Welche Zeitung steht für was (konservativ, meinungsbildend etc)?

8 Antworten

Die Antworten hier sind eine Katastrophe.

Die BILD-Zeitung hat offiziell keine politische Ausrichtung. Dort bestimmen die jeweiligen Autoren die Perspektive. Nach meinem Leseeindruck (ich lese fast alle Zeitungen) steht die BILD besonders der FDP, angrenzend auch noch der CDU sehr nahe. Jedenfalls habe ich in den letzten Jahren keinen einzigen kritischen Artikel über die FDP finden können, hingegen SPD, Grüne, Linke und die AfD dort besonders schlechte Schlagzeilen bekommen.

Die TAZ ist eine politisch linke Zeitung und steht den Progressiven Parteien sehr nahe, besonders der Linkspartei.

Die FAZ ist konservativ, aber ihre Berichterstattung ist eine der wirklich wenigen weitesgehend neutralen, weshalb sich jeder, auch die Linken, in dieser Zeitung wiederfinden können.

Die ZEIT ist eine sozialliberale Zeitung. Auch Altkanzler Helmut Schimidt war Mitbegründer dieser Zeitung und hat nicht wenige Kommentare dort auch verfasst. Dementsprechend ist sie auch so ausgerichtet.

Das Hamburger Abendblatt ist eine Regionalzeitung. Das einzige was ich über die gehört habe ist, dass sie mal mit der konservativen WELT fusionieren wollten. Das sagt schon einiges über deren Ausrichtung aus.

Danke für den Bezug zu den Parteien!

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Also die FAZ gilt auch als konservative Zeitungen, die Welt eher als (links)liberal. Der Spiegel klassisch Links, Fokus eher rechts (online sogar rechtspopulistisch würde ich sagen) 

Du musst aber beachten, dass viele dieser Zeitungen ein breites Meinungsbild abdecken durch verschiedene Autoren / Kolumnen. Auch beim linken spiegel gibt es konservativen Kolumnen (Jan Fleischhauer - der schwarze Kanal zb.)

Das Hamburger Abendblatt kenne ich nicht (komme aus dem Süden) 

Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Recherche!

Der Spiegel ist nicht links, seltsamerweise hält sich hartnäckig dies Gerücht.

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@voayager

Doch das ist er. Ist auch kein Gerücht, da kannst da auch einfach mal 90% der Artikel / Kommentare lesen. Der Spiegel bezieht zu fast jedem Thema eindeutig linke Positionen. Und wer das anders sieht kommt vermutlich aus einem Lager wo alles als neoliberal abgestempelt wird, was nicht am linken Rand rangiert. 

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Auch wenn ich kein großer Fan von Zeitungen bin, hier eine kleine Liste: 

(Man kann das ein bisschen daran festmachen, welche Zeitschrift für welche Partei am meisten wirbt)

CSU: Bayernkurier (konservativ)

CDU: Die Zeit (im wirtschaftlichen Sinne konservativ, ansonsten eher bürgerlich-liberal) 

FDP: Focus (bürgerlich-liberal)

SPD: Die WeltFrankfurter Allgemeine, Der Spiegel (sozialdemokratisch bis sozialistisch)

Grüne: eigentlich alle Zeitschriften, die auch für SPD und Linke sind

AfD: Compact-Magazin, Junge Freiheit (nationalkonservativ)

Linke: Jungleworld, TAZ (sozialistisch bis anarchistisch)

NPD: Deutsche Stimme (nationalistisch)

Anmerkung: Die im Klammern stehende politische Ausrichtung ist nicht meine Ansicht, sondern die Selbstsicht der jeweiligen Magazine

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Die Zeit bei der CDU? Und die FAZ bei der SPD? Ich würde es eher andersherum sagen.

In den Anfangsjahren war die Zeit mal konservativ. So war auch Konrad Adenauer oft mit der Zeit zu sehen. Das hat sich später allerdings geändert. Spätestens seit Giovanni di Lorenzo der Chefredakteur ist. Ich würde die Zeit eher als mitte-links bezeichnen.

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