Welche dosierung von neukönigsförder mineraltabletten dosierung?

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Die Aussage, Nahrungsergänzungsmittel seien unnötig und mit einer "ausgewogenen Ernährung" erhielten wir ausreichend Nährstoffe, ist so pauschal nicht richtig. Auch die Gefährlichkeit bestimmter zusätzlich zugeführter Nährstoffe (Stichwort: Hypervitaminosen) ergibt sich z. T. nur dann, wenn man bestimmte Wechselwirkungen zwischen einzelnen Vitaminen nicht ausreichend berücksichtigt.

Es gibt bestimmte Nährstoffe, die wir alle durch die Bank zu wenig erhalten, auch bei einer "ausgewogenen Ernährung". Ein hervorragendes Beispiel dafür ist Vitamin K2, das beispielsweise in Butter, Milch und Eiern enthalten ist - aber nur dann, wenn die produzierenden Tiere ausreichenden Weidegang hatten, was selbst bei Bio-Tieren vielfach nicht in ausreichendem Maße der Fall ist.

Vitamin K2 wird erst seit fünf bis zehn Jahren intensiver erforscht. Wie viele Vitamine spielt es im Körper in unterschiedliche Stoffwechselmechanismen hinein und wirkt im Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen, nämlich den Vitaminen A und D und den Mineralstoffen Kalzium und Magnesium.

Das Zusammenspiel verschiedener Nährstoffe ist auch der Grund, warum der übliche Hinweis auf die Gefährlichkeit einer Überdosierung fettlöslicher Vitamine nur bedingt stichhaltig ist: Eine Überdosierung von Vitamin D ergibt sich nur, wenn gleichzeitig Vitamin A und Vitamin K2 fehlen. Umgekehrt gilt: Vitamin A kann nur überdosiert werden, wenn gleichzeitig Vitamin D (und begleitend Vitamin K2, Magnesium und Kalzium) fehlen.

Vitamin K2 spielt eine wichtige Rolle bei Kalziumstoffwechsel und Regulierung des Zellwachstums und damit bei Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Karies, Osteoporose (Knochenschwund), Arterienverkalkung und Herzinfarkt. In einer großen Studie an rund 25 000 Personen, Teil der sogenannten EPIC-Studie, geht eine erhöhte Vitamin-K2-Einnahme mit einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und bestimmte Krebsarten einher. Osteoporose wird mit Vitamin K2 bereits erfolgreich behandelt. Arterienverkalkung (die letztendlich in vielen Fällen zu Herzinfarkt führt) lässt sich im Tierversuch durch Vitamin-K2-Gabe wieder rückgängig (!) machen.

Ein weiteres Beispiel, und für Dich hier in Bezug auf das genannte Präparat besonders interessant, ist Kalium. Kalium scheint eine große Rolle bei der Vermeidung von Krankheiten wie Schlaganfall und Herzkrankheiten zu spielen. Wichtig scheint vor allem das Kalium-Natrium-Verhältnis, das bei vielen ursprünglich und relativ kochsalzarm lebenden Völkern deutlich stärker beim Kalium lag.

Auf die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesdosis von 4000 mg Kalium rein durch die Ernährung zu kommen, ist machbar, aber schwierig. Die meisten als besonders kaliumreich empfohlenen Früchte und Gemüse enthalten zwischen 200 und 400 mg Kalium pro 100 g. Du müsstest also pro Tag ein bis zwei Kilogramm davon essen, um auf die empfohlene Tagesdosis zu kommen. Am leichtesten lässt sich der Kaliumbedarf noch mit Nüssen (550 bis 750 mg pro 100 g) und Trockenfrüchten (800 bis 1400 mg) decken, also etwa dem klassischen Studentenfutter.

