es ist vor allem das Bildungsbürgertum, das sie konsumiert und kommentiert. Auch ich schreibe öfters online Leserbriefe dort und finde dabei Anklang.

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