Basierend darauf ist zur Dosierung der Neukönigsförder Mineraltabletten Folgendes zu sagen:

  1. Der Beipackzettel der Neukönigsförder Mineraltabletten empfiehlt eine dreimalige Einnahme von ein bis zwei Tabletten pro Tag (siehe https://api.gebrauchs.info/e5d095ac24aa7879bc27c765a281a2c6i).
  2. An die Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung käme man näher heran, wenn man mehr als 15 Tabletten pro Tag einnähme (bei Kalium dann immer noch um die Hälfte unterdosiert), siehe dazu den Beipackzettel und https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte. Dies brauchte man natürlich nur, wenn man keine Mineralien aus der täglichen Nahrung zu sich nimmt, etwa beim Fasten. In diesem Fall sollte man sich ausführlich vom Arzt beraten lassen. Wenn Du genauer wissen willst, wie viel Mineralien Du bereits durch Deine Ernährung bekommst, kannst Du dies abschätzen über https://www.naehrwertrechner.de.
  3. Wahrscheinlich ist es wirklich eine gute Idee, wegen der Wachstumsschübe noch einmal eine gute Ärztin oder einen guten Arzt zu befragen.
  4. Ansonsten kannst Du natürlich auch Deine Heilpraktikerin fragen, welche Dosierung sie denn angesichts des eben Gesagten empfiehlt.

 

 

Egal, was Dein Heilpraktiker sagt, kein Mensch, ob im Wachstum oder nicht, braucht bei gesunder, proteinreicher Ernährung irgendwelche "Nahrungsergänzungsmittel".

Das ist einfach nur überflüssiges Zeug und nutzt lediglich den Herstellern, die damit viel Kohle machen.

Solltest Du wirklich meinen, eine echte Wachstumsstörung zu haben, was bei Dir wohl eher unwahrscheinlich ist, solltest Du das vom Arzt prüfen und ggf. behandeln lassen.

Wenn aber lediglich Deine Muskulatur nicht so schnell dem Wachstum "hinterher kommt", dann kannst Du dem auch nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen. Das kommt dann schon von selbst und braucht nur ein wenig Geduld.

Nahrungsergänzungsmittel sind und bleiben unnötig. Niemand sagt, dass sie unbedingt Schaden verursachen, sie bringen einfach nichts. Einige können aber bei zu hoher Dosierung durchaus negative Auswirkungen haben.

Und was soll das Zeug bringen? Kaufe Dir für das Geld etwas Sinnvolleres.

Es gibt seriöse wissenschaftliche Studien, daß Nahrungsergänzungsmittel und dazu gehören auch Deine Mineraltabletten und sämtliche Vitaminpräparate - sogar schädlich sein können.  

Für eine ausgewogene Ernährung sind Vitaminpräparate/Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz. Gesunden Menschen hat das Zeug noch nie genutzt. Nicht einmal dann, wenn Du Dich nicht gesund ernährst.

Früher - vor Anno Piefendeckel - sollten solche Präparate Mangelzustände ausgleichen. Heute wird in der Werbung damit Wohlbefinden und Gesundheitsvorsorge versprochen.

Die einzigen, die ein Wohlbefinden dabei haben, sind die Hersteller, die sich eine goldene Nase mit diesen überflüssigen Nahrungsergänzungsmittel verdienen. 

Ich glaube du hast das Prinzip des Wachstumschubes noch nicht ganz verstanden.Da ich so schnell wachse, kommen meine Muskeln nicht hinterher, sich an die größe anzupassen.Also helfe ich vorübergehend nach. Und wenn mir dieses Ergänzungsmittel von meiner Heilpraktikerin verschrieben wurde, dann wird sie mich schon nicht umbringen wollen, you know? Ich wollte hier einfach erfahrene Meinungen hören damit ich eine gute Dosierung bekomme

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@larsmoe2002
Und wenn mir dieses Ergänzungsmittel von meiner Heilpraktikerin verschrieben wurde, dann wird sie mich schon nicht umbringen wollen,

Umbringen wird es Dich sicherlich nicht, aber helfen genauso wenig.

Und wenn Deine Heilpraktikerin so schlau und gut ist, dann sollte sie Dir doch sagen können, wie hoch Du das Zeug dosieren sollst.

Sinnvoller wäre es mit einer Wachstumsstörung - falls es überhaupt eine ist - zu Deinem Kinderarzt zu gehen. Wenn erforderlich schickt er Dich zu einem Kinder­endokrinologen.

